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Mehr Wettbewerb im Gesundheitssektor gefordert

Redakteur: Peter Reinhardt

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„Deutschland kann im Gesundheitsbereich nur weltweiter Innovationsführer sein, wenn im Wettbewerb für innovative Medizinprodukte, Arzneimittel und Therapien eine freie Preisgestaltung möglich wird.“ Das forderte der stellvertretende Präsident des BDI: Friedhelm Loh auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Branchenverbandes Spectaris. „Nur so wird die teure und oft risikoreiche Entwicklung neuer Produkte oder die Investition in innovative Technologien möglich“, meinte Loh, der zugleich auch Präsident des ZVEI, Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, ist. Er betonte, dass der BDI mit dem neu eingerichteten Arbeitskreis „Innovationen in der Gesundheitswirtschaft/ Vitale Gesellschaft“ die Interessen der Industriebranchen mit Nachdruck in die Politik tragen will.

Der scheidende Spectaris-Vorsitzende Dr. Michael Kaschke kritisierte die starke Reglementierung des Gesundheitsmarktes: „Deutschland hat enorme Potenziale, mit der Gesundheitswirtschaft weltweit in der obersten Liga mitzuspielen und in Segmenten der Medizintechnik sogar global den Ton anzugeben. Doch dafür benötigen wir zum einen eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung von Kosten und Nutzen neuer Behandlungsformen, zum anderen eine Abstimmung der Einzelmaßnahmen der Bundesministerien für Gesundheit, Wirtschaft und Forschung im Gesundheitsbereich. Nur so bekommen wir den notwendigen freien Blick auf die wirtschaftlichen Chancen, die eine Führungsposition in der Gesundheitswirtschaft Deutschland beim Export bietet.“

Dem BDI gehören 38 Mitgliedsverbände mit mehr als 100.000 Unternehmen mit über 8 Millionen Beschäftigten an.

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Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) D-10178 Berlin www.bdi.eu