Maxon Motor

Medizintechnik ist größter Wachstumsmotor

| Redakteur: Stéphane Itasse

Jürgen Mayer (Verwaltungsratspräsident), Dr. Karl-Walter Braun (Mehrheitsaktionär Maxon Motor AG) und CEO Eugen Elmiger (von links) halten das Unternehmen auf gutem Kurs.
Jürgen Mayer (Verwaltungsratspräsident), Dr. Karl-Walter Braun (Mehrheitsaktionär Maxon Motor AG) und CEO Eugen Elmiger (von links) halten das Unternehmen auf gutem Kurs. (Bild: Maxon Motor)

Trotz zurückhaltender Marktentwicklung, hohen Rohstoffpreisen und starkem Franken hat Maxon Motor den Umsatz im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um gute 6 Prozent auf 360,5 Mio. Schweizer Franken steigern können. Davon entfallen allein 45 Prozent auf die Medizintechnik.

„Wir haben in den vergangenen zehn Jahren den Umsatz verdoppelt“, erköärte Hauptaktionär Karl-Walter Braun jüngst auf der Jahrespressekonferenz. Nach wie vor mache jedoch der starke Franken dem Unternehmen zu schaffen.

Medizintechnik ist das umsatzstärkste Standbein

Braun erklärt weiter, die Medizintechnik sei mittlerweile mit einem Anteil von 45 Prozent das umsatzstärkste Standbein der Gruppe, gefolgt von der Industrieautomation und -technik mit etwa 25 Prozent. „Erfreulich entwickelten sich die Bereiche Industrial Automation sowie die Luft- und Raumfahrttechnik. Die Projektepipeline ist voll und vielversprechend“, so Braun. Ende 2012 hat das Unternehmen an seinen Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Ungarn und Südkorea 2.077 Mitarbeiter beschäftigt. Für das Geschäftsjahr 2013 geht Maxon aufgrund der schwierig einzuschätzenden Marktentwicklung von einem Umsatz im Rahmen des Vorjahres aus.

Regional sehr unterschiedliches Wachstum

Die Medizintechnik als treibende Kraft sowie Aerospace-Anwendungen haben deutlich zulegen können. Beim Umsatz nach Weltregionen verzeichnet Maxon starke regionale Unterschiede. Nordamerika sei weiter gewachsen, erklärt Braun. Auch in Europa konnte der Umsatz gesteigert werden, wobei sich der Norden stärker entwickelt habe als der unter der Schuldenkrise leidende Süden. Asien entwickelte sich insgesamt positiv, jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden, wie es heißt. Zu den Gewinnern gehören Südkorea, Indien und China. Der Heimatmarkt Schweiz zeige sich äußerst robust und lege dank Medizintechnik und industriellen Anwendungen weiter zu.

Motorkonfigurationen am Computer

„Fast jeden zehnten Franken aus unseren Umsatzerlösen stecken wir in die Entwicklung“, sagt Braun. Wichtigste und größte Aufgabe der beiden großen Entwicklungsstandorte Sachseln (CH) und Sexau (D) ist zuletzt die erfolgreiche Lancierung der nächsten Generation von DCX-Antrieben gewesen – eines völlig neuen Motoren- und Getriebeprogramms. Zu deren Herstellung hat Maxon neue, flexible Produktionseinrichtungen entwickelt und produziert.

„Komplett neu für uns und die gesamte Branche ist auch CTO (configure to order)“, so Braun. Am Computer können sich unsere Kunden einen Motor mit Getriebe und Encoder sowie Anschlusskabel aus einer Vielzahl von Möglichkeiten selbst zusammenbauen.“. Innerhalb von elf Tagen werde der Motor mit allen Dokumenten zugestellt. In jedem konfigurierten Schritt sehe der Kunde die Preisentwicklung der Änderung.

Kontakt:

Maxon Motor AG

D-6072 Sachseln

www.maxonmotor.de

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