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Griechenland Markt für Medizinprodukte verzeichnet Abschwung von 50 Prozent

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Einen Abschwung von in der Summe beinahe 50 Prozent verzeichnet der Markt für Technologieprodukte im Medizinbereich in den letzten zwei Jahren in Griechenland. Zudem hat die Verminderung des Verkaufswerts nach Angaben der Icap Group in 2010 23,5 Prozent erreicht. Ein ähnliches Ergebnis wird für 2011 erwartet.

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Rückblick auf bessere Zeiten: Vom drastische Abbau öffentlicher Ausgaben ist auch die griechische Gesundheitswirtschaft betroffen. Das Land importiert den Großteil seiner Medizinprodukte aus dem Ausland - auch deutsche Exporteure dürften das zu spüren bekommen
Rückblick auf bessere Zeiten: Vom drastische Abbau öffentlicher Ausgaben ist auch die griechische Gesundheitswirtschaft betroffen. Das Land importiert den Großteil seiner Medizinprodukte aus dem Ausland - auch deutsche Exporteure dürften das zu spüren bekommen
(Bild: Fotolia/starush)

Dieser Rückgang wirkt noch eindrücklicher, wenn man ihn mit dem starken Wachstum der 15 Jahre von 1995 bis 2009 vergleicht: In dieser Zeit lag der durchschnittliche jährliche Anstieg bei 12,3 Prozent. Als Hauptgrund für die aktuelle Entwicklung gilt der drastische Abbau öffentlicher Ausgaben, in Verbindung mit einer Reihe anderer Faktoren, darunter eine starke Wettbewerbssituation, die Preisverringerung zahlreicher Produkte sowie die Einrichtung einer Preisaufsicht.

Durchschnittlicher Zahlungseingang bei 423 Tagen

Die Branche für medizinische Technologieprodukte umfasst eine große Produktpalette - von Einwegprodukten wie Verbänden oder Kompressen bis hin zu teuren technologisch und hoch entwickelten Apparaten wie Ultraschall und Computertomographie. Der öffentliche Sektor benötigt traditionell den größeren Teil dieser Produkte, im Verhältnis zum Privatsektor liegt das Verhältnis etwa bei 70 zu 30. Zudem ist auch der öffentliche Sektor hauptverantwortlich dafür, dass bis zur Zahlung von Verpflichtungen durchschnittlich bis zu 423 Tage vergehen.

Die meisten Produkte kommen aus dem Ausland

Es lohne die Anmerkung, dass die Branche von Importunternehmen dominiert wird, welche eindeutig zahlreicher sind als inländische Herstellerfirmen, so die Außenwirtschaftsberatung Intzeidis. Die im Inland hergestellten Produkte sind vor allem Verbrauchswaren, während das größere Volumen und spezialisiertere Produkte aus dem Ausland kommen.

Abzahlung mit Schuldscheinen der griechischen Staatskasse

Auf Basis der Gruppenbilanz von 104 Unternehmen der Branche aus dem Jahr 2010 ist hinzuzufügen, dass deren Verkäufe im Vergleich zu 2009 um 18,4 Prozent gesunken sind, die Bruttogewinne um 19,1 Prozent. Das Betriebsergebnis sank im selben Zeitraum um 97,6 Prozent, die EBITDA-Gewinne um 39,4 Prozent. Die Gesamtaktiva erhöhten sich um 3,7 Prozent, vor allem dank der Abzahlung von Verpflichtungen der Krankenhäuser des griechischen Gesundheitswesens aus den Jahren 2007 bis 2009 mittels Schuldscheinen der griechischen Staatskasse.

Kontakt:

Intzeidis Consulting - Außenwirtschaftsberatung Griechenland

D-80797 München

www.intzeidis.de

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