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Intelligentes Implantat Mikrooptisches Akkommodationssystem ersetzt die Intraokularlinse

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die mit zunehmendem Alter des Menschen abnehmende Akkommodationsfähigkeit des Auges kann durch Sehhilfen kompensiert werden. Bei einer zusätzlichen Linsentrübung sind die Entfernung der Linse und die Implantation einer Intraokularlinse notwendig. Da diese Ersatzlinse jedoch starr ist, besteht nach der Operation trotz deutlich verbesserten Sehvermögens keine Akkommodationsfähigkeit mehr.

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Prototyp eines Pupillenweitensensors: Zur Erfassung des Akkommodationsbedarfs muss der sogenannte Pupillen-Nahreflex gemessen werden. Dazu entwickelt das CiS gegenwärtig ein optisches Sensorsystem.
Prototyp eines Pupillenweitensensors: Zur Erfassung des Akkommodationsbedarfs muss der sogenannte Pupillen-Nahreflex gemessen werden. Dazu entwickelt das CiS gegenwärtig ein optisches Sensorsystem.
(Bild: CiS)

Gegenwärtig ist in diesem Fall auch eine Implantation multifokaler Intraokularlinsen möglich, die die Akkommodation zum Teil ersetzen können, jedoch verschlechtert dies das Kontrast-Sehvermögen. Der vom Forschungsinstitut CiS und weiteren Partnern verfolgte neue Ansatz zur Lösung dieses Problems ist ein smartes Mikrosystem, das anstelle einer Intraokularlinse im Kapselsack des Auges implantiert wird. Autark arbeitend, soll das Mikrosystem je nach Akkommodationsbedarf den Fokus eines integrierten aktiv optischen Elementes anpassen. Die Änderung des Fokus wird durch Verschiebung der beweglichen Linse eines Drei-Linsen-Systems erfolgen.

Zur Erfassung des Akkommodationsbedarfs muss der sogenannte Pupillen-Nahreflex gemessen werden. Dazu entwickelt das CiS gegenwärtig ein optisches Sensorsystem, das den Pupillendurchmesser und gleichzeitig die Gesamthelligkeit misst.

Aus diesen Signalen werden Eingangsregelgrößen für das aktuatorisch arbeitende Linsensystem abgeleitet. Das optische Sensorsystem basiert auf leistungsfähigen, nur 500 μm breiten Fotodioden, welche kreuzförmig um das Zentrum der optischen Achse angeordnet sind. Zur Kontaktierung dieser winzigen Detektoren stehen kleine Kontakte von 100 μm Breite in einem Abstand von nur 40 μm auf einem Polyimide-Ring zur Verfügung. Auf der Messe zeigt das CiS Prototypenkomponenten im Maßstab 2:1.

Das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH auf der Compamed:

Halle 8a, Stand H23.1

www.cismst.de

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