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Leoni

Intuition und Innovation bei Software und Hardware

| Autor/ Redakteur: / Peter Reinhardt

Ein Kabelhersteller stellt Kabel her. Richtig. Aber im Fall von Leoni ist das bestenfalls die halbe Wahrheit. Hier zählt längst auch die Installation von automatisierten Systemen für Einsätze in der Gesundheitsindustrie zum Portfolio. Jüngstes Beispiel: Ein Positioniersystem für die Protonen- therapie zur Behandlung von Krebs.

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Das Leoni-Orion-System bietet sowohl Patienten als auch Mitarbeitern in der Strahlen-therapie entscheidende Vorteile. Es passt die Position von Tumoren automatisch in sechs Freiheitsgraden unter einem präzisen Protonenstrahl von IBA an.
Das Leoni-Orion-System bietet sowohl Patienten als auch Mitarbeitern in der Strahlen-therapie entscheidende Vorteile. Es passt die Position von Tumoren automatisch in sechs Freiheitsgraden unter einem präzisen Protonenstrahl von IBA an.
(Bild: Leoni)

Das Leoni-Orion-System integriert einen Roboter mit sechs Freiheitsgraden. Es hat bereits die CE-Kennzeichnung erhalten und befindet sich momentan im 510(k)-Zulassungsprozess der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA). Leoni ist einer der führenden europäischen Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien wie den Gesundheitssektor. Gemeinsam mit IBA (Ion Beam Applications) wurde nun eine weiterentwickelte Konfiguration zur Patientenpositionierung von IBA vorgestellt.

Das Leoni-Orion-System bietet entscheidende Vorteile durch optimierte Sicherheit sowohl für die Patienten als auch für betroffene Mitarbeiter in der Strahlentherapie. Gleichzeitig lag das Augenmerk bei der Entwicklung darauf, die Behandlungszeit pro Patient zu verkürzen und damit die Effizienz des IBA-Krebszentrums deutlich zu steigern. Darüber hinaus ermöglicht das System automatische Positionsanpassungen in allen sechs Freiheitsgraden, um die Position eines Tumors unter dem präzisen Protonenstrahl von IBA zu optimieren. Das Leoni-Orion-System ist sowohl in die kompakte Einraum-Protonentherapielösung Proteus One als auch in die Mehrraumlösung Proteus Plus von IBA integriert.

Das Leoni-Orion-System ist explizit für medizinische Anforderungen entwickelt worden und verbindet eine intuitive Softwarelösung mit innovativen Hardwarekomponenten – dadurch schafft es einen bisher unerreichten neuen Standard in der Strahlentherapie. Es bietet eine Reihe von Vorzügen, die eine schnelle und präzise Behandlung unterstützen: Das System verfügt über mehrere Funktionen zur Reduzierung der Behandlungszeit je Patient, wie zum Beispiel die Möglichkeit, Patienten außerhalb des Behandlungsraums vorzubereiten. Es erlaubt die dynamische Positionssteuerung in sechs Freiheitsgraden mit einer Präzision im Submillimeterbereich. Außerdem ermöglicht es einen großen Positionierbereich innerhalb des Behandlungsraums, und das bei sehr hoher Tragfähigkeit. Darüber hinaus lässt es sich schnell und unkompliziert in neuen und bestehenden Strahlentherapiezentren installieren. Das System ist zudem flexibel und bedienungsfreundlich, wodurch sich das Klinikpersonal bestmöglich auf die Patientenversorgung einstellen kann.

Gery Gevers, Vice President of Research and Development von IBA: „IBA tut alles, um die Forschungsarbeit seiner Partner hinsichtlich noch besserer Behandlungsergebnisse zu unterstützen. Wir sind begeistert, von Leonis Robotikkompetenz profitieren zu können, um unsere neue Technologie weiter voranzubringen.“

Die führende Position von IBA in der Protonentherapie wird gestärkt

Olivier Legrain, Chief Executive Officer von IBA, kommentiert: „Durch diese Zusammenarbeit wird IBA seine weltweit führende Position in der Protonentherapie weiter festigen und seine Vorreiterrolle bei den neuesten Krebstherapien untermauern.“

Bruno Fankhauser, Vorstandsmitglied der Leoni AG und verantwortlich für den Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions, betont: „Wir freuen uns, unsere hochmoderne Technik und das Know-how aus der Industrie nun im medizinischen Bereich einsetzen zu können. Wir sind überzeugt, einen innovativen Beitrag zu leisten, der die Strahlentherapie unterstützt und weiterentwickelt.“ Die Kooperation greift strategisch auf das globale Service- und Logistiknetzwerk von Leoni zurück, um die Installationen von IBA in Krankenhäusern und Krebskliniken auf der ganzen Welt zu unterstützen. Darüber hinaus sei das Leoni-Orion-System ein gutes Beispiel für die Innovationskraft des Unternehmens und seine verstärkte Ausrichtung als Lösungsanbieter.

Leoni ist einer der weltweit führenden Anbieter von Drähten, optischen Fasern, Kabeln, Kabelsystemen und der dazugehörigen Dienstleistungen. Das Unternehmen entwickelt und liefert beispielsweise für den Automobilsektor Produkte von einadrigen Kabeln bis zu kompletten Bordnetzsystemen. Die Produktpalette von Leoni umfasst außerdem Drähte und Litzen, Standardkabel, Spezialkabel und Verkabelungssystem-Baugruppen für diverse Industriemärkte. Die Unternehmensgruppe ist im deutschen M-Dax notiert, beschäftigt rund 74.000 Angestellte in 32 Ländern und hat 2015 einen Konzernumsatz von 4,5 Mrd. Euro erzielt.

Das in Frankreich ansässige Unternehmen Leoni CIA Cable Systems ist eine Tochtergesellschaft der Leoni-Gruppe. Seine modernen Kabelsysteme werden von einigen der größten und angesehensten Unternehmen in der Gesundheitsindustrie in einer Reihe von Produkten und Systemen zur Abbildung, Diagnose und Behandlung von Patienten eingesetzt. Das umfangreiche Produkt- und Dienstleistungsangebot von Leoni beinhaltet nicht nur Kabel und Kabelsysteme, sondern auch die Softwareentwicklung, Programmierung und maschinelle Bildverarbeitungssysteme sowie die Installation von automatisierten Systemen inklusive Schulungen zu deren Handhabung.

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