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Forschungsförderung

Medizintechnikforschung zu 3D-Bildgebung erhält Förderung

| Autor/ Redakteur: Kathrin Schäfer / Stéphane Itasse

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat einen Förderantrag mehrerer Akteure aus dem Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg bewilligt. Er betrifft die „Umsetzung von Marketingmaßnahmen im Technologiefeld Medizintech-nik“ und soll den beteiligten Start-ups helfen, an der weltweiten Spitzenforschung in Sachen 3D-Bildgebung teilzuhaben.

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3D-Bildgebung im Fokus - Akteure aus dem Medical Valley EMN werden in einer Themenkampagne vom Bundesforschungsministerium gefördert
3D-Bildgebung im Fokus - Akteure aus dem Medical Valley EMN werden in einer Themenkampagne vom Bundesforschungsministerium gefördert
(Bild: ZiMT)

Der thematische Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Weiterentwicklung von bildgebenden Verfahren. Die Unternehmen Metrilus und Explius sind spezialisierte Dienstleister für die 3D-Datenverarbeitung und wirken mit einem Eigenanteil von 50 Prozent bei dem Vorhaben mit. Die Metrilus GmbH ist eine Ausgründung des Lehrstuhls für Mustererkennung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und entwickelt Spezialanwendungen für sogenannte Time-of-Flight-Kameras. Diese relativ junge 3D-Kameratechnologie ermöglicht es, 3D-Daten in Echtzeit aufzunehmen. Für die Medizintechnik könnte dieses Verfahren langfristig zu einem Erfolgsfaktor werden, zum Beispiel wenn Aufnahmen vom schlagenden Herzen gemacht werden müssen. Diese waren bisher durch die Zeitverzögerung in den Aufnahmen unscharf und verzerrt.

Auch das junge Unternehmen Explius GmbH hat sich der Forschung in der Bildgebenden Diagnostik verschrieben. Die Medizinprodukte im Bereich der Orthopädie sowie der Planung von rekonstruktiven chirurgischen Eingriffen basieren auf einer eigens entwickelten Software, die qualitativ minderwertige 3D-Aufnahmen zu einem einzelnen hochwertigen dreidimensionalen Modell zusammenführen. Damit ist es möglich, in vielen Anwendungsbereichen kostengünstige und leichte 3D-Kameras einzusetzen.

Internationaler Wissensaustausch

Die Antragssteller - das Zentralinstitut für Medizintechnik (ZiMT), die Metrilus GmbH und die Explius GmbH - wollen mit ihrem Vorhaben dazu beitragen, das Exzellenzzentrum für Medizintechnik, das seit Anfang 2010 vom BMBF gefördert wird, international bekannt zu machen. Dabei bauen sie auf starke Partnerschaften in Übersee: Delegationen, gemeinsame Workshops und regelmäßiger Austausch mit renom-mierten Einrichtungen in den USA, China und Südamerika sollen den Forschungs- und Wissenstransfer fördern. Der Spitzencluster Medizintechnik begleitet mit seinem Gründerzentrum Medical Valley Center in der Region das Vorhaben inhaltlich und strategisch, indem es vorhandene Netzwerke und Kontakte zur Verfügung stellt: „Forschung lebt von gegenseitiger Befruchtung, internationalem Austausch und permanenter Erneuerung. Die Antragsbewilligung ist ein wichtiger Beitrag, um den Spitzencluster Medizintechnik und seine Kompetenzen international zu positionieren“, so Dr. Anja Forster vom Clustermanagement Medical Valley EMN e. V.

Kontakt:

Medical Valley EMN e. V.

D-91052 Erlangen

www.medical-valley-emn.de

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