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„JEFTA ist ein Signal für weltweiten Freihandel unter fairen Bedingungen“

| Redakteur: Peter Reinhardt

Der Industrieverband Spectaris begrüßt das „Japan Economic Free Trade Agreement (JEFTA)“, das heute in Kraft tritt. JEFTA ist das umfangreichste von der Europäischen Union ausgehandelte Freihandelsabkommen und sei eine große Chance für das Japan-Geschäft der exportstarken Medizintechnik-Branche.

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Jörg Mayer, Geschäftsführer des Industrieverbandes Spectaris: „Besonders die Spectaris-Branchen Medizin-, Analysen-, Bio- und Labortechnik, die einen großen Anteil ihrer Aufträge im Ausland über öffentliche Ausschreibungen generieren, haben durch die verbesserten öffentlichen Ausschreibungsbedingungen gute Aussichten in Japan.“
Jörg Mayer, Geschäftsführer des Industrieverbandes Spectaris: „Besonders die Spectaris-Branchen Medizin-, Analysen-, Bio- und Labortechnik, die einen großen Anteil ihrer Aufträge im Ausland über öffentliche Ausschreibungen generieren, haben durch die verbesserten öffentlichen Ausschreibungsbedingungen gute Aussichten in Japan.“
( Bild: Spectaris )
  • Verbesserter Marktzugang und weniger Handelshemmnisse im Wachstumsmarkt Japan
  • 90 Prozent der Zölle auf EU-Exporte nach Japan entfallen

JEFTA sei Dank profitieren export-orientierte Unternehmen sowohl von einem verbesserten Zugang zum öffentlichen Beschaffungsmarkt in Japan als auch vom Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse und Einfuhrzölle.

Freihandelszone EU-Japan mit mehr als 600 Millionen Menschen

„Das Abkommen ist ein sehr positives Signal für den weltweiten Freihandel unter fairen Bedingungen“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer des Industrieverbandes Spectaris. „Unsere Mitgliedsunternehmen haben bereits von ersten positiven Entwicklungen durch den Abbau von Einfuhrzöllen im Japan-Geschäft berichtet.“ Die neue EU-Japan-Freihandelszone umfasst mehr als 600 Millionen Menschen und nahezu ein Drittel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Mit Inkrafttreten am 1. Februar 2019 entfallen mehr als 90 Prozent der Zölle auf EU-Exporte nach Japan. Die EU rechnet mit einer Zollersparnis in Höhe von rund einer Milliarde Euro pro Jahr für europäische Unternehmen.

Das Abkommen sieht entscheidende Verbesserungen bei nicht-tarifären Handelshemmnissen vor: So verpflichtet sich Japan, den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen weiter zu liberalisieren. Unter anderem ist es europäischen Unternehmen künftig möglich, an Vergabeverfahren bei 51 Universitäten, 25 Krankenhäusern und 11 Industrie- und industriellen Forschungszentren teilzunehmen. Daneben werden Ausschreibungsverfahren transparenter gestaltet und deutsche sowie europäische Testergebnisse akzeptiert. Das Abkommen beinhaltet Mechanismen, um neuen nicht-tarifären Handelshemmnissen vorzubeugen und gegebenenfalls zu sanktionieren. Dazu Mayer: „Besonders die Spectaris-Branchen Medizintechnik sowie Analysen-, Bio- und Labortechnik, die einen großen Anteil ihrer Aufträge im Ausland über öffentliche Ausschreibungen generieren, haben durch die verbesserten öffentlichen Ausschreibungsbedingungen gute Aussichten in Japan.“

Alternde Bevölkerung braucht Medizinprodukte

Japan gehört zu den Top-10-Exportmärkten der Spectaris-Branchen und ist nach der Volksrepublik China der zweitwichtigste Handelspartner in Asien. Insbesondere in der Medizintechnik, aber auch im Bereich Consumer Optics und Labortechnik bietet Japan deutschen und europäischen Herstellern vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten, da die wachsende Zahl der alternden Bevölkerung in Japan mit einer steigenden Nachfrage nach Medizinprodukten und Hightech-Lösungen für die medizinische Versorgung einhergeht.

Der verbesserte Zugang – auch auf regulatorischer Ebene – zum japanischen Medizintechnikmarkt wird eines der zentralen Themen des Spectaris-Außenwirtschaftstages „Medizintechnik, Pharma und Labortechnik“ sein, der am 20. März 2019 im Auswärtigen Amt stattfindet.

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