Compamed 2013

Industrie und Forschung präsentieren Projekte und Produkte

| Autor / Redakteur: Klaus Jopp / Kathrin Schäfer

Keimfrei durch Polymere, Silber und Kupfer

Ein Dauerbrenner im Medizinbereich bleibt unterdessen das Problem Hygiene. In Europa sterben fast 150.000 Patienten an nosokomialer Infektionen, die sie sich während eines Krankenhausaufenthalts zuziehen. SCS Specialty Coating Systems aus den USA hat vor diesem Hintergrund eine neue Parylene-Technologie – Parylene sind polymere Beschichtungen – mit antibakteriellen Eigenschaften entwickelt. Das Material mit der Bezeichnung Microresist kombiniert die bekannten Parylene-Eigenschaften mit einem zusätzlichen Merkmal, der Eliminierung schädlicher Mikroorganismen auf der beschichteten Oberfläche. Die Beschichtungen sind biokompatibel und biostabil, bieten exzellente Feuchte- und Gasbarrieren – auch gegen sehr aggressive Medien – und liefern außerdem beste dielektrische Eigenschaften. Anwendungsgebiete sind z. B. Stents, Katheter, Schweißdrähte für Katheter, Herzschrittmacher und pharmazeutische Container. Auch die BASF hat neue Hygiene-Lösungen entwickelt: Mit Hygentic SBC und Hygentic PA stehen zwei neue Polymere mit „eingebauter antimikrobieller Aktivität“ zur Verfügung. In beiden Fällen sorgen Silberionen für die keimtötende Wirkung. Aber es muss nicht Edelmetall sein: Aktuelle Studienergebnisse belegen, dass die Verwendung antimikrobieller Kupferwerkstoffe die Gefahr nosokomialer Infektionen auf Intensivstationen um 58 Prozent senken kann. Das Deutsche Kupferinstitut hat anlässlich der Medica und Compamed auf die vielfältigen Möglichkeiten der Kupfer-Anwendung hingewiesen. Laborversuche haben gezeigt, dass Kupferoberflächen 99,9 Prozent aller Bakterien innerhalb von zwei Stunden eliminiert werden. Gut möglich, dass schon zur nächsten Compamed entsprechende Entwicklungen vorgestellt werden.

Individuelle Verpackungsmaschinen

Wie das Thema Hygiene steht auch der Bereich Verpackungen immer im Fokus der Compamed. Zum ersten Mal in Düsseldorf war das Unternehmen Koch Pac-Systeme vertreten, das unter der neuen Marke Koch medplus Hartblister-Verpackungsmaschinen jetzt für den Bereich Medizintechnik anbietet. Gerade hier ist ein Maschinendesign nach den Grundsätzen des „Good Manufacturing Practice“ (GMP) von großer Wichtigkeit. „So sind unsere Anlagen aus geeigneten Materialien und leicht zu reinigen. Wir vermeiden Hohlräume und verwenden passende Schmiermittel. Natürlich liefern wir die entsprechenden Qualifizierungs- und Validierungsunterlagen mit“, sagt Philipp Bohnet, Leiter des Geschäftsbereichs Medizintechnik bei Koch. Dazu kommt der Wunsch der Kunden nach individuellen Lösungen. Bei Koch wird dafür ein Basismodul um weitere Komponenten wie z. B. Folien- und Leafletzuführung oder Inspektions- und Kennzeichnungssysteme ergänzt. So entsteht die passende Maschine, auch wenn z. B. der Platz im Reinraum begrenzt ist. „Wir haben oft Kunden, die nur wenige Quadratmeter für die Blistermaschine zur Verfügung haben. Gemeinsam finden wir dann die beste Lösung“, berichtet Philipp Bohnet. „Dadurch sind die Maschinen sehr individuell. Wir bauen kaum eine ein zweites Mal.“

Auf den Punkt gebracht: Innovationen bei Materialien, Komponenten und Systemen bis hin zu kompletten Maschinenlösungen bleiben die Triebfeder für die Compamed. Diese findet 2014 vom 12. bis 14. November statt.

Kontakt:

Messe Düsseldorf GmbH

D-40474 Düsseldorf

www.compamed.de

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