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Mikro- und Nanotechnik-Unternehmen melden Fachkräftemangel

Redakteur: Peter Reinhardt

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Die aktuelle Datenerhebung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik zeigt, wie gut sich die Mikrotechnik-, Nanotechnik- und Material-Industrie in Europa von der Wirtschafts- und Finanzkrise erholt hat. Die Unternehmen wollen wieder mehr Mitarbeiter einstellen, die Umsätze sind stark gestiegen.

Es werden neue Auslandsmärkte erschlossen und der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr ist äußerst optimistisch. Jedoch könnten der Fachkräftemangel und anhaltende Finanzierungsschwierigkeiten zur Wachstumsbremse werden. Der Datenerhebung im Januar 2011 zufolge wollen 60 Prozent der befragten, überwiegend mittelständischen Unternehmen in Europa im Laufe des Jahres 2011 neue Mitarbeiter einstellen. Damit wird sich der positive Nach-Krisen-Trend fortsetzen, der sich im Jahr 2010 bereits angedeutet hat.

Fast die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 Prozent steigern. Der positive Trend bei den Umsatzzahlen soll sich Prognosen zufolge im Jahr 2011 fortsetzen, wenn auch nicht mit ganz so starken Steigerungen wie im vergangen Jahr. Der Exportanteil der Branche ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr mehr oder weniger stabil geblieben. Ein Viertel der Unternehmen hat 2010 mehr als 75 Prozent des Umsatzes durch Export erwirtschaftet. Dabei findet die Hälfte des Exportgeschäftes innerhalb Europas statt. Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Exportmarkt für die europäischen Nachbarländer, gefolgt von den USA und China. Deutsche Unternehmen exportieren vor allem in die USA, nach China und in die Schweiz.

Obwohl die Finanzkrise längst offiziell für überwunden erklärt wurde, bleibt es für die europäischen Hightech-Unternehmen jedoch teilweise schwierig, ausreichende finanzielle Mittel zu bekommen, um die eigenen Geschäfte, neue Entwicklungen und damit letztendlich auch das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Für etwa 40 Prozent der Unternehmen ist die Finanzierung in den vergangenen zwei Jahren schwieriger geworden. Dabei bereitet besonders das Kreditgeschäft Probleme, da die Banken die Hürden für die Kreditvergabe erhöht haben und länger für die Bearbeitung von Anträgen brauchen. Auf die Möglichkeiten und Bereitschaft der Unternehmen, in neue Entwicklungen zu investieren, scheint sich der Finanzierungsengpass nicht in vollem Maße auszuwirken. Die FuE-Investitionen sind bei fast 40 Prozent der Unternehmen im Jahr 2010 gestiegen. 2011 wollen 43 Prozent der Unternehmen mehr investieren als im Vorjahr.

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IVAM Fachverband für Mikrotechnik D-44227 Dortmund www.ivam-research.de