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EPHJ-EPMT-SMT Mehr als 20.000 Besucher – Ausstellerpreis für Femtoprint

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Grund zur Freude hatte letzte Woche nicht nur der Veranstalter der Schweizer Messe EPHJ-EPMT-SMT, sondern auch das Schweizer Unternehmen Femtoprint: Denn erstmals hat die Veranstaltung die Marke von 20.000 Besuchern geknackt. Und Femtoprint hat den Ausstellerpreis Grand Prix des Exposants 2015 gewonnen.

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Und so sieht es aus: Das preisgekrönte 3D-Produktionssystem, mit dem sich transparente Mikroprodukte beispielsweise aus Glas herstellen lassen.
Und so sieht es aus: Das preisgekrönte 3D-Produktionssystem, mit dem sich transparente Mikroprodukte beispielsweise aus Glas herstellen lassen.
(Bild: Femtoprint)

Die Verleihung des Ausstellerpreises gilt als eines der Highlights auf der Fachmesse für die Medizintechnik-, die Uhrenindustrie und die Mikrotechnologie. Sie steht am Ende eines Auswahlverfahrens, bei dem eine Jury aus den drei genannten Industrien sechs Bewerber nominiert. Die anschließende Abstimmung zur Wahl des Gewinners obliegt den Ausstellern.

Transparente Mikroprodukte 3D-drucken

In diesem Jahr hat sich die Mehrheit von ihnen für das Tessiner Unternehmen Femtoprint entschieden. Prämiert wurde damit ein innovatives und vielversprechendes 3D-Produktionssystem für Mikroprodukte aus Glas. Es besteht aus einer Kontrolleinheit, einem 3D-Drucker, einem Femtolaser und mehreren Optiken. Wahlweise kann es um einen Scanner, optische Linsen, ein Mikroskop oder eine Kamera ergänzt werden. Die Technologie nutzt Lasertechnik, um präzise und komplexe 3D-Mikrostrukturen zu verwirklichen, zum Beispiel in der Medizintechnik. Geformt werden können transparente Werkstoffe wie Glas, geschmolzenes Siliziumdioxid, Saphire oder bestimmte Polykarbonate. Das Unternehmen unterstützt Kunden sowohl beim Produktdesign als auch beim Rapid-Prototyping von Mikroteilen, der Produktion von Kleinserien sowie der Entwicklung modularer Bauteile für unterschiedliche Anwendungen.

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Synergien zwischen der Medizintechnik und anderen Branchen nutzen

Barthélémy Martin, Projektleiter der Fachmesse, verwies zum Messeende darauf, wie wichtig derartige Produktinnovationen auch im Hinblick auf den derzeitig starken Schweizer Franken sind. Es sei eine „schwierige Zeit“, in der Firmen bewusst werde, wie wichtig es ist, sich auf Fachmessen zu präsentieren und damit bestehende Kunden zu treffen, aber auch Neukunden zu erreichen. Nicht zuletzt deshalb, so das Fazit des Veranstalters, wurde der Fokus in diesem Jahr mehr denn je auf Innovationen und Synergien zwischen den einzelnen Branchen der Messe gelegt. „Ein Uhrenunternehmen kann durchaus eine Technologie entwickeln, die Medtech-Aussteller interessiert – und umgekehrt“, so Martin.

Die 867 Aussteller, immerhin vier Prozent mehr als im Vorjahr, konnten sich indes über mangelndes Interesse nicht beklagen: 20.627 Fachbesucher aus der Schweiz und dem Ausland haben in diesem Jahr den Weg nach Genf angetreten – ein Zuwachs von 11 Prozent gegenüber 2014. Ob aus der Medizintechnik, der Mikrotechnik oder der Uhrenindustrie, sie alle eint das Interesse an Präzisionstechnik. Diesem können Besucher im nächsten Jahr vom 14. bis 17. Juni, wieder im Palexpo in Genf, nachgehen.

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