Compamed 2013

Knapp 700 Aussteller zeigen Innovationen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Markt- und Informationsplattform: Erneut werden sich rund 16.000 Besucher bei erstmals knapp 700 Ausstellern auf der Compamed 2013 über Implantate, Elektronikbauteile und vieles mehr für die Medizintechnik informieren.
Markt- und Informationsplattform: Erneut werden sich rund 16.000 Besucher bei erstmals knapp 700 Ausstellern auf der Compamed 2013 über Implantate, Elektronikbauteile und vieles mehr für die Medizintechnik informieren. (Bild: Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann)

Medizinische Technologien halten seit 15 Jahren den Spitzenplatz bei den Europäischen Patentanmeldungen. Vom intelligenten Implantat über neuartige Kunststoffpartikel zu Verpackungen und neuen Diagnosesystemen – die Aussteller der Compamed zeigen, welche Neuerungen derzeit auf dem Markt sind.

Die Medizintechnik bleibt eine dynamische und hoch innovative Branche. Bei Patenten und im Welthandelsanteil liegt Deutschland auf Platz 2 hinter den USA. Der Innovations- und Forschungsstandort Deutschland spielt damit für die „Medtech“-Unternehmen eine besonders wichtige Rolle.

Düsseldorf ist auch dieses Jahr „Schaufenster“ für Neues. Die Fachmessen Medica und Compamed bilden die gesamte Prozesskette und das vollständige Angebot medizinischer Produkte, Geräte und Instrumente ab. Parallel zur mit mehr als 4.500 Ausstellern weltgrößten Medizinmesse Medica verzeichnet die Compamed vom 20. bis 22. November, internationale Markt- und Informationsplattform für die Zulieferer der medizintechnischen Fertigung, dieses Jahr einen weiteren Buchungszuwachs auf nun knapp 700 Aussteller.

Fernsteuerbares Implantat

Wichtige Themen auf der Compamed bleiben einerseits Implantate, andererseits Elektronikbauteile für die Medizintechnik. Beide Bereiche im besten Sinne zusammengeführt haben die Elektronik-Spezialisten Aemtec und Contec in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen Myo-Powers Medical Technologies SA und weiteren Partnern, die gemeinsam ein Implantat zur Behandlungsmöglichkeit von Inkontinenz entwickelt haben. Mit dem Know-how der Exceet-Unternehmensgruppe bei der Entwicklung und Fertigung von miniaturisierten elektronischen Komponenten, Modulen und Systemen ist es Myo-Powers gelungen, einen modularen künstlichen Harnschließmuskel zur Behandlung von Inkontinenz herzustellen. Eine Besonderheit des als Artificial Urinary Sphincter (AUS) bezeichneten Implantats ist, dass der Arzt die Schließkraft mittels einer speziellen Fernbedienung postoperativ anpassen kann. Der Patient bekommt eine einfache Fernbedienung zur Steuerung des Implantats. Das Bauteil, das gleichermaßen bei weiblichen und männlichen Patienten eingesetzt werden kann, gilt als Weltneuheit im Bereich medizintechnischer Implantate für die Urologie.

Zu viel Bürokratie bremst

Intelligente Implantate – inzwischen fester Bestandteil der Compamed – gehören zu den technisch aufwändigsten und risikoreichsten Medizinprodukten und stellen besondere Anforderungen an Forschung, Entwicklung, Zulassung und Erstattung. In der Entwicklung sind derzeit in deutschen Verbundprojekten unter anderem Retinaimplantate mit verbesserter optischer Auflösung und Lebensdauer, ein integriertes Implantat zum Tumor-Monitoring oder eine Hüftprothese mit Sensorik zur Überwachung von Lockerungszuständen.

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