Landesmesse Stuttgart / Spectaris

Klein aber fein auf der Lasys: Lasermaterialbearbeitung trifft Medizintechnik

| Redakteur: Peter Reinhardt

Als eine einzigartige Plattform fokussiert die Lasys ausschließlich auf Lasersysteme, laserspezifische Maschinensubsysteme und Strahlquellen.
Als eine einzigartige Plattform fokussiert die Lasys ausschließlich auf Lasersysteme, laserspezifische Maschinensubsysteme und Strahlquellen. (Bild: Messe Stuttgart)

Rund 30 Teilnehmer haben sich anlässlich der Lasys 2018 in einem Workshop über den aktuellen Stand der Lasermaterialbearbeitung in der Medizintechnik informiert. Insgesamt hat die Messe fast 6.000 Besucher gezählt.

  • 10 Kurzvorträge im 10-Minuten-Takt
  • Ultrakurzpulslaser mittlerweile industrietauglich und erschwinglich
  • Nächste Lasys: 16. bis 18. Juni 2020 auf dem Stuttgarter Messegelände

Zum 6. Mal öffnete die auf Lasermaterialbearbeitung spezialisierte Stuttgarter Messe Lasys im Juni ihre Pforten. Während die Metallbearbeitung nach wie vor einen Schwerpunkt bei den Anwendungen auf der Messe bildete, werden Laser heute auch im großen Umfang für eine ganze Vielfalt von anderen Bearbeitungssituationen eingesetzt, wobei die Medizintechnik und die Mikrobearbeitung besonders zu nennen sind.

Möglichkeiten der Lasermaterialbearbeitung in der Medizintechnik

Um einen schnellen Überblick über die Möglichkeiten der Lasermaterialbearbeitung in der Medizintechnik zu gewinnen, veranstaltete Spectaris ein 10x10-Wissensraumseminar – 10 Kurzvorträge im 10-Minuten-Takt. Branchengrößen wie Coherent, IPG Photonics und Trumpf Laser waren ebenso vertreten wie zahlreiche kleinere Firmen, die innovative Laseranwendungen für die Medizintechnik entwickelt haben.

Im Mittelpunkt mehrerer Vorträge stand der Einsatz von Ultrakurzpulslasern, die es mittlerweile industrietauglich und erschwinglich in zahlreichen Konfigurationen gibt.

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Hauptanwendungsfelder in der Medizintechnik sind aktuell das sogenannte Black Marking von medizinischen Werkzeugen und Geräteteilen sowie die athermische Erzeugung von Texturen.

Ein gänzlicher anderes vorgestelltes Einsatzfeld war der laserbasierte 3D-Druck von Metalllegierungen, der insbesondere in Dentaltechnik, aber auch zur der Herstellung individueller Gelenkprothesen eingesetzt wird.

Da alle Referenten auch mit Messeständen auf der Lasys vertreten waren, konnten die Teilnehmer unmittelbar im Anschluss an das Seminar die vorgestellten Systemlösungen in Augenschein nehmen. Als Veranstalter zieht Spectaris eine positive Bilanz für das Format des 10x10-Wissensraumseminars und wird dies auch auf künftigen Messen anbieten.

Lasys überzeugt mit Angebotsvielfalt und attraktivem Rahmenprogramm

Eine positive Bilanz zieht auch die Messe Stuttgart als Veranstalter der Lasys. In ihrer sechsten Auflage habe die einzige internationale Fachmesse, die konsequent auf Systemlösungen für die Laser-Materialbearbeitung fokussiert, ihren starken Anwenderbezug unterstrichen. Die positive Stimmung im Markt für Laser-Materialbearbeitung sei in der Halle 4 auf dem Stuttgarter Messegelände an allen drei Tagen deutlich spürbar gewesen. 5.800 Besucher informierten sich bei 189 Ausstellern aus 23 Nationen über den Einsatz von Lasern in der industriellen Fertigung. „Neue Aussteller wie beispielsweise Panasonic Electric Works Europe, GF Machining Solutions und EMAG Automation bestätigen, was etablierte Aussteller schon lange wissen: Die Lasys ist mit ihrem klaren Fokus auf Lasersysteme, laserspezifische Maschinensubsysteme und Strahlquellen eine einzigartige Plattform“, stellt Gunnar Mey, Abteilungsleiter Industrie der Messe Stuttgart, fest.

Den richtigen Fokus der Lasys mit ihrem umfassenden Portfolio rund um die Laser-Materialbearbeitung bestätigt der hohe Besucheranteil von mehr als drei Viertel seitens Industrie. Die Besucher der Lasys 2018 kamen aus 39 Nationen (24 Prozent internationaler Besucheranteil) – neben Deutschland überwiegend aus der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich und Großbritannien. Mehr als drei Viertel hatten dabei eine konkrete Investitions- bzw. Kaufabsicht, ein Drittel der Kaufwilligen plant mehr als 200.000 Euro zu investieren. Insgesamt seien sich die Besucher der Lasys bilanziert der Veranstalter in seiner Abschlusspressemeldung: „Die Kombination aus Angebotsvielfalt, Produktinformation und attraktivem Rahmenprogramm ist optimal. Die Besucher wollen wieder kommen.“

Wissenstransfer auf der Lasys 2018

Ergänzend zum Angebot der Aussteller bot das Rahmenprogramm den Fachbesuchern an allen drei Tagen umfassenden Know-how-Transfer. Dazu gehörten neben dem Eingangs beschriebenen Medizintechnik-Workshop die Stuttgarter Lasertage, die bereits zum zehnten Mal stattfanden. Prof. Dr. Thomas Graf, Direktor des Instituts für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart, Veranstalter des Kongresses, sagt: „Wir sind mit dem Verlauf der zehnten Stuttgarter Lasertage sehr zufrieden und konnten erstmals mehr als 300 Teilnehmer registrieren. Die Besucher loben vor allem die Kombination aus den visionären Plenarveranstaltungen und Fachvorträgen. Darüber hinaus hat sich erneut gezeigt, dass sich die Parallelität von Messe und Kongress gegenseitig gut befruchten.“ Darüber hinaus referierten führende Experten aus Marktforschung und Industrie auf dem Stuttgart Laser Marketplace. Das stark praxisorientierte Fachforum „Lasers in Action“ direkt in der Messehalle und mehrere fachspezifische Workshops und Seminare rundeten das Rahmenprogramm ab.

Die nächste Lasys findet vom 16. bis 18. Juni 2020 auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Zuvor heißt es aber am 29. November 2018 in Budapest: „Lasys meets Central Europe”. Mit diesem Veranstaltungsformat stärkt die Messe Stuttgart gemeinsam mit Industriepartnern das Thema Lasermaterialbearbeitung auf internationaler Ebene. Im Jahr 2015 waren in Ungarn laut Deutsch-Ungarischer Industrie- und Handelskammer (DUIHK) 530 installierte Anlagen im Einsatz. Ilona Balogh, stellvertretende Geschäftsführerin der DUIHK, sagt: „Die Lasertechnologie hat eine hohe Bedeutung, insbesondere für Automobilzulieferer im Karosseriebau, aber auch aus der Metallbearbeitung und der Produktion von Ersatzteilen.“ „Lasys meets …“ in Budapest biete daher viel Marktpotenzial und stoße schon jetzt auf großes Interesse.

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