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Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik

Redakteur: Peter Reinhardt

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Die Verbände der deutschen Medizintechnikindustrie sehen die Weiterentwicklung des Gesundheitsmarktes zusammen mit wissenschaftlichen und politischen Institutionen als gemeinsame Aufgabe. Dies ist der Kernpunkt des 4. Innovationsforums Medizintechnik am 28. Oktober in Berlin. Auf der Gemeinschaftsveranstaltung haben die Gewinner des diesjährigen »Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik« für ihre Projekte insgesamt rund 9,1 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erhalten.

Für ihre Ideen zur Entwicklung patientennaher medizintechnischer Produkte wurden 15 Forscherteams ausgezeichnet. Die Eröffnungsrede hielt Helge Braun, parlamentarischer Staatssekretär im BMBF: »Durch diesen Wettbewerb ermöglichen wir, dass innovative Forschung schneller auf den Markt und damit den Menschen zu Gute kommt«, so Braun, selbst von Haus aus Mediziner. Zur Rolle der Medizintechnik merkte er an: »Vieles, was wir an Gutem getan haben in der Medizin, wäre ohne Medizintechnik nicht denkbar gewesen.« Neue Technologien solle man deshalb nicht nur als Risiko, sondern vor allem auch als Chance begreifen.

Das Innovationsforum ist vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), dem Industrieverband Spectaris, dem Verband der Diagnostica Industrie (VDGH) sowie dem ZVEI-Fachverband Elektromedizinische Technik veranstaltet worden. 300 Branchenexperten haben sich an dem Event beteiligt. Auch wenn es bis zu einer ganzheitlichen Strategie im Sinne von »health in all policies« noch einiger Schritte bedarf, haben die Technologieverbände eine klare Zielvorstellung. Sie regen an, mehr marktwirtschaftliche Elemente im deutschen Gesundheitssystem zu wagen und neue Wege zur Beseitigung von Innovationshemmnissen zu erarbeiten und umzusetzen, um der Gesundheitsbranche in Deutschland die nötigen Impulse zu geben.