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Komplexe Systeme ohne Schlauchsalat

Redakteur: Peter Reinhardt

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Einkaufsführer 2009 Update: Schläuche: Die Vorfertigung komplexer Fließsysteme in sogenannten Manifolds, wie es beispielsweise die Firma IDEX Health & Science: anbietet, ist ein neuartiges Verfahren um Produktionskosten für Flüssigkeitsanwendung zu senken, Montagezeiten zu verkürzen und Fehlerquellen zu eleminieren.

Manifolds kommen mittlerweile in zahlreichen Diagnostiksystemen zum Einsatz und leiten eine neue Ära bei der Gerätekonstruktion von Flüssigkeitsapplikationen ein. Ein Manifold ist von außen betrachtet ein Block aus Acryl, Polycarbonat, PVC oder ähnlichen Materialien. Dieser Block aber hat es in sich. Er enthält Kanäle der Fließpfade – durch Integration von Pumpen und Ventilen können diese dann noch applikationsbezogen verschaltet werden. Manifolds sind extrem belastbar, wartungsfrei und ein wesentlicher Faktor der Kostenreduktion bei der Entwicklung von Diagnose- und Analysesystemen.

Der Name Manifold leitet sich aus dem Herstellungsverfahren ab, in welchem mehrere Schichten vorgefertigt und durch Diffusionsverschweißung zu einem Block verbunden werden. Diffusionsverschweißung ist ein thermisches Verfahren, das eine konstante und permanente Verschweißung sicherstellt und keine Klebstoffe oder Lösungsmittel benötigt – ein weiteres Plus für den Einsatz in medizintechnischen Systemen.

Die Materialwahl bei der Herstellung der Manifolds erfolgt anwendungsbezogen gemäß der jeweiligen Anforderungen. Die Anzahl der Schichten eines Manifolds ist unbegrenzt – so besteht keine Restriktion für den individuellen Komplexitätsgrad.

„Manifolds eignen sich hervorragend für den Einsatz in Diagnostiksystemen“, so Kurt Iwertowski von IDEX Health & Science. „Für einen größeren US-Hersteller von Diagnostiksystemen haben wir beispielsweise ein komplexes System entwickelt, welches die Aufnahme und Abgabe von Proben, Reagenzien und anderen Flüssigkeiten im Diagnostikprozess abbildet. Hierfür kamen neben dem speziell für den Kunden entwickelten Manifold noch drei VFP17-Pumpen von Sapphire Engineering zum Einsatz sowie drei Systec Debubbler und vier Drehmagnet-Ventile. So wurde der Platzbedarf minimiert und die Anzahl möglicher Leckage-Punkte drastisch gesenkt sowie Fließpfade verkürzt und optimiert“, führt der Experte für Flüssigkeitsanwendungen weiter aus.

Die Grundidee ist aus der Halbleiterentwicklung der Elektronikindustrie bekannt: vorgefertigte Verschaltungseinheiten auf Multilayer-Leiterplatten ersetzen den berüchtigten Kabelsalat und bilden komplexe Verschaltungen auf einer einfach zu handhabenden Einzelkomponente ab. So können Produktionskosten und Fehleranfälligkeit gesenkt sowie reproduzierbare Systeme en masse hergestellt werden. Manifolds leisten ähnliches bei der Entwicklung von Flüssigkeitsapplikationen und tragen so dazu bei, komplexe Applikationen unter Kosten- und Qualitätsaspekten zu optimieren.

Kontakt::

IDEX Health & Science D-97877 Wertheim www.idex-hs.com

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