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Mergers & Acquisitions in der Medizintechnik (Teil 2): M&A im 2. Halbjahr 2014

| Autor/ Redakteur: Autor | Dr. Christian Bridts / Peter Reinhardt

Gemeinsam mit Bridts Corporate Finance betrachtet Devicemed halbjährlich das M&A-Geschehen in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte mit Bezug zum deutschen Markt.

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Die Siemens AG baut nicht nur die Medizintechniksparte um, sondern auch die Konzernzentrale in München. Bis 2016 soll die Neugestaltung am Wittelsbacherplatz nach einem Konzept von Henning Larsen Architects umgesetzt werden.
Die Siemens AG baut nicht nur die Medizintechniksparte um, sondern auch die Konzernzentrale in München. Bis 2016 soll die Neugestaltung am Wittelsbacherplatz nach einem Konzept von Henning Larsen Architects umgesetzt werden.
( Bild: Siemens )

Unternehmensverkäufe und -käufe (Mergers & Acquisitions) zählen nicht zum unternehmerischen Alltag. Auf den ersten Blick stellen sie nur für die involvierten Unternehmen entscheidende Weichenstellungen dar, die mit Vorbereitung und Nachwehen mehrere Geschäftsjahre beeinflussen. Häufig beeinflussen sie durch ihre Auswirkungen aber auch die Struktur ganzer Branchensegmente und bringen damit auch für ursprünglich nicht beteiligte Unternehmen wesentliche Veränderungen. So ist der Blick auf das Transaktionsgeschehen stets auch Bestandteil der strategischen Umfeldanalyse. Nach einer ausgeprägteren Ruhephase zwischen März und September hat sich die Transaktionstätigkeit im erweiterten Medizintechnikumfeld im zweiten Halbjahr 2014 wieder deutlich belebt.

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Siemens baut um

Entscheidenden Anteil haben daran die massiven Umbauaktivitäten im Medizintechniksegment der Siemens AG. So verkaufte der traditionell zu den global führenden zählende Konzern in kurzer Folge das Mikrobiologiegeschäft und das Geschäft Health Care IT an US-amerikanische Wettbewerber sowie die Hörgerätesparte an Finanzinvestoren. Vor diesem Hintergrund scheint die Aussage von CEO Joe Käser, man wolle dem (verbleibenden) Medizintechnikgeschäft „mehr Handlungsspielraum geben“ eher zu bestätigen, dass auch diesem künftig keine zentrale strategische Rolle mehr zukommt.

Auffällig sind die zahlreichen M&A-Transaktionen in der Labordiagnostik, worunter der Erwerb von Sigma-Aldrich durch die Merck KGaA für 13,1 Mrd. Euro heraussticht. Im Bereich Pflaster/Wundversorgung fanden zuletzt gleich drei Transaktionen statt, in denen BSN, Freudenberg und Dievini Hopp als Erwerber auftraten. Deutlich belebt haben sich die Aktivitäten der Finanzinvestoren, die für eine ganze Reihe von Akquisitionen verantwortlich waren, darunter auch einige sogenannte Secondary Deals, also der Erwerb von anderen Finanzinvestoren. Hervorzuheben ist der erwähnte Erwerb von Siemens-SAT durch EQT.

Freundliche Kapitalmärkte

Derzeit deutet wenig darauf hin, dass die Anzahl der M&A-Transaktionen sinken wird. Die relevanten Kapitalmärkte zeigen sich insgesamt freundlich. Auch der Umbau der Konzernportfolien geht weiter, wie der von der Bayer AG geplante Verkauf ihrer Diabetes-Sparte zeigt.

Die wichtigsten Medizintechnik-M&A im zweiten Halbjahr 2014

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