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Ruprecht-Karls Universität Heidelberg Interaktive Onlinekarte zeigt Studien zum Coronavirus

| Autor / Redakteur: Marietta Fuhrmann-Koch* / Christian Lüttmann

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich rasant auf der Welt verbreitet. Doch auch die Zahl der Forschungsprojekte hat schnell zugenommen. In einer interaktiven Onlinekarte zeigen Wissenschaftler aus Heidelberg, wo auf der Welt zu Corona geforscht wird. Dabei lässt sich nicht nur einsehen, wann und wo welche Projekte gestartet sind, sondern auch, welche E-Mail-Kontaktdaten der beteiligten Forscher hinterlegt sind.

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Heidelberger Geoinformatiker und Mediziner dokumentieren weltweite klinische Forschung zum Coronavirus / COVID-19.
Heidelberger Geoinformatiker und Mediziner dokumentieren weltweite klinische Forschung zum Coronavirus / COVID-19.
(Bild: Universität Heidelberg )
  • Regelmäßiges Aktualisieren der Karte
  • Bündelung von Geodaten und Informationen zu klinischen Studien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen
  • Bereitstellung der Daten durch die WHO

Neuinfektionen, Todeszahlen Ausgangsbeschränkungen – es scheint kaum eine Minute ohne neue Meldungen zur Corona-Pandemie zu vergehen. Viele der Nachrichten sind naturgemäß eher bedrückend. Doch es gibt auch immer wieder positive Meldungen, seien es soziale Nachbarschaftsprojekte, kreative Projektideen aus einem Hackathon oder Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen.

Auch Mediziner und Geoinformatiker der Universität Heidelberg haben sich mit einem Projekt nun auf die positiven Corona-Nachrichten konzentriert. Sie haben eine interaktive Online-Karte über die globalen klinischen Forschungsaktivitäten zum Coronavirus und der damit verbundenen Atemwegserkrankung COVID-19 erstellt. Die regelmäßig aktualisierte Karte zeigt, wo auf der Welt zu verschiedenen Bereichen der Virus- und Krankheitsbekämpfung geforscht wird. Sie ist frei im Internet abrufbar und soll den öffentlichen Informationsfluss erleichtern und einfacher Kontakte zwischen den Wissenschaftlern ermöglichen.

„Wissenschaftler und Mediziner weltweit haben auf den Ausbruch der Corona-Pandemie sofort mit gezielten Forschungsaktivitäten reagiert. Im Unterschied zu diversen Karten, die Fallzahlen sowie die Verbreitung des Virus abbilden, bündeln und visualisieren wir Geodaten und Informationen zu klinischen Studien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen“, sagt Prof. Dr. Alexander Zipf, Leiter der Abteilung Geoinformatik am Geographischen Institut der Universität Heidelberg.

WHO-Daten übersichtlich in Karte verortet

Die Informationen der Karte basieren auf internationalen Daten zu klinischen Studien im Zusammenhang mit COVID-19, die von der WHO bereitgestellt und laufend ergänzt werden. Nutzer können mithilfe der Karte nachvollziehen, an welchen Orten klinische Studien durchgeführt werden – sei es in der Diagnostik, zu Krankheitsverständnis und Behandlungsmethoden oder im Bereich Arzneimittel für neuartige Therapien und Impfstoffe. Darüber hinaus werden auch Studien durchgeführt, die beispielsweise danach fragen, wie sich die Pandemie auf die Helfenden auswirkt.

Die Orte lassen sich bis auf Stadtebene genau darstellen. Mit einem Zeitschieberegler kann man außerdem analysieren, zu welchem Zeitpunkt Studien registriert wurden und in welchem Stadium sie sich befinden. Auch E-Mail-Kontaktdaten der jeweiligen Forscher sind verfügbar.

Hier geht es zu der interaktiven Coronastudien-Karte.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf unserem Schwesterportal www.laborpraxis.vogel.de.

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* M. Fuhrmann-Koch, Ruprecht-Karls Universität Heidelberg, 69117 Heidelberg

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