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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

FDA Notfallzulassung für Antikörpertest / Beatmungsgerät für zwei Patienten

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Firmen zum Thema

Medtech-Unternehmen erwarten Umsatzminus

[Fr 10.07.2020, 06:44] Die zweite Umfrage der Medical Mountains GmbH und des Deutschen Industrieverbandes Spectaris innerhalb von drei Monaten zur wirtschaftlichen Situation der Medizintechnikunternehmen Deutschlands bestätigt die im April geäußerten Befürchtungen eines Umsatzrückgangs. Auch im Juni erwarteten die Unternehmen im Durchschnitt noch ein Umsatzminus für das Jahr 2020. Mehr dazu hier.

parts2clean abgesagt

[Do 09.07.2020, 08:32] Die unsichere Lage im Zuge der Coronavirus-Pandemie, weitgehende Restriktionen und Hygienevorgaben für die Veranstaltung von Messen in Baden-Württemberg sowie die Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr führen dazu, dass die für den 27. bis 29. Oktober geplante Messe parts2clean sowie die Surface Technology Germany in diesem Jahr nicht ausgerichtet werden. Die Entscheidung hat der Veranstalter in enger Abstimmung mit den jeweiligen Fachmessebeiräten getroffen.

„Wir haben für beide Messen sehr gekämpft, am Ende aber gibt es zu einer Absage keine Alternative mehr“, sagt Olaf Daebler, Global Director Surface Technology Germany und parts2clean im Team der Deutschen Messe AG. „Unter den gegebenen Umständen wäre es nicht möglich gewesen, im Oktober in Stuttgart die beiden Messen erfolgreich zu veranstalten. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Deshalb war eine zeitnahe Entscheidung notwendig. Wir werden nun unsere ganze Kraft investieren, um im Oktober 2021 mit der parts2clean und im Juni 2022 mit der Surface Technology Germany wieder voll durchzustarten. Wenn die aktuelle Ausnahmesituation überwunden ist, werden die Messen umso mehr gebraucht.“

Corona-Warn-App erreicht 15 Mio. Downloads

[Mi 08.07.2020, 15:05] Die deutsche Corona-Warn-App hat nach knapp drei Wochen die Schwelle von 15 Mio. Downloads erreicht. Auffällig bei der Analyse der Zahlen aus den App-Stores von Apple und Google ist die Tatsache, dass die Corona-Warn-App bei Anwendern mit einem iPhone deutlich populärer ist als unter Nutzern eines Android-Smartphones.

Anwender der Corona-Warn-App sollten die Anwendung auf die jüngsten Versionen aktualisieren, in denen einige kleinere Fehler ausgebügelt wurden, beispielsweise bei der Darstellung der Tage, seitdem die App aktiviert ist.. Bei iOS und Android lautet die aktuelle Version jeweils 1.0.4.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bezeichnete die App zuletzt als „ein Werkzeug von vielen, um neue Ausbrüche einzudämmen.“ Sie sei aber kein Allheilmittel. „Wir müssen trotzdem weiter aufeinander achtgeben, Abstand halten, Alltagsmaske tragen, Hygieneregeln einhalten.“

Schott liefert Fläschchen für Impfungen

[Do 02.07.2020, 11:34] Schott unterstützt im Kampf gegen Covid-19 mit Pharmafläschchen für rund 2 Mrd. Impfungen. Der Hersteller hat Lieferabkommen mit führenden Pharmaunternehmen getroffen – darunter auch Teilnehmer der so genannten „Operation Warp Speed“, einer von der US-Regierung ins Leben gerufenen Initiative zur Herstellung von Impfstoffen gegen das neue Coronavirus.

Der Spezialglashersteller Schott stellt bereits heute über 11 Mrd. Pharmaverpackungen pro Jahr her, und zwar in einem weltweiten Produktionsnetzwerk. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen 350 Mio. Euro in die Erweiterung seiner Produktionskapazität investiert.

Vollautomatische Desinfektionsroboter

[Di 30.06.2020, 15:48] Die „neue Normalität“ bedeutet im Gesundheitswesen, aber auch darüber hinaus, einen verstärkten Fokus auf Hygienemaßnahmen. Um die zusätzliche Belastung für das Personal dabei möglichst gering zu halten, bietet Hoz Medi Werk jetzt einen neuartigen Desinfektionsdienst an. Dabei kommen vollautomatische Desinfektionsroboter zum Einsatz, die Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger mithilfe von UVC-Licht abtöten. UVC steht für eine bestimmte Bandbreite des Ultraviolettlichts. Die hochintensiven Strahlen zerstören das Erbgut von Erregern und machen diese damit unschädlich. Dabei werden nicht nur Oberflächen, sondern auch die Raumluft desinfiziert. Um einen Raum vollständig zu desinfizieren, benötigt der UVC-Roboter nur 10 bis 20 Minuten. Die Dauer hängt von der Größe des Raums ab, die der Roboter mithilfe von Sensoren selbst ermittelt. Während der Bestrahlung muss der Roboter nicht gesteuert werden. Der Fortschritt der Desinfektion wird jedoch in Echtzeit auf einem Tablet angezeigt, das mit dem Roboter verbunden ist. Dieses Tablet wird auch zum Starten der UVC-Bestrahlung eingesetzt, denn während der Bestrahlung darf sich im gleichen Raum keine Person aufhalten. Sollte eine Person den Raum betreten, während der Roboter aktiviert ist, sorgen Bewegungssensoren dafür, dass das Bestrahlungsprogramm sofort automatisch gestoppt wird.

Anlagen zur Verarbeitung von Coronavirus-Vials

[Mo 29.06.2020, 11:53] Die Zahoransky AG hat von einem US-amerikanischen Unternehmen einen Großauftrag in Höhe von 25 Mio. Euro über elf Automatisierungsanlagen und sechs Entnahmeeinheiten für Impfstoffcontainer (Vials) enthalten. Während weltweit nach einer Vakzinierung gegen COVID-19 geforscht wird, laufen die Vorbereitungen zur Herstellung der Wirkstoffampullen bereits auf Hochtouren. Zahoransky liefert dem Fabrikanten der beschichteten COP (Cyclo-Olefin-Polymer)-Impfstoffcontainer bereits ab August die ersten der dazu notwendigen Automationsanlagen, weitere folgen sukzessive. Zum Einsatz kommen die Modelle Z.SIROC, Z.MISTRAL und Z.LODOS. Damit im Fertigungsprozess sowohl eine durchgängige Automatisierung wie auch Qualität gewährleistet ist, werden insgesamt 120 Kameras und 53 Roboter verbaut. Sobald die Anlagen vollständig montiert und in Betrieb genommen sind, können 600.000 Vials pro Tag verarbeitet werden. Dazu Michael Schmidt, Geschäftsführer bei Zahoransky Automation & Molds GmbH: „Der Umgang mit COP-Behältern für sensible Impfstoffe ist nicht trivial. Hier konnten wir jedoch mit unserer langjährigen Erfahrung bei der Integration unserer Anlagen in die Fertigung des Kunden sowie Qualität ‚made in Germany‘ überzeugen.“

Michael Schmidt geht ins Detail: „Bei diesem Projekt waren wir in vielfacher Hinsicht gefordert. Denn es galt, unterschiedliche Anforderungen abzudecken – angefangen bei der Integration der Spritzblasmaschinen des Kunden über eine lückenlose Dokumentation sowie Rückverfolgbarkeit (Track & Trace) mittels Laserbeschriftung und Einbindung ins MES-System bis hin zu einer durchgängigen Kamerakontrolle mit speziell entwickelten Algorithmen nur für diese Anwendung.“ Im vollen Ausbau der automatisierten Fertigung entnehmen die elf Z.SIROC-Automationsanlagen die COP-Vials aus der Spritzblasmaschine und übergeben sie an die Z.MISTRAL. Dort werden die Impfstoffcontainer gekühlt und mit Laser individuell markiert. Die Z.LODOS entnimmt anschließend die bearbeiteten sowie geprüften Teile und übergibt sie zur Weiterverarbeitung in die NEST/TUB zur Nanobeschichtung. In allen Phasen durchlaufen die Vials kontinuierliche Qualitätsüberprüfungen mit diversen Kameras.

VDE: Corona-Warn-App installieren

[Fr 26.06.2020, 14:32] Die jüngsten Corona-Vorfälle in den Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen haben erneut gezeigt, mit welcher Wucht Covid-19 zuschlägt. Um die Zahl der Infizierten zu reduzieren und damit alle Bürgerinnen und Bürgern zu schützen, ruft der VDE die Öffentlichkeit, seine 100.000 ehrenamtlichen Experten und Mitglieder sowie alle Mitgliedsunternehmen und die 2.000 Mitarbeiter dazu auf, die kostenlose Corona-Warn-App der Bundesregierung auf ihre Smartphones und Tablets zu installieren. „Bitte machen Sie mit! Als neutrale Technologieorganisation steht der VDE für Sicherheit, Schutz und Nachhaltigkeit. Mit ihrer Unterstützung retten Sie Leben und ermöglichen uns allen eine baldige Rückkehr zur Normalität“, appelliert Ansgar Hinz, CEO des VDE. Der VDE steht bereits seit über 125 Jahren als globale Organisation weltweit für die Themen Wissenschaft, Standardisierung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung und das VDE Zeichen seit nunmehr 100 Jahren als Synonym für höchste Sicherheitsstandards und Verbraucherschutz „Made in Germany“. Seitens der Bundesregierung wird dieses engagierte Vorgehen durch die VDE Gruppe sehr begrüßt, so die Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer.

Corona-Medikamente mit 3D-Bioprinter entwickeln

[Fr 26.06.2020, 10:19] Das biotechnologische Forschungslabor 3D Bioprinting Solutions (3D Bio) arbeitet aktiv an pharmakologischen Studien zu verschiedenen antiviralen Medikamenten. Die Wissenschaftler von 3D Bio nutzen ihre Erfahrung mit den modernsten Methoden der Pathologie und prädiktiven Toxikologie und der additiven Fertigung, um die Zeit zu minimieren, die benötigt wird, um Lösungen für die Behandlung von Patienten mit Covid-19 und anderen Viruserkrankungen zu finden. Die derzeit bestehenden traditionellen zweidimensionalen Protokolle für die Prüfung antiviraler Wirkstoffe liefern zum Teil sehr widersprüchliche Daten, da die Ergebnisse der 2D-Modellierung perspektivischer Anti-Covid-19-Medikamente radikal von der tatsächlichen Reaktion des menschlichen Körpers auf ihre Wirkung abweichen können. Im Gegensatz dazu bilden dreidimensionale Gewebesphäroide die Organisation des nativen Gewebes vollständig nach und dienen als ideales in-vitro-Modell für die Prüfung pharmakologischer Moleküle unter physiologischen Bedingungen.

Um den Übergang von präklinischen Studien mit Labortieren zu klinischen Studien mit Menschen zu beschleunigen, entwickelten die Forscher von 3D Bio eine Methode zur skalierbaren Herstellung von 3D-Sphäroiden in den Mengen, die notwendig sind, um die spezifische Aktivität pharmakologischer Moleküle im Körper infizierter Patienten genau zu bestimmen.

Anamnesebogen bei Verdacht auf Covid-19

[Do 25.06.2020, 14:50] Die medizinische Dokumentation der Verdachtsabklärung auf Covid-19 soll erleichtert werden. Dafür hat die Sektion „Notaufnahmeprotokoll“ der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) nun einen passenden Anamnesebogen entwickelt. „Unser Ziel ist, die Dokumentation in allen Sektoren des Gesundheitswesens passend in den Arbeitsablauf zu integrieren. Das gilt auch für temporäre Einrichtungen wie Fieberambulanzen“, sagt Projektinitiator Markus Baacke , Mitglied der Sektion und Notfallmediziner am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier. Der nun vorgelegte Anamnesebogen dient vor allem der Informationsübermittlung an weiterbehandelnde Ärzte im ambulanten und stationären Sektor, um dort eine erneute Covid-19-spezifische Anamneseerhebung unnötig zu machen.

Zudem dient der neue Anamnesebogen einer gesteuerten Aufzeichnung der eigenen Tätigkeit, um die getroffenen Schritte transparent darzustellen. Dieses Modul ist auf die spezifischen Anforderungen eines Szenarios vorbereitet, bei dem eine große Anzahl an Patienten in Praxen, Fieberambulanzen und Notaufnahmen bei Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung untersucht und dokumentiert werden soll. Das Szenario berücksichtigt zudem, dass möglicherweise ein größerer Anteil der eingesetzten Mitarbeiter in der Erstbehandlung respiratorisch erkrankter Patienten ungeübt sein kann.

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