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Außenwirtschaft

Marktchancen für Medizintechnik in China

| Redakteur: Kathrin Schäfer

China ist der wichtigste Absatzmarkt in Asien für Hersteller von Medizintechnik sowie von Analysen-, Bio- und Labortechnik. Mit einer alternden Bevölkerung und gestiegenen Standards bei der medizinischen Versorgung wird er auch weiter an Bedeutung gewinnen.

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China ist vor allem bekannt für seine traditionelle Medizin. Doch China ist aktuell auch der wichtigste Absatzmarkt in Asien für Hersteller von Medizintechnik sowie von Analysen-, Bio- und Labortechnik.
China ist vor allem bekannt für seine traditionelle Medizin. Doch China ist aktuell auch der wichtigste Absatzmarkt in Asien für Hersteller von Medizintechnik sowie von Analysen-, Bio- und Labortechnik.
(Bild: Fotolia/Fuyi)

Das Gesundheitssystem in China ist in den vergangenen Jahren um jährlich 24 Prozent gewachsen; 80 Prozent der Ausschreibungen kommen aus dem Gesundheitsbereich. Seit 2008 ist die Bevölkerung Chinas flächendeckend mit einer Krankenversicherung versorgt. Es besteht ein hoher Bedarf an Pflegeheimen. Zudem sind rund 2.000 Krankenhäuser geplant, die für ausländische Investoren zugänglich sind.

2011 wies China 27 Prozent Importzuwächse im Bereich der Medizintechnik aus, für 2012 dürften sie auf 10 bis 12 Prozent sinken. Spitzenreiter sind die USA, danach Deutschland und Japan.

Welche Herausforderungen erwarten Unternehmen in China?

Neben den Chancen, die China für die Unternehmen bietet, gibt es einige Herausforderungen. Die Frage der Zulassung von ausländischen Geräten ist nach wie vor schwierig und intransparent. Sorgen bereitet den Unternehmen das hohe Aufkommen an Plagiaten und auch die Produktanpassung ist für einige Firmen eine Herausforderung. Das Thema Personal ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg – und nicht einfach zu bewerkstelligen. Dieses Thema wird auch auf dem dem diesjährigen Außenwirtschaftstag des Hightech-Branchenverband Spectaris, der German Healthcare Export Group (GHE) und des Auswärtigen Amts am 25. Juni in Berlin diskutiert.

Der Markt China ist mit insgesamt 34 Provinzen komplex. „Hersteller sollten ihre Produkte landesspezifisch anpassen und mit vereinfachtem, bedarfsgerechtem Design ausstatten“, rät Tobias Weiler, Geschäftsführer bei Spectaris. „Unverzichtbar sind lokale Netzwerke vor Ort und eine hohe Service-Orientierung.“

Chinesische Fachmessen bieten Chancen zum Markteintritt

Deutsche Unternehmen können diese Netzwerke beispielsweise gut über Messeteilnahmen pflegen. Sie sind ein ideales Instrument zur Marktbeobachtung und -bearbeitung, da sich hier Trends gut ablesen lassen, und neue Kunden sowie Businesspartner gewonnen werden können. Vor allem zwei Messen stehen dabei für deutsche Unternehmen in China hoch im Kurs: Die halbjährlich stattfindende China Medical Equipment Fair (CMEF) in Shenzhen bietet im Rahmen des Auslandsmesseprogramms Ausstellungsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen unter dem Dach eines German Pavillons. Auf der China Med, die jüngst vom 28. bis 30. März in Peking stattfand, präsentierten sich elf Aussteller im Rahmen eines von Spectaris organisierten deutschen Pavillons. Die Messe erzielte mit rund 500 Ausstellern eine gute Resonanz. Die deutschen Aussteller bewerteten auch die Qualität der Besucher als zufriedenstellend und sehen gute Chancen, weiterhin Erfolge im Bereich Medizintechnik in China erzielen zu können.

Informationen zum Außenwirtschaftstag

Kontakt:

Spectaris Industrieverband

D-10117 Berlin

www.spectaris.de

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