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Messe Düsseldorf Medica und Compamed mit neuen Lauftagen

Redakteur: Peter Reinhardt

Mit einer Änderung gehen vom 16. bis 19. November in Düsseldorf die weltgrößte Medizinmesse Medica und die Zuliefererfachmesse Compamed an den Start. Beide Veranstaltungen laufen ab diesem Jahr über volle vier Tage parallel – und zwar an den neuen Wochentagen Montag bis Donnerstag.

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(Bild: Tillmann/Messe Düsseldorf)

Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, erklärt: „Die Konzentration auf die normalen Wochenarbeitstage – statt wie bisher Mittwoch bis Samstag – ermöglicht eine noch bessere Verteilung des Fachpublikums über die komplette Laufzeit.“ Für die Compamed bedeutet das einen zusätzlichen Messetag, lief sie doch bisher nur von Mittwoch bis Freitag.

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Im November werden erneut gut 4.800 Aussteller aus 70 Nationen die Medica nutzen, um die ganze Bandbreite neuer Produkte, Dienstleistungen und Verfahren für die ambulante und stationäre Patientenversorgung vorzustellen. „Keine andere Veranstaltung weltweit bietet auch nur annähernd diese Fülle an Innovationen“, heißt es dazu vom Veranstalter.

Nach Hallen gegliedert sind dies die Medica-Schwerpunkte 2015: Elektromedizin/Medizintechnik, Labortechnik/Diagnostika, Physiotherapie/Orthopädietechnik, Bedarfs-/Verbrauchsartikel, Informations-/Kommunikationstechnik, Medizinmobiliar/Raumeinrichtung für Kliniken und Praxen.

Wanka und Gröhe kommen

Parallel dazu stellen auf der Compamed in den Hallen 8a und 8b mit 775 Ausstellern so viele Ausrüster, Dienstleister und Zulieferer wie nie zuvor technologische Lösungen und Services für die Medizintechnikindustrie vor. Gemeinsam präsentiert das Messe-Duo aus Medica und Compamed eine Neuheitenvielfalt, die sich auch Bundesbildungs- und Forschungsministerin Prof. Johanna Wanka und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nicht entgehen lassen, die beide aktiv ins Programm eingebunden sind.

So wird Wanka am Eröffnungstag das Forum Health IT in Halle 15 nutzen, um das neue Förderkonzept der Bundesregierung für Medizininformatik erstmals einer breiten Fachöffentlichkeit vorzustellen. Ziel der Förderung ist, die Patientenversorgung und die Forschungsmöglichkeiten durch innovative IT-Systeme zu verbessern und so dem Trendthema Telemedizin zusätzlichen Schwung zu verleihen.

Weitere Highlights in Bezug auf das Konferenzprogramm der Medica sind der 38. Deutsche Krankenhaustag als Leitveranstaltung für das Management deutscher Kliniken sowie die European Hospital Conference, die stets im Zwei-Jahres-Turnus als Treffpunkt der Top-Entscheider aus europäischen Kliniken deren fachlichen Austausch fördert. Top-Redner des Krankenhaustages ist zur Eröffnung Bundesgesundheitsminister Gröhe. Er wird im Anschluss auch an der Eröffnung des „Medica Econ Forums“ teilnehmen.

Der vernetzte Patient

Ungeachtet insgesamt hoher Innovationsorientierung sehen sich die Aussteller jedoch aktuell einem Markt im Umbruch konfrontiert. In den Kliniken werden Investitionsentscheidungen immer häufiger maßgeblich durch sogenannte Medical Boards getroffen, in denen neben Ärzten längst auch Kaufmänner gewichtig mitbestimmen. Neueste Geräte sind nur dann gefragt, wenn sie tatsächlich den für den Behandlungsprozess optimalen Nutzen für die Patienten bedeuten.

Überhaupt nehmen die Patienten eine immer aktivere Rolle ein. Was mit wenigen Mini-Programmen für Smartphones und Fitness-Armbändern begann, entwickelt sich zum Megatrend und wird die Behandlung künftig wesentlich prägen – zum Beispiel nach einem stationären Aufenthalt zuhause. Immer mehr medizinisch relevante Körperdaten können sprichwörtlich im Handumdrehen erfasst, verarbeitet und übermittelt werden. Die Zahl medizinischer Apps nimmt quasi täglich zu, Experten gehen aktuell von gut 55.000 solcher Mini-Programme aus.

Diesen und andere Trends greifen die Medizintechnikanbieter auf. Sie werden eine Fülle an Neuheiten zur unkomplizierten Erfassung und Weiterverarbeitung verschiedenster Körperdaten auf der Medica präsentieren – als Anwendung für behandelnde Ärzte oder aber von vornherein ausgelegt als Vitalcheck in der Hand der Patienten. Zusammen belegen Medica und Compamed wieder sämtliche 19 Hallen des Düsseldorfer Messegeländes.

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