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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik FDA Notfallzulassung für Antikörpertest / Beatmungsgerät für zwei Patienten

| Redakteur: Marc Platthaus

Siemens Healthineers gab bekannt, dass es die FDA Notfallzulassung für den SARS-CoV-2 IgG (COV2G) Antikörpertest erhalten hat. Derweil arbeitet das Institute for Manufacturing of Cambridge (IfM) gemeinsam mit dem NHS Papworth Hospital in Cambridge an einer Methode, um den Luftstrom eines Beatmungsgerätes so aufzuteilen, dass zwei Covid-19 Patienten gleichzeitig von einem Beatmungsgerät versorgt werden können.

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Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )
  • FDA Notfallzulassung für Antikörpertest
  • Beatmungsgerät für zwei Patienten
  • Arburg trotzt Corona
  • App für Beatmungsgeräte
  • Gesichtsmaske: 3-lagige Filtration für Schutz und Zuverlässigkeit
  • Nachbesserung der Corona-Warn-App
  • Dankesschreiben an AMS
  • Fakuma findet nicht statt

FDA Notfallzulassung für Antikörpertest

[Mi 05.08.2020, 14:10] Siemens Healthineers gab bekannt, dass es die FDA Notfallzulassung für den SARS-CoV-2 IgG (COV2G) Antikörpertest erhalten hat. Dies ist der erste Antikörpertest, der die Zulassung für einem semiquantitativen Nachweis erhalten hat. Zudem ist es der nunmehr fünfte EUA-zugelassene Antikörpertest des Unternehmens, der eine Empfindlichkeit und Spezifität von mehr als 99 Prozent ausweist. Der COV2G-Antikörpertest bietet sowohl ein qualitatives Ergebnis, ausgedrückt als positives bzw. negatives Ergebnis für IgG-Antikörper, als auch ein numerisches Ergebnis, ausgedrückt als Indexwert. Der Test ist bereits CE-zertifiziert und ist nun weltweit verfügbar.

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Beatmungsgerät für zwei Patienten

[Di 04.08.2020, 15:37] Das Institute for Manufacturing of Cambridge (IfM), ein Teil der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Cambridge, arbeitet gemeinsam mit dem NHS Papworth Hospital in Cambridge an einer Methode, um den Luftstrom eines Beatmungsgerätes so aufzuteilen, dass zwei Covid-19 Patienten gleichzeitig von einem Beatmungsgerät versorgt werden können. Mit einem solchen Gerät könnten die Kapazitäten zur sicheren Beatmung von Patienten kurzfristig verdoppelt werden. Eine Anforderung der Mediziner war es, den Luftstrom zu jedem Patienten individuell messen und steuern zu können. So soll sichergestellt werden, dass eine Verschlechterung oder Verbesserung der Atmung bei einem Patienten keine Auswirkungen auf die Luftzufuhr oder die Überwachung des anderen Patienten hat. Dazu entwickelte das IfM ein Auslesemessgerät, das die Echtzeit-Messung des Tidalvolumens für jeden Patienten sowie die Überwachung des Gesamtdrucks und des Luftstroms im Gerät ermöglicht. Um den Luftstrom für jeden Patienten individuell feinabstimmen zu können, werden Ventile benötigt, die zum einen eine exakte Dosierbarkeit des Luft-Sauerstoffgemischs gewährleisten und die zum anderen leicht zugänglich sein sollten. Zur Lösung dieser beiden Herausforderungen arbeiten die Wissenschaftler gemeinsam mit den Spezialisten des Ventilherstellers Gemü zusammen. Mehr dazu hier.

Arburg trotzt Corona

[Di 04.08.2020, 09:04] Der Loßburger Maschinenhersteller Arburg hat in der Corona-Krise früh mit großer Besonnenheit reagiert und agiert: zur Eindämmung der Pandemie fertigte das Unternehmen hochwertige Masken und Schutzbrillen. Aber auch für die Zukunft wird gesorgt: die Fertigung läuft kontinuierlich weiter und die Entwicklung innovativer Lösungen für das Spritzgießen, die industrielle additive Fertigung und den Fortschritt in der Digitalisierung werden vorangetrieben. Mehr dazu hier.

App für Beatmungsgeräte

[Fr 31.07.2020, 10:40] Festo und das Fraunhofer IPA wurden bei der Award Ceremony der Give a Breath-Challenge in München, einem Ideenwettbewerb der Munich Re und der Fraunhofer Gesellschaft zur Bekämpfung der Corona-Krise, für ihre entwickelte App „Virus Fighters Handbook“ ausgezeichnet.

Bei ihrem Projekt haben sich Festo und ein Team des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zusammengeschlossen und entwickelten mit Medizinern aus mehreren Kliniken ein Konzept für ein digitales Handbuch auf Basis einer bereits bestehenden App. Über die App erhalten registrierte Benutzer Informationen zu Benutzung und Wartung der neu entwickelten Beatmungsgeräte des Wettbewerbs sowie spezifisches Wissen zum Umgang mit Covid-19-Patienten. Festo stellte mit Smartenance eine vorhandene und stabile Plattform zur Verfügung, die nur mit minimalem Aufwand umprogrammiert werden musste. Die Software Smartenance dient normalerweise der Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen in der industriellen Produktion. Das Fraunhofer-Team, das auf die Entwicklung von didaktischem Material im Bereich Medizintechnik spezialisiert ist, lieferte die Schulungsinhalte. Das Virus Fighters Handbook soll Nutzern weltweit kostenlos zur Verfügung stehen, als App zum Download und als Webanwendung.

Gesichtsmaske: 3-lagige Filtration für Schutz und Zuverlässigkeit

[Do 30.07.2020, 16:02] Das Unternehmen Hengst entschied bereits zu Beginn der Corona-Pandemie sein über 60-jähriges Know-how in der Filtration zu nutzen, um einen hochwertigen Mund-Nasen-Schutz zu entwickeln und unter höchsten hygienischen Bedingungen in Deutschland zu produzieren. Die für die Filterwirkung entscheidende Mittellage ist bei den von Hengst angebotenen Masken aus einem sehr hochwertigen Material aus Polypropylen, dem sogenannten Meltblown Medium. Dadurch weist die Maske eine hohe Filterwirksamkeit für Bakterien (BFE) von ≥98 Prozent auf und zeichnet sich durch einen geringen Atemwiderstand aus. Die drei Filterlagen und Ohrbänder sind ultraschallverschweißt und dadurch kleberfrei.

Dies wurde bereits durch ein unabhängiges Prüfinstitut nach der Norm DIN EN 14683 für medizinische Gesichtsmasken getestet und bestätigt. Nach der Norm wurden verschiedene Leistungsanforderungen überprüft, um einen hohen Qualitätsstandard sicherzustellen. Hierbei wurden die Filterwirksamkeit für Bakterien (BFE), die Druckdifferenz zur Messung des Atemwiderstandes, die biologische Unbedenklichkeit sowie die mikrobiologische Reinheit überprüft. Auf Grundlage der Prüfungen wurde die Maske MNS 03 als Typ II nach DIN 14683 eingestuft. Die medizinische Gesichtsmaske wurde im Hengst Entwicklungszentrum in Münster entwickelt und wird auch dort in der Luftfilterfertigung unter strengen hygienischen Bedingungen produziert und garantiert dadurch eine mikrobiologische Reinheit.

Nachbesserung der Corona-Warn-App

[Mi 29.07.2020, 14:47] 16,2 Mio. Downloads kann die Corona-Warn-App mittlerweile verzeichnen. Doch nicht auf allen Mobiltelefonen lief die Anwendung der App ohne Einschränkungen. Diese Probleme sollen nun behoben sein. Die App hat zwar die automatisch generierten Codes zwischen den Endgeräten ausgetauscht, aber der Austausch der Schlüssel von positiv getesteten Nutzern funktionierte bei einigen Nutzern nicht zuverlässig. Eigentlich soll der Austausch immer automatisch im Hintergrund laufen, doch bei einigen Geräten klappte dies nur, wenn die App einmal geöffnet wurde. Diese Manko soll nun ausgermerzt sein. Wie die Bundesregierung bekannt gibt, habe das Entwicklerteam einen Weg gefunden, die Einschränkungen auf jenen Mobiltelefonen zu umgehen, die den automatischen Datenabgleich im Hintergrund blockiert hatten – sowohl für Android-Geräte als auch für iOS-Geräte: Nutzer von Android-Geräten können nun in den Einstellungen der App (Version 1.1.1) dafür sorgen, dass der Abgleich mit dem Server wieder automatisch im Hintergrund stattfindet. Nach dem App-Update unter iOS (Version: 1.1.2) gleicht die Corona-Warn-App die Schlüssel auch auf allen Apple-Geräten wieder automatisch ab. Um die Hintergrundaktualisierung für dieses Update vollständig zu aktivieren, sollen Nutzer die App aber einmal öffnen.

„Wie bei jeder neuen Entwicklung gibt es technische Herausforderungen“, kommentiert die Bundesregierung. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Entwicklung der Corona-Warn-App nicht mit dem Start abgeschlossen sei, „sondern ein Projekt, an dem wir täglich weiterarbeiten, um die App zu verbessern“.

Dankesschreiben an AMS

[Di 28.07.2020, 08:51] AMS, ein weltweiter Anbieter von Hochleistungssensorlösungen, erhielt ein Dankesschreiben von seinem langjährigen Kunden United Imaging Healthcare Co., Ltd für den herausragenden Beitrag zur Unterstützung von chinesischen Krankenhäusern bei der Diagnose von Atemwegserkrankungen bei einigen der ersten Covid-19 (SARS-CoV-2)-Patienten. Die CS-Scanner von United Imaging wurden von Krankenhäusern in China und zunehmend auch weltweit rasch benötigt. In dieser Zeit der anhaltenden Gesundheitskrise in einer Reihe von Ländern liefert AMS seine CT-Detektortechnologie an United Imaging. Beide Unternehmen stellten gemeinsam ihre soziale Verantwortung als Unternehmen unter Beweis, indem sie die Untersuchungen in Krankenhäusern an vorderster Front bei der Bekämpfung von Covid-19 (SARS-CoV-2) in China und dem Rest der Welt unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung. United Imaging entwickelt und produziert fortschrittliche medizinische Produkte, digitale Gesundheitslösungen und intelligente Lösungen, die den gesamten Prozess der Bildgebung, Diagnose und Behandlung abdecken.

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