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Forschungsförderung Medical Valley EMN erhält Spitzenclusterförderung bis 2015

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Das Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) erhält bis 2015 weiter die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Seit der Ernennung zum nationalen Spitzencluster für Medizintechnik werden bis zum Jahr 2015 über 40 strategische Projekte in der Region mit einer Summe von 40 Millionen Euro gefördert.

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„Wir können dem demografischen Wandel nur begegnen, wenn wir die Gesundheitsversorgung dauerhaft verbessern und die Gesundheitssysteme gleichzeitig finanzierbar halten. Dazu brauchen wir Produkte und Lösungen in der Medizintechnik“, Prof.Jürgen Schüttler, stellvertretender Geschäftsführender Vorstand des Medical Valley EMN
„Wir können dem demografischen Wandel nur begegnen, wenn wir die Gesundheitsversorgung dauerhaft verbessern und die Gesundheitssysteme gleichzeitig finanzierbar halten. Dazu brauchen wir Produkte und Lösungen in der Medizintechnik“, Prof.Jürgen Schüttler, stellvertretender Geschäftsführender Vorstand des Medical Valley EMN
(Bild: Medical Valley EMN e. V.)

Zusätzlich werden die Fördermittel mit mindestens 50 Prozent durch industrielle Partner kofinanziert, sodass im Förderzeitraum innovative Medizintechnik-Projekte mit einem Gesamtprojektvolumen von über 80 Millionen Euro in der Region umgesetzt werden. Die Forschungsprojekte orientieren sich dabei an medizinischen Bereichen, in denen aufgrund der hohen Patientenzahlen bereits heute ein besonderer Handlungsbedarf besteht.

Mit neuen Ansätzen jährlich 7,5 Milliarden Euro sparen

Eine erste gesundheitsökonomische Abschätzung ausgewählter Projekte verdeutlicht, dass die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsansätze des Spitzenclusters die Gesund-heitsausgaben um insgesamt mehr als 7,5 Milliarden Euro pro Jahr alleine in Deutschland verringern können. Gleichzeitig sorgen die Innovationen aus dem Medical Valley EMN dafür, dass trotz Kostenersparnis die gewohnte Qualität der Gesundheitsversorgung erhalten bleibt oder sogar verbessert wird. Die in den Projekten entwickelten Technologien helfen beispielsweise, die Verweildauer im Krankenhaus zu verkürzen oder die Wiedereinweisungsrate zu senken. Außerdem soll eine möglichst frühe Erkennung von Krankheiten zielgerichtetere Therapien ermöglichen und Medikationsfehler vermeiden.

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Medizinische Versorgung bezahlbar machen

Die Clusterpartner wollen den Herausforderungen des demografischen Wandels mit in-novativer Medizintechnik begegnen. Ziel ist es, nur solche Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu entwickeln, die einen Beitrag dazu leisten, die Effektivität und Effizi-enz der Gesundheitsversorgung deutlich zu steigern. Dabei stehen auch die Wirtschaft-lichkeit und Bezahlbarkeit moderner medizinischer Versorgung im Fokus.

Hierzu erklärt Prof. Dr. Dr. Jürgen Schüttler, stellvertretender Geschäftsführender Vor-stand des Medical Valley EMN und Leiter der Anästhesiologischen Klinik am Universi-tätsklinikum Erlangen: „Wir können dem demografischen Wandel nur begegnen, wenn wir die Gesundheitsversorgung dauerhaft und nachweislich verbessern und die Gesund-heitssysteme weltweit gleichzeitig finanzierbar halten. Dazu brauchen wir innovative Produkte und Lösungen in der Medizintechnik“. Und Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Ge-schäftsführender Vorstand des Medical Valley EMN, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass sich unser bisheriges Engagement auszahlt. Gleichzeitig zeigt uns dieser wichtige Meilenstein, dass wir mit unserem Vorhaben auf dem richtigen Weg sind.“

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