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Fraunhofer EMFT / Sensirion

Konzept für ein integriertes Einwegmodul zur überwachten Medikamentenabgabe

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Sensorhersteller Sensirion präsentiert mit der Fraunhofer EMFT eine Konzept-Studie. In einem gemeinsamen Projekt wurde die Siliziummikropumpe der Fraunhofer EMFT mit dem Einweg-Durchflusssensor LD20 von Sensirion kombiniert, mit dem Ziel, ein intelligentes und kostengünstiges Modul zur kontrollierten und überwachten Medikamentenabgabe in Miniaturform zu entwickeln. Dieses hochintegrierte Einweg-Modul misst nur 35 x 15 x 5 mm3.

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Gemeinschaftsprojekt: Die Mikropumpe der Fraunhofer EMFT wurde nahtlos in den verlängerten Flusskanal des Sensors integriert.
Gemeinschaftsprojekt: Die Mikropumpe der Fraunhofer EMFT wurde nahtlos in den verlängerten Flusskanal des Sensors integriert.
(Bild: Bernd Müller / Fraunhofer EMFT)

Der Einweg-Durchflusssensor für Flüssigkeiten ist kompakt und misst, basierend auf der CMO-Sens-Technologie, Flussraten im Mikro- und Milliliterbereich pro Stunde. Die Fraunhofer EMFT ist Spezialistin im Bereich Mikropumpen. Wissenschaftler der Fraunhofer EMFT entwickelten verschiedene Mikromembranpumpen aus Silizium, deren Herstellung auf Wafer-Level große Stückzahlen bei geringen Herstellkosten ermöglicht. Beide Partner haben in der Vergangenheit für ihre Entwicklungen in der Mikrofluidik bereits den Devicemed Award zur Compamed erhalten.

Während eines Treffens auf der Compamed 2015 haben Sensirion und die Fraunhofer EMFT die Idee für ein integriertes Einweg-Modul zur kontrollierten und überwachten Medikamentenabgabe besprochen. Daraus ist ein Entwicklungsprojekt entstanden, an dem beide Teams während des vergangenen Jahres gearbeitet haben. Ziel ist es, der Medizintechnikbranche die Möglichkeiten einer solchen Lösung für den Einweg-Gebrauch aufzuzeigen. Anlässlich der Compamed wird erstmals das Ergebnis präsentiert. Das entwickelte Einweg-Modul ist ein hochintegriertes mikrofluidisches System. Es basiert auf dem Einweg-Durchflusssensor LD20, der sehr schnell, präzise und intelligent kleinste Flussmengen misst, Fehler sensitiv detektieren und damit Querflüssen und Paravasation entgegenwirken kann. Die Mikropumpe der Fraunhofer EMFT wurde nahtlos in den verlängerten Flusskanal des Sensors integriert und erreicht trotz ihrer winzigen Größe je nach Pumpentyp noch Förderraten mit Wasser von bis zu 1000 μl/min. Das minimal dosierbare Hubvolumen beträgt 50 Nanoliter. Das Einweg-Modul eröffnet gänzlich neue Möglichkeiten für tragbare und digitale Anwendungen zur vereinfachten Patienten-Compliance.

Compamed 2016: Halle 8a, Stand K26

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