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Styrolution Kunststoffe bleiben klar

| Redakteur: Peter Reinhardt

Neben der Sterilisation und Entkeimung kann auch die Ästhetik von Produkten maßgeblich zum Gefühl von Sicherheit und Vertrauen beitragen. Daher sind Hersteller von Medizinprodukten zunehmend auf der Suche nach Werkstoffen, die bei der Sterilisation eine gelungene Kombination aus mechanischer Leistung und hervorragender Ästhetik bieten.

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Den Durchblick behalten: In vielen medizintechnischen Applikationen wie zum Beispiel Tropfkammern kommt es darauf an, dass die verwendeten Kunststoffe bei der Sterilisation nicht vergilben.
Den Durchblick behalten: In vielen medizintechnischen Applikationen wie zum Beispiel Tropfkammern kommt es darauf an, dass die verwendeten Kunststoffe bei der Sterilisation nicht vergilben.
(Bild: Shutterstock )

Zur Betreuung erkrankter Menschen werden zahlreiche medizinische Produkte und Verfahren eingesetzt – von der der Vorsorge, über die Diagnose und Behandlung bis zur Nachsorge.

Kontaminationen und Infektionen vorbeugen

Dabei ist die Sterilisation der Ausgangspunkt, um Kontaminationen und dem Infektionsrisiko der Patienten vorzubeugen. Zu den gängigsten und effektivsten Verfahren zählt der Einsatz von Gamma- oder Elektronenbestrahlungen. Für diese Anwendungen sind jedoch nicht alle Materialien gleichermaßen geeignet. Aufgrund der hohen Energiebelastung kann es bei vielen gebräuchlichen Polymeren zu einer temporären Vergilbung der Produkte kommen. Hier können zwar Additive oder blaue Pigmente in das Material eingearbeitet werden, um im Laufe der Zeit eine Farbkorrektur herbeizuführen, doch der mangelhafte Farbausgleich verursacht vielen Herstellern erhöhte Kosten und logistische Herausforderungen. Abhängig von den eingesetzten Polymeren können das Ausmaß und die damit verbundene notwendige Lagerzeit zur Rückbildung der Verfärbung bis zu zehn Wochen in Anspruch nehmen.

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Ohne Abstriche bei der Ästhetik sterilisieren

Zwei innovative Materiallösungen von Styrolution versprechen der Gesundheitsindustrie, Ästhetik, Funktionalität und Sterilisationsverhalten erfolgreich miteinander zu verbinden: Styrolux und Zylar/Clearblend. Letzteres ist ein klares, schlagzäh modifiziertes Styrol-Acryl-Copolymer, das Zähigkeit, chemische Widerstandsfähigkeit gegen Alkohole, Transparenz und besonders gute Verarbeitbarkeit bietet.

Als thermoplastisches Styrol-Butadien-Copolymer (SBC) wird Styrolux wegen seiner hohen Transparenz, optischen Brillanz, Schlagfestigkeit und seiner Vermischungsfähigkeit mit anderen Materialien geschätzt. Anders als gängige Polymere weisen die beiden Styrolution-Werkstoffe nach der Gamma- oder Elektronenbestrahlung keine oder nur leichte Verfärbungen und keinen Abbau der physikalisch-mechanischen Eigenschaften auf. Für Hersteller fallen damit keine zusätzlichen Lagerzeiten und Kosten an.

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