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Messe München Innovation ganz nah am Menschen: Medizinelektronik auf der Electronica

| Redakteur: Peter Reinhardt

Von der Diagnose bis zur Behandlung: Elektronik ist eine Schlüsseltechnologie für die Medizin. Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und der Wunsch der Patienten nach mehr Selbstbestimmung treiben die Entwicklung zusätzlich voran.

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Elektronik ist das Herzstück moderner Medizingeräte. Auf der Electronica in München gibt es Trends zu Zukunftsthemen wie Internet of Things und Wearables zu sehen.
Elektronik ist das Herzstück moderner Medizingeräte. Auf der Electronica in München gibt es Trends zu Zukunftsthemen wie Internet of Things und Wearables zu sehen.
(Bild: Messe München)

Auf der Electronica zeigen zahlreiche Aussteller neueste Technologien und Produkte der Medizinelektronik. Im Fokus der Weltleitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik steht in diesem Jahr die zunehmende Vernetzung von Komponenten. Die Messe findet vom 8. bis 11. November in München statt.

Digitale Vernetzung und Internet of Things sind nicht zu stoppen

Dann geht es nicht nur um das Internet of Things in der Medizintechnik. Amsys präsentiert auf der Electronica eine digitale Niederdrucksensorserie, die speziell für die Medizintechnik der Zukunft ausgelegt ist. Am Ausgang liegt ein digitales Drucksignal an, das proportional zur differentiellen Druckänderung ist. Das Besondere an den Sensoren: ihre miniaturisierte Bauweise, die verbesserte Null­einstellung der bidirektional differentiellen Version des SM9541 und die Messung von Unter- und Überdruck der bidirektionalen Version. Sie können in kleine und komplexe medizinische Geräte eingebaut werden, zum Beispiel zur Atemkontrolle, in Inkubatoren, Apnoegeräte und zur Überwachung von Gasen und Filtern.

Die Siix-AGT Medtech zeigt auf der Messe einen Roboter für die Anwendung im Medizinbereich. Der Logistik-Roboter „Merlin“ ist selbstfahrend und mit dem Intuitive Power Drive System ausgestattet. GPS-gesteuert findet er selbständig seinen Weg durch das Krankenhaus und optimiert diesen dank künstlicher Intelligenz, je öfter er ihn zurücklegt. Hindernisse erfasst er mittels Sensoren und umgeht sie. Was Merlin zudem auszeichnet: Er verfügt über eine Kühleinheit und findet so seinen Einsatz als Transporteur von Laborproben oder Impfstoffen im Krankenhaus.

Wearables revolutionieren die medizinische Versorgung

Sie sind um das Handgelenk gelegt, stecken im Ohr oder in den Laufschuhen: Wearables werden die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren revolutionieren. Herzstück hierbei sind elektronische Komponenten – angefangen von den Sensoren über die Elemente der Signalkette, das Power-Management bis zu den Controllern und den Funkeinheiten. Eben diesen Komponenten widmet sich die Podiumsdiskussion „Wearables for Healthcare – Components for digital medicine“ am 8. November ab 14 Uhr am Stand 242 in Halle A3. Branchenvertreter erläutern, was Wearables im Healthcare-Bereich können müssen.

Die Session „Mechatronic Solutions for People with Disabilities and the Cybathlon“ der ETH Zürich im Electronica-Forum stellt zudem verschiedene Möglichkeiten vor, wie Robotik Menschen mit Lähmungen der Extremitäten unterstützen kann – gleicher Tag, gleicher Ort, ab 15:30 Uhr.

Zudem stehen weitere Vorträge wie „Printed Electronics: Key Enabling Technology for Healthcare and Wearables“ und „Wearables für die Gesundheit – Komponenten für die digitale Medizin“ auf dem Programm. pr

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