France

Universal Robots

Kollaborierende Roboterarme

Seite: 2/2

Firma zum Thema

Sensorik statt Einhausung

„Auf unserem Weg in die Welt der Automatisierung haben wir zunächst konventionelle Industrieroboter eingesetzt. Dazu mussten wir ein riesiges Gehäuse bauen und die Menschen vom Roboter trennen. Das ist teuer, platzraubend und weniger flexibel. Zusätzlich können Sicherheitsprobleme entstehen, wenn Sicherheitsverriegelungen manipuliert werden.

Aufgrund der Kraftsensorik der Roboter von Universal Robots müssen wir uns darüber keine Gedanken mehr machen“, sagt der Technische Leiter von Glidewell, nach dessen Einschätzung die kollaborierenden Roboter die Vorteile eines allmählichen Umstiegs von manuellen auf automatisierte Prozesse zunehmend ins Bewusstsein gebracht haben. „Die Arbeit mit einem kollaborierenden Roboter erfordert nach wie vor ein gewisses Maß an menschlichem Zutun. Das mögen unsere Mitarbeiter. So erleben sie den Roboter nicht als bedrohlich.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 12 Bildern

An die Hand nehmen

So zum Beispiel der Automatisierungsingenieur Daniel Phee. Dieser hatte vorher noch nie mit kollaborierenden Robotern gearbeitet und war überrascht, wie leicht sich die Roboter programmieren lassen: Über die Bedienoberfläche auf dem Touchscreen kann er die Roboter sehr einfach einrichten: „Ich verwende dazu eine Kombination aus dem Teach-Verfahren und meinem eigenen Skript.“ Um die Roboterarme schnell in den laufenden Betrieb zu integrieren, können neue Aufgaben im sogenannten Teach-Modus unkompliziert programmiert werden. Phee ergreift dafür einfach den Roboterarm und führt ihn über die Wegpunkte der gewünschten Aufgabe und speichert die einzelnen Punkte über ein Touchpad.

Insgesamt war bei Glidewell eine Projektdauer von rund fünf bis sechs Monaten erforderlich, um die erste Anwendung vollständig in die Praxis umzusetzen. Diese Zeit wurde jedoch größtenteils für die Konstruktion kundenspezifischer Fräsmaschinen sowie für umfangreiche IT-Infrastrukturarbeiten benötigt. „Danach war alles ganz einfach. Bei den nächsten Robotern haben wir nur zwei bis drei Tage benötigt, um das komplette System zu installieren“, erinnert sich Phee.

Externe Kommunikation

Den Technischen Leiter Leeson hat zudem beeindruckt, dass Verbindungen zu externen Geräten zu den Standardfähigkeiten der Roboter zählen. „Statt Modbus oder ähnlich kostenintensive Lösungen anschaffen zu müssen, wollten wir mit dem Netzwerkprotokoll TCP/IP arbeiten, damit wir preisgünstige, nicht-industrielle Hardware einsetzen können. Das Ergebnis war die einfache Integration einer Bildverarbeitung, für die wir die gesamte Programmierung hausintern vornehmen und den Kauf eines teuren, proprietären Systems vermeiden konnten“, ist Leeson zufrieden.

(ID:43577681)