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Actega DS Mit antimikrobiell wirksamen Additiven TPEs feintunen

Redakteur: Kathrin Schäfer

Additive sind Zusatzstoffe, die etwa die technischen Eigenschaften von Kunststoffen verbessern, aber auch antibakterielle und antimikrobielle Eigenschaften in ihnen ermöglichen. Doch was ist in diesem Zusammenhang unter antimikrobiell zu verstehen? Für welche Medizinprodukte machen solche Additive Sinn?

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Keimherde: Nicht nur in, sondern gerade außerhalb von Kliniken können sich schädliche Mikroorganismen auf Kunststoffoberflächen vermehren. Actega DS hat einen keimresistenten und keimtötenden Masterbatch in TPE-Compounds eingearbeitet, die für die Griff- und Bedienelemente von Rollstühlen geeignet sind.
Keimherde: Nicht nur in, sondern gerade außerhalb von Kliniken können sich schädliche Mikroorganismen auf Kunststoffoberflächen vermehren. Actega DS hat einen keimresistenten und keimtötenden Masterbatch in TPE-Compounds eingearbeitet, die für die Griff- und Bedienelemente von Rollstühlen geeignet sind.
( © Monkey Business - Fotolia)

Während antibakterielle Mittel ausschließlich Bakterien bekämpfen, wirken antimikrobielle Stoffe auf verschiedene Schädlinge: Bakterien wie Pneumokokken, Viren wie HIV oder Influenza, Pilze und Algen. Diese Schädlingsgruppen können sich etwa auf Oberflächen ansiedeln, dort vermehren, einen Biofilm bilden und beim Zusammentreffen mit dem menschlichen Organismus toxisch wirken. Auf antimikrobiell ausgestatteten Kunststoffoberflächen dagegen können sich Schädlinge nicht nur nicht vermehren – der Befall wird vernichtet.

Antimikrobiell wirksame Additive können beispielsweise im Material fest eingebettete Molekularkomplexe sein, die durch Ionisierung wirken und durch Aufbau und Reaktivität die Stoffwechselsysteme der Schädlinge beschädigen.

An den Bedarf angepasste TPE-Compounds

Sie können je nach Anwendungsbereich und Verwendung auf Trägermaterialien angepasst und auf dauerhafte Wirkung eingestellt werden. So bindet Actega DS in ihre für Spritzguss und Extrusion geeigneten Provamed-TPE-Compounds bei Bedarf antimikrobielle Substanzen fest in den Materialmix ein. Sie können ihre keimtötenden Eigenschaften entfalten, ohne aus dem Kunststoff zu migrieren. Thermostabilität, Farbechtheit und Resistenz gegen unterschiedliche Sterilisationsverfahren werden gewährleistet. Der Einsatz solcher Kunststoffe im Klinikbereich, wo es durch Berühren von Oberflächen ständig zur Verbreitung von Keimen kommen kann, liegt auf der Hand.

Keimresistente und -tötende Masterbatches

Ein zunehmend wichtiger Bereich ist jedoch auch der von Menschen in Pflegeheimen oder in der Heimpflege. Bei Gehhilfen, Rollatoren und Rollstühlen gibt es zahlreiche Oberflächen, die durch Mikroorganismen verunreinigt werden können, wie Griffe, Tastenmodule und Joysticks für die Hand-, Fuß- oder Kinn-Steuerung. Actega DS hat einen keimresistenten und keimtötenden Masterbatch in TPE-Compounds eingearbeitet, die für die Griff- und Bedienelemente von Rollstühlen und Rollatoren geeignet sind. Mit einem Anbieter von Prothetik, Orthetik, Mobility Solutions und Neurorehabilitation wird diese Lösung aktuell im Markt eingeführt.

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