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Mehr als 100.000 registrierte Implantationen

| Redakteur: Peter Reinhardt

Mehr als 100.000 Operationen sind inzwischen im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) dokumentiert. Die dafür gemeinsam mit der Industrie erarbeitete Implantat-Datenbank erfasst fast alle auf dem deutschen Markt verwendeten Knie- und Hüftendoprothesen.

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„Das Register hat eine Detailtiefe, die weltweit einzigartig ist“, EPRD-Geschäftsführer Prof. Dr. Joachim Hassenpflug.
„Das Register hat eine Detailtiefe, die weltweit einzigartig ist“, EPRD-Geschäftsführer Prof. Dr. Joachim Hassenpflug.
( Bild: EPRD )

Der überwiegende Teil registrierter Operationen entfällt mit rund 61.000 Eingriffen auf Hüftoperationen; weitere rund 47.000 auf Operationen des Knies. „Immer mehr Kliniken erkennen den Nutzen des Registers und beteiligen sich daran“, erklärt EPRD-Geschäftsführer Prof. Dr. Joachim Hassenpflug.

Etwa die Hälfte der Krankenhäuser ist registriert

Mit rund 570 angemeldeten Kliniken ist nun etwa die Hälfte aller infrage kommenden Krankenhäuser zur Teilnahme registriert. Hassenpflug: „Das ist ein großer Erfolg für die Patientensicherheit, aber auch für die Initiatoren des Registers, in dem Ärzte und Wissenschaftler, gesetzliche Krankenkassen und Industrie an einem Strang ziehen.“ Schon jetzt hat das Register nach Hassenpflugs Worten „eine Detailtiefe, die weltweit einzigartig ist“. Erreicht wird das durch eine mit dem BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit aufgebaute Registerstelle, die zum einen Datenstränge von Krankenhäusern und Krankenkassen zusammenführt und zum anderen auf eine gemeinsam mit der Industrie erarbeitete Implantat-Datenbank zurückgreift.

Implantate über die gesamte Lebensdauer verfolgen

Hier sind fast alle auf dem deutschen Markt verwendeten Knie- und Hüftendoprothesen erfasst. So können nicht nur die einzelnen Bestandteile der Implantate verfolgt, sondern es können auch Informationen über die Standzeit sowie den Verlauf und die gesamte Qualität des Eingriffs gewonnen werden.

Das EPRD nimmt die Daten der registrierten Implantate über deren gesamte Lebensdauer auf. So erfahren Kliniken auch von Revisionen und Wechseloperationen bei Patienten, die dafür ein anderes Krankenhaus aufgesucht haben. Zudem erhalten Kliniken einmal jährlich eine Auswertung des EPRD mit Angaben darüber, welche Prothesen in ihrem Haus wie häufig eingebaut wurden, wie sich die Zahl der Wechseloperationen entwickelt hat und warum es zu Revisionen gekommen ist. Ferner sind Informationen über Grunderkrankungen der Patienten und relevante Nebendiagnosen erfasst. Insofern können Krankenhäuser die Berichte für ihr Qualitätsmanagement nutzen. Die Patienten, die in den teilnehmenden Kliniken operiert werden, erhalten einen Implantatpass des EPRD, der auch nach einem Verlust jederzeit neu erstellt werden kann.

Das Ausland schaut mit Interesse auf unser EPRD

Zugleich erfüllt das Register unter anderem durch eine zwischengeschaltete Vertrauensstelle hohe Datenschutz-Anforderungen. „All das trägt dazu bei, dass das EPRD auch im Ausland mit großem Interesse wahrgenommen wird“, so der Orthopäde Hassenpflug.“ Seit Anfang 2014 können sich bundesweit alle interessierten Krankenhäuser am EPRD beteiligen. Ziel des Endoprothesenregisters ist es, alle rund 400.000 Eingriffe pro Jahr im Bereich der Endoprothetik zu erfassen.

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