Suchen

Gesponsert

Interview mit Dr. Andreas Alt, Sales Director Medical, Sensirion AG Lebenswichtige Daten: Sensoren für Beatmungsgeräte

Mit der Covid-19-Pandemie kommt den Herstellern von Beatmungsgeräten und den Zulieferern von Sensoren besondere Bedeutung zu. COMPAMED.de sprach mit Dr. Andreas Alt von der Sensirion AG über die Entwicklung eines neuen Sensors für Beatmungsgeräte sowie die Auswirkungen der Pandemie.

Gesponsert von

Dr. Andreas Alt
Dr. Andreas Alt
(Bild: FLORIAN BILGER FOTODESIGN)

Herr Dr. Alt, Sensirion hat eine neue Sensorlösung für Beatmungsgeräte vorgestellt. Was unter scheidet den neuen Sensor von seinem Vorgänger?

Andreas Alt: Das neue Modell ist noch mehr auf die inspiratorische Beatmungsanwendung zugeschnitten als die existierenden Sensoren. In Beatmungsgeräten gibt es verschiedene Luftflussmessungsmodi: die inspiratorische Messung, bei der im Gerät der Luftfluss zum Patienten gemessen wird, die exspiratorische Messung, bei der der Luftfluss vom Patienten gemessen wird und die proximale Messung, bei welcher der Hin- und Rückfluss gemessen werden. Für jeden dieser Modi gibt es spezielle Sensoren.

Den Sensor für die inspiratorische Messung konnten wir jetzt nochmals deutlich verbessern und noch stärker auf die Beatmungsanwendung von Patienten ausrichten. Das heißt, wir haben nun einen größeren Flussbereich in positiver Richtung, der uns trotzdem noch die Rückflussmessung und einen geringen Druckabfall erlaubt. Dank optimierter Herstellungsprozesse können wir weiterhin auch der derzeitigen Nachfrage gerecht werden. Letztere ist im Zuge der Pandemie deutlich gestiegen, wobei die Weiterentwicklung des Sensors für Beatmungsgeräte bereits vor der Pandemie geplant war, diese aber durch zusätzliche Maßnahmen beschleunigt wurde.

Der neu entwickelte Sensor
Der neu entwickelte Sensor
(Bild: Messe Düsseldorf GmbH)

Welche Möglichkeiten bietet der weiterentwickelte Sensor den Herstellern von Beatmungsgeräten?

Alt: Unser Sensor ist ein Flussmessungsmodul. Das heißt, es wird eingesetzt und liefert direkt kalibrierte Messwerte zurück. Die Hersteller können dieses Modul verwenden, ohne selbst aufwendig kalibrieren zu müssen. Sie können also zügig auf unseren Sensor umstellen oder neue Entwicklungen starten.

Für welche Anwendungen kann er eventuell noch eingesetzt werden?

Alt: Der Sensor wurde nicht nur für die Medizintechnik entwickelt. Er eignet sich für alle kostensensitiven Anwendungen, in denen ein Durchfluss gemessen werden soll: Beatmung und Anästhesie, aber auch in der Prozessautomatisierung, in Laborgeräten, Brennstoffzellen – es gibt sehr viele Anwendungen, in denen er Anwendung findet.

Sie sagen, die Nachfrage nach Sensoren ist durch die Pandemie deutlich gestiegen. Konnte Sensirion rechtzeitig reagieren?

Alt: Viele Firmen wurden von der steigenden Nachfrage überrascht und sind zum Teil nicht agil genug, um darauf mit entsprechenden Herstellungsmengen zu reagieren. Auch für uns war es eine sportliche Herausforderung, aber dank unserer CMOSens Prozesstechnologie und dem hohen Automatisierungsgrad ist es uns sehr gut gelungen, der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden. Wir gehen von einer drei- bis sechsfachen höheren Herstellungsmenge im Jahr 2020 aus.

Wissen Sie schon, wie die Entwicklung der Sensoren bei Ihnen weitergeht?

Alt: Unsere Sensoren sind sehr vielfältig, nicht nur im medizintechnischen Bereich. Wir arbeiten eigentlich immer, auch zusammen mit unseren Kunden, an Verbesserungen und überlegen gemeinsam, wo der Weg hingehen kann. Bei den Beatmungsgeräten haben wir ein sehr großes Sensorportfolio, wir decken wie gesagt die inspiratorische, die exspiratorische und die proximale Messung für Erwachsene und Neonaten ab und haben sowohl Einweg- als auch Mehrweglösungen. Dies erlaubt den Herstellern, alle für sie nötigen Sensoren bei uns zu beziehen, beschleunigt so wieder die Entwicklung und spart ebenfalls viel Aufwand.

Das Interview wurde geführt von Simone Ernst.

Advertorial - Was ist das?

Über Advertorials bieten wir Unternehmen die Möglichkeit relevante Informationen für unsere Nutzer zu publizieren. Gemeinsam mit dem Unternehmen erarbeiten wir die Inhalte des Advertorials und legen dabei großen Wert auf die thematische Relevanz für unsere Zielgruppe. Die Inhalte des Advertorials spiegeln dabei aber nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.

(ID:46916950)