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Karl Küfner Maßgeschneiderte Filtersiebe

Autor / Redakteur: Autor | Rolf Bronner / M.A. Frauke Finus

Zum Schutz seiner Aggregate und seiner Umgebung vor Verunreinigung benötigt jedes medizinische Gerät mit Flüssigkeitskreislauf Filtersiebe. Aber statt die eingesetzten Filtersiebe an die jeweilige Anwendung anzupassen, werden häufig für Medizinprodukte ungeeignete Filterarten eingesetzt. Das kann zu kostenintensiven Funktionsstörungen und Hygieneproblemen führen.

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Individuelle Filtersiebe: Durch die innovative Geometrie des V-Filters entsteht kaum Druckverlust im Flüssigkeitskreislauf.
Individuelle Filtersiebe: Durch die innovative Geometrie des V-Filters entsteht kaum Druckverlust im Flüssigkeitskreislauf.
(Bild: Küfner)

Mit Hilfe speziell auf die jeweilige Anwendung hin ausgelegter Filter können Funktionsstörungen und Hygieneprobleme in Medizinprodukten vermieden werden. Dafür lassen sich die in der Medizintechnik eingesetzten Filter in zwei Arten unterscheiden.

Gezielte Filterauswahl steigert die Wirtschaftlichkeit

Feinfilter mit Membran werden beispielsweise in der Beatmung verwendet und halten zum Beispiel Bakterien zurück. Oberflächenfilter, sogenannte Filtersiebe, halten einerseits Verschmutzungen von medizinischen Geräten fern und verhindern andererseits die Kontaminierung medizinisch genutzter Räume. In der Praxis lässt sich beobachten, dass in anspruchsvollen Anwendungsbereichen häufig ungeeignete Filter eingesetzt werden, die ihre Funktion nur unzureichend erfüllen und hinsichtlich der erforderlichen Hygienestandards bedenklich sind. Um medizintechnische Anwendungen und Geräte wirtschaftlich und sicher betreiben zu können sollten Filtersiebe jedoch unbedingt individuell auf die jeweilige Anforderung zugeschnitten werden. Die Auswahl des passenden Filtersiebs hängt dabei vor allem vom zu filtrierenden Medium, von der Durchflussgeschwindigkeit und von der Art und Größe der herauszufilternden Partikel ab. Dazu nachfolgend zwei Beispiele.

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Bei der Augmentation wird Knochenmaterial gewonnen und durch Absaugung gesammelt. Blut und Knochenmaterial werden anschließend mit Hilfe eines Filtersiebs voneinander getrennt. Hierzu wird in der Regel ein Filtersieb aus Edelstahl verwendet, welches vor der erneuten Verwendung aufwändig aufbereitet werden muss. Das erweist sich jedoch als relativ kostenintensiv. Eine wirtschaftlichere Alternative wäre der Einsatz eines mehrfach verwendbaren Filtersiebs. Für den reibungslosen Betrieb aller mit Pumpen ausgestatteten Medizingeräte müssen deren Aggregate geschützt werden. Mittels geeigneter Filtersiebe können Verunreinigungen aufgefangen und aus dem Kreislauf entfernt werden. Kostenintensive Störungen im Betrieb der Pumpen werden dadurch ebenso vermieden wie eine Kontaminierung der Umgebung.

Bei der Neuentwicklung einer medizintechnischen Anwendung ist zu empfehlen, schon vor der endgültigen Festlegung des Gerätedesigns ein Konzept zur Integration eines Filtersiebs zu erstellen. Dieses sollte so in die Gerätekonfiguration integriert werden, dass ein Filterwechsel vom Krankenhauspersonal einfach, schnell und hygienisch vorgenommen werden kann. Der Wechsel sollte direkt am Einsatzort erfolgen können, ohne das Gerät aufschrauben zu müssen.

Wartung und Dokumentation gemäß MPG

Durch einen Filterspezialisten kann zudem geprüft werden, inwiefern die Nachrüstung eines Medizingerätes mit einem passenden Filtersystem unter Berücksichtigung der gegebenen Bauraumsituation möglich ist. Dabei kann die nachträgliche Ergänzung eines anwendungsspezifischen Filtersiebs innerhalb einer bestehenden Gerätekonfiguration häufig Probleme hinsichtlich Betrieb und Wartung lösen. Laut Medizinproduktegesetz (MPG) muss jedes Gerät in seinem Gerätehauptbuch die Wartungsintervalle der eingesetzten Filter definieren und dokumentieren, um den Schutz des Anwenders und der Patienten zu gewährleisten. Die Karl Küfner KG entwickelt derzeit einen Filter, der eine Standzeitanzeige bietet und zudem Informationen über Funktionsfähigkeit und Einsatzstunden liefert.

Für medizintechnische Anwendungen wird Küfner seine Filter zukünftig mit der RFID-Technologie ausstatten, um eine Rückverfolgbarkeit der durchzuführenden Hygienemaßnahmen gemäß Medizinproduktegesetz zu gewährleisten. Damit erreichen Hersteller und Betreiber von medizintechnischen Geräten zwei Ziele: Zum einen können sie eine ordnungsgemäße Wartung der Geräte im Schadensfall nachweisen, zum anderen stellt die RFID-Technologie sicher, dass nur ein auf die Gerätekonfiguration abgestimmter Filter eingesetzt wird, der zuverlässigen und sicheren Betrieb gewährleistet. Zusätzlich sind die jeweiligen Systemkomponenten damit gegen unerlaubten Nachbau (Plagiate) geschützt.

Kontakt:

Karl Küfner KG

D-72461 Albstadt

www.kuefner.com

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