Spectaris-Positionspapier

Medizinprodukte in Deutschland sind sicher

| Redakteur: Frauke Finus

„Es sind meistens Anwendungsfehler, wenn es zu Vorfällen mit Medizinprodukten kommt. Denn im Gegensatz zu Arzneimitteln sind Sicherheit und Funktionalität hier stärker von der korrekten Anwendung durch den Arzt abhängig,“ sagt Tobias Weiler, Geschäftsführer bei Spectaris.
„Es sind meistens Anwendungsfehler, wenn es zu Vorfällen mit Medizinprodukten kommt. Denn im Gegensatz zu Arzneimitteln sind Sicherheit und Funktionalität hier stärker von der korrekten Anwendung durch den Arzt abhängig,“ sagt Tobias Weiler, Geschäftsführer bei Spectaris. (Bild: Spectaris)

Immer wieder wird in der öffentlichen Diskussion die Sicherheit von Medizinprodukten thematisiert. Vor dem Hintergrund des Skandals um die mangelhaften Brustimplantate der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) wurde auch die Europäische Kommission auf das Thema aufmerksam.

Seitdem wird nun eine neue Verordnung über Medizinprodukte diskutiert, deren Ziel insbesondere eine Stärkung der Patientensicherheit sein soll.

Bewährtes Kontrollsystem und Haftungsverfahren

Der Branchenverband Spectaris weist in einem Positionspapier nochmals darauf hin, dass sich das bestehende System der CE-Kennzeichnung bewährt hat und die Sicherheit von Medizinprodukten gegeben ist. „Wichtig ist ein europaweit einheitlich hoher Qualitätsstandard der Benannten Stellen, die für die Zertifizierung beim Hersteller verantwortlich sind, um Betrugsfälle aufzudecken", sagt Tobias Weiler, Geschäftsführer bei Spectaris. Vorfälle, die Medizinprodukte betreffen, seien jedoch meist Anwendungsfehler. Im Gegensatz zu Arzneimitteln sind die Sicherheit und Funktionalität des Medizinproduktes wesentlich stärker von der korrekten Anwendung durch den Arzt abhängig.

Bestehende gesetzliche Regelungen sind ausreichend

In den Fokus der öffentlichen Diskussion ist auch die Haftung der Hersteller gerückt. Fest steht: Medizinproduktehersteller haften für Produkte, die Sicherheitsanforderungen nicht genügen und Fehler aufweisen. Tobias Weiler spricht sich dafür aus, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen völlig ausreichend sind. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft würde eine Pflichtversicherung, wie sie von den Krankenkassen immer wieder gefordert wird, den Versicherungsschutz unnötig verteuern und Schäden durch kriminelle Machenschaften, wie im oben genannten Fall, seien ohnehin nicht versichert.

Kontakt:

Spectaris. Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V.

D-10117 Berlin

www.spectaris.de

Kommentare werden geladen....

Diesen Artikel kommentieren

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

DER COMMUNITY-NEWSLETTER Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42273005 / Regulatory Affairs)