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Medizintechnik bietet milliardenschweres Einsparpotenzial

Redakteur: Peter Reinhardt

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Im deutschen Gesundheitswesen steckt weiterhin ein milliardenschweres Einsparpotenzial, das durch die konsequente Nutzung moderner Medizintechnik ausgeschöpft werden könnte. Das unterstreicht die neue Ausgabe der Studienreihe »Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen« der Technischen Universität Berlin, der Unternehmer-Beratung Droege & Comp. sowie der Medizintechnik-Branchenverbände Spectaris und ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Kurz vor Beginn der weltgrößten Messen »Medica« und »Compamed« in Düsseldorf haben die Autoren bei der vierten Ausgabe der Studie allein anhand der Untersuchung von fünf Beispielen zur Prozessoptimierung in Krankenhäusern oder Arztpraxen eine Einsparpotenzial in Höhe von jährlich knapp 182 Millionen Euro ermittelt. Dazu kommen fünf weitere Beispiele medizintechnischer Produktinnovation, mit denen sich rund 720 Millionen Euro einsparen ließen. Zählt man die Ergebnisse der Vorgängerstudien aus den Jahren 2006-2009 hinzu, summiert sich der Einspareffekt auf mehrere Milliarden Euro.

»Die Einführung und der Einsatz moderner Medizintechnik verursachen natürlich erst einmal Investitionskosten für Krankenhäuser und Arztpraxen sowie Anwendungskosten, die von den Krankenkassen beglichen werden müssen. Die Studie widerlegt aber eindrucksvoll die Auffassung, moderne Medizintechnik sei ein Kostentreiber«, sagt Dr. Marcus Fuchs von Droege & Comp., einer der Autoren der Studie. Nach Auffassung von Spectaris könne sich das Gesundheitssystem weder mit Blick auf die Effizienz noch die Qualität der Gesundheitsversorgung leisten, auf die Innovationen der Medizintechnik zu verzichten.

Ebenfalls rechtzeitig zur »Medica« prognostiziert Spectaris ein zweistelliges Wachstum für 2010: Die deutsche Medizintechnik-Branche war von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr vergleichsweise gering betroffen. Nach leichten Umsatzrückgängen im Jahr 2009 rechnet der Branchenverband für das laufende Jahr wieder mit einem deutlichen Wachstum in Höhe von zehn Prozent. Und auch für das Jahr 2011 erwartet der Verband eine Fortsetzung des Marktwachstums.

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Spectaris Industrieverband D-10117 Berlin www.spectaris.de