Compamed 2019

Medizintechnik trotzt schwächeren Konjunkturprognosen

| Redakteur: Alexander Stark

Der Anmeldeverlauf zur Compamed 2019 in Düsseldorf unterstreicht ihren Stellenwert als international führende Markt- und Informationsplattform für die Zulieferer der Medizintechnik-Industrie. Parallel zur weltgrößten Medizinmesse Medica werden vom 18. bis 21. November die beiden Hallen der Compamed 2019 erneut komplett ausgelastet sein. Gut 800 Aussteller aus fast 40 Nationen zeigen Präsenz, um ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen.

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Mit 800 Ausstellern werden die beiden Messehallen der Compamed vom 18. bis 21. November 2019 voll ausgelastet sein.
Mit 800 Ausstellern werden die beiden Messehallen der Compamed vom 18. bis 21. November 2019 voll ausgelastet sein.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)
  • Gesamte Supply-Chain der Medizintechnik ist auf der Messe vertreten
  • Mikrotechnik bildet erneut einen Schwerpunkt in Halle 8a
  • Compamed Suppliers Forum widmet sich Trendthemen der gesamten Prozesskette

Während global betrachtet sowie in den meisten Ländern Europas Konjunkturprognosen eher von einem allgemein sich abschwächenden Wirtschaftswachstum ausgehen, zeigt sich der Markt für Medizintechnik und Medizinprodukte unverändert robust und wachstumsorientiert. Die deutschen Medizintechnikunternehmen haben zuletzt erstmals einen Jahresumsatz von insgesamt mehr als 30 Milliarden Euro erzielt bei einer jährlichen Wachstumsrate von fünf Prozent. Davon profitieren auch die Zulieferer. Doch trotz der positiven Ausgangslage gilt es für die Branche zahlreiche Herausforderungen zu meistern.

Wolfram Diener, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, nennt zunehmende Handelsbeschränkungen, aufwändige Zulassungsprozedere, erhöhter Margendruck oder den Brexit als Herausforderungen, denen sich die Branche durch eine Bündelung der Kräfte stellen müsse. Gefragt seien vor allem eine Ausrichtung an Zukunftsthemen sowie eine enge Zusammenarbeit von Zulieferern, Medizintechnik-Anbietern und Anwendern. „Compamed und Medica bieten deshalb in ihrer weltweit einzigartigen Kombination eine ideale Plattform, um Partnerschaften zu schmieden und gemeinsames Business zu entwickeln“, unterstreicht Wolfram Diener wesentliche Gründe für die gute Buchungssituation.

Know-how und Kompetenz in jeder Größenordnung

Unter den angemeldeten Ausstellern sind gleichermaßen kleine, mittelständische Unternehmen oder namhafte Großkonzerne wie Covestro, Evonik, Mitsubishi Chemical oder Panasonic zu finden. Die Messen bieten daher eine Plattform, um mit allen wesentlichen Akteuren der Medizintechnik und vielen Entscheidern entlang der gesamten Wertschöpfungskette in direkten Kontakt zu treten.

Erneut stark vertreten sein werden Aussteller aus dem Bereich der Mikrotechnik. Laut einer aktuellen Branchenumfrage des Fachverbandes für Mikrotechnik (IVAM) engagieren sich mehr als die Hälfte der europäischen Mikrotechnik-Unternehmen im Markt für Medizintechnik und in der Gesundheitswirtschaft. Jedes fünfte Unternehmen sieht darin sogar den wichtigsten Zielmarkt. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass der Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ des IVAM Fachverband für Mikrotechnik in Halle 8a mit 700 Quadratmetern und gut 50 Beteiligungen den größten Gemeinschaftsstand bei der Compamed repräsentiert. Hier geht es um Innovationen der Schlüsseltechnologien Mikrotechnik, Nanotechnik, Photonik und neue Materialien.

Der Bereich der Mikrotechnik profitiert vor allem von den Trends Miniaturisierung und Digitalisierung. Medizintechnische Geräte, Instrumente und Produkte werden immer kompakter und leichter in der Anwendung – bei hoher Leistungsfähigkeit samt datentechnischer Vernetzungsoption. Medizintechnik-Anbieter benötigen dementsprechend von ihren Zulieferern Hightech-Komponenten im Kleinstformat, wie etwa Aktuatoren, Chips, Kameras, Sensoren, Funkmodule oder auch passende Akkus sowie Datenspeicher. Anwendungsbeispiele hierfür sind u. a. Mikro-Endoskope, Lab-on-a-Chip-Applikationen für die Schnelldiagnostik oder die verschiedensten Implantate.

Vielfältiges Angebot und attraktives Rahmenprogramm

Schwerpunkte des Angebots der Compamed 2019 in den Hallen 8a + 8b des Düsseldorfer Messegeländes sind: Komponenten für Medizintechnik (u.a. Elektronik, Bauteile, Schläuche, Filter, Pumpen, Ventile), Materialien/ Werkstoffe, Mikro- und Nanotechnologie, Auftragsfertigung „Electronic Manufacturing Services“ (EMS), komplexe Herstellungs- und Ausrüstungspartnerschaften (z.B. OEM – Original Equipment Manufacturer) sowie Verpackungen und Dienstleistungen.

Knowhow auf den Punkt bietet auch das Rahmenprogramm. Beim Compamed Suppliers Forum der Fachzeitschrift Devicemed (Halle 8b) geht es um Trendthemen der gesamten Prozesskette der medizintechnischen Fertigung. Mechanische und elektronische Komponenten sind ebenso Gegenstand der Expertenvorträge wie innovative Werkstoffe und alle Arten der Auftragsfertigung.

Das Compamed High-Tech Forum (Halle 8a) des IVAM Fachverbandes für Mikrotechnik legt den Fokus auf Mikrosystemtechnik, Nanotechnologien sowie Produktionstechnik und Prozesssteuerung.

Zielgruppen der Medizintechnik-Messe sind vorrangig Technische Einkäufer, Spezialisten aus den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Verpackung, Produktionsleiter, Konstrukteure oder etwa auch Verfahrensingenieure an. Von den insgesamt gut 120.000 Fachbesuchern der Medica und Compamed im Vorjahr interessierten sich fast 20.000 speziell für die Themen der Compamed.

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