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Studie

Ingenieure sind die Spitzenverdiener

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen weisen deutliche Unterschiede auf: Die Spitzenverdiener unter den Berufseinsteigern sind Technik- und Ingenieurwissenschaftler sowie Rechtswissenschaftler.

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„Insbesondere in Forschung und Entwicklung haben 57 Prozent der befragten Unternehmen einen hohen Bedarf an Berufseinsteigern“, hat Julia Zmítko, Vergütungsexpertin bei der Beratungsgesellschaft Kienbaum, herausgefunden.
„Insbesondere in Forschung und Entwicklung haben 57 Prozent der befragten Unternehmen einen hohen Bedarf an Berufseinsteigern“, hat Julia Zmítko, Vergütungsexpertin bei der Beratungsgesellschaft Kienbaum, herausgefunden.
(Bild: Roland Fischer)

Laut einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum zahlen die Unternehmen Berufseinsteigern in Forschung und Entwicklung mit rund 50.000 Euro das höchste Gehalt. Auf dem zweiten Platz der Rangliste der Einstiegsgehälter stehen Unternehmensplanung und -entwicklung. Hier erwartet die Absolventen ein Gehalt von 48.300 Euro. Das sind 6.400 Euro mehr, als zum Beispiel ein Einsteiger mit 41.900 Euro Jahresgehalt in der Unternehmenskommunikation verdient. Am unteren Ende der Gehaltsrangliste stehen Absolventen, die ein Trainee-Programm durchlaufen: Hier liegt die jährliche Vergütung lediglich bei rund 37.800 Euro.

Ingenieure erzielen ein hohes Einstiegsgehalt im ersten Job

Die Spitzenverdiener unter den Berufseinsteigern sind Technik- und Ingenieurwissenschaftler sowie Rechtswissenschaftler: Angehende Ingenieure verdienen zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn 49.100 Euro und Juristen 46.800 Euro. Ein deutlich geringeres Gehalt zahlen Unternehmen Einsteigern mit einem geistes- oder sprachwissenschaftlichen Abschluss: Deren Einstiegsgehälter liegen durchschnittlich bei 42.600 Euro.

Bedarf an IT-Absolventen steigt

Insbesondere in Forschung und Entwicklung haben 57 Prozent der befragten Unternehmen einen hohen Bedarf an Berufseinsteigern. 35 Prozent der Firmen benötigen IT-Absolventen am dringendsten. Neben Technik-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaftlern sind auch Quereinsteiger aus anderen Studienrichtungen sehr gefragt.

„Für die Nachwuchsgewinnung ist eine anziehende Arbeitgebermarke der Unternehmen von großer Bedeutung. Neben einem attraktiven Einstiegsgehalt, tragen Zusatzleistungen und Sonderkonditionen dazu bei, die besten Absolventen zu gewinnen und frühzeitig an das Unternehmen zu binden. Dies wird aufgrund der demografischen Entwicklung und des bereits bestehenden Fachkräftemangels immer wichtiger“, sagt Julia Zmítko, Vergütungsexpertin bei Kienbaum. So bieten 43 Prozent der befragten Unternehmen Zusatzleistungen wie betriebliche Altersvorsorge oder Weiterbildungen an. Das ergab die von Kienbaum erstellte Studie zur Absolventenvergütung. Dazu hat das Beratungsunternehmen 58 deutsche Unternehmen befragt und die Einflussfaktoren auf das Einstiegsgehalt analysiert.

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