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Personalisierte Innovationen Konsortium für Medizintechnik nach Maß

| Autor / Redakteur: Catherine Jungbluth / Peter Reinhardt

Ein Aachener Forschungsverbund von rund 40 Akteuren aus Klinik, Industrie und Wissenschaft treibt personalisierte Innovationen für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen voran. Dafür finden unterschiedlichste Fachdisziplinen themenbezogen zusammen und befruchten sich gegenseitig.

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Bild 1 | Aachener Forschungsverbund: Medtec in NRW erforscht u.a. die bildgesteuerte interventionelle Hybridtherapie. Das Projekt Hyther arbeitet an der Verbesserung bildgeführter Eingriffe.
Bild 1 | Aachener Forschungsverbund: Medtec in NRW erforscht u.a. die bildgesteuerte interventionelle Hybridtherapie. Das Projekt Hyther arbeitet an der Verbesserung bildgeführter Eingriffe.
(Bild: P. Winandy/Medtec in NRW)

Individualisierte Produkte sind kaum mehr wegzudenken. „Mass Customization“ erlaubt Menschen, ohne großen Aufwand zu Produkten zu kommen, die exakt an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse angepasst sind. Beispiele aus dem Alltag sind das selbst gemischte Müsli mit den Lieblingszutaten oder die Champagnerflasche zum Geburtstag mit dem eigenen Namen.

Mittlerweile hat die Personalisierung auch in der Medizin Einzug gehalten. Mit dem Ausdruck „Personalisierte Medizin“ wird die maßgeschneiderte, an das individuelle genetische Muster eines Patienten ansetzende Arzneimitteltherapie umschrieben. Dabei stehen vor allem molekulargenetische Aspekte im Fokus, wie z.B. diagnostische Biomarker. Diese sollen vorab zeigen, ob und wie ein Medikament bei einem Patienten wirkt.

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Das Bemühen um maßgeschneiderte Therapien beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Arzneimittel. Die Personalisierung lässt sich auch auf medizintechnische Komponenten, Geräte und Systeme übertragen. Ziel ist hier, die medizinische Therapie durch patientenindividuelle Adaption effektiver und nebenwirkungsärmer zu gestalten.

Anatomie und Physiologie stehen im Blickpunkt

Die Personalisierung nimmt für die Medizintechnik neben den molekulargenetischen auch die anatomischen und physiologischen Gegebenheiten des Menschen in den Blick. Und genau daran forscht der F&E-Verbund „Innovating Medical Technology in NRW“ in Aachen. Der Zusammenschluss von rund 40 Akteuren aus Klinik, Industrie und Wissenschaft treibt eine an den Patienten angepasste Medizintechnik voran und hat sich die Entwicklung individualisierter Medizinprodukte zur Aufgabe gemacht – speziell im kardiovaskulären Bereich (Bild 1).

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