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Bopla Individuelle Standardgehäuse

Redakteur: Peter Reinhardt

Das Design von Gehäusen spielt in der Medizintechnik eine ebenso entscheidende Rolle wie Funktionalität und Langlebigkeit. Um sich gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren, hat sich Med-Serv bei seinem neuen Druckkalibriergerät für individuell anpassbare Standardgehäuse von Bopla entschieden.

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Botego-Gehäusesystem: Aus den Grundelementen lassen sich die unterschiedlichsten Gehäusetypen realisieren – vom flachen Modemgehäuse in Standardausführung bis zum großen, kundenspezifisch angepassten Tischgerät.
Botego-Gehäusesystem: Aus den Grundelementen lassen sich die unterschiedlichsten Gehäusetypen realisieren – vom flachen Modemgehäuse in Standardausführung bis zum großen, kundenspezifisch angepassten Tischgerät.
(Bild: Bopla)

Indirekte, nichtinvasive Blutdruckmessung zählt zu den Standarduntersuchungen beim Arzt und zu Hause. Damit die hierfür eingesetzten Messinstrumente verlässliche Werte anzeigen, ist eine Kalibrierung mit entsprechenden Druckkalibriergeräten erforderlich. Ein Hersteller solcher Geräte ist die Leipziger Med-Serv GmbH.

Optisch stets präsent, doch häufig wenig beachtet ist das Gerätegehäuse, das die eigentliche Messtechnik umgibt. Dabei gelten auch hier hohe Anforderungen. Bei Med-Serv sollte das Gehäuse nicht nur die Elektronik mit Pumpe und digitalem Drucksensor aufnehmen, es musste auch durch Funktionalität, Stabilität und Kompaktheit überzeugen sowie optisch ansprechend sein. Ein geschlossenes Standardgehäuse aus der Botego-Serie von Bopla entsprach genau den Vorgaben. „Form und Abmessungen passten perfekt. Zudem stimmte der Preis, da keine aufwendigen Anpassungen erforderlich waren“, sagt der stellvertretende Med-Serv-Projektleiter Daniel Gräfe.

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Prägnante Elemente

Standardgehäuse besitzen viele Vorteile. Sie sind schnell verfügbar und kostengünstig. Doch häufig unterscheiden sie sich nicht oder zu wenig von Wettbewerbsprodukten. Um diese Differenzierung zu einem akzeptablen Preis zu ermöglichen, entwickelte das Bündener Unternehmen Bopla Gehäusesysteme mit optisch prägnanten Elementen für kundenspezifische Anpassungen der Basisausführungen. Bei der von Med-Serv eingesetzten Gehäuseserie zählen dazu Kappensätze zur Abdeckung von Schrauben, Designelemente ohne technische Funktion und Designfolien für die optische Veränderung der Gehäuseflächen. Diese gestalterischen Elemente sind in unterschiedlichen Formen und Farben lieferbar. Die Frontplatten stehen in vier Designvarianten und sechs Farben zur Verfügung. Damit lässt sich das Aussehen der Geräte schnell und unkompliziert mit nahezu unendlicher Kombinationsvielfalt verändern. „Auf Anfrage lassen sich diese Elemente auch in kundenspezifischen Farben fertigen“, ergänzt Bopla-Produktmanager Mathias Bünte.

Ein Botego-Gehäuse setzt sich aus zwei Halbschalen zusammen und ist in vier verschiedenen Grundgrößen sowie drei Standardhöhen verfügbar, bei denen Bopla auch die Anforderungen der 19”-Technologie berücksichtigt. Die Halbschalen sind wahlweise mit oder ohne Lüftungsschlitze erhältlich. Eine Unterscheidung zwischen Unter- und Oberteil gibt es nicht. Das beschleunigt Auswahl und Montage. Aus den Basiselementen lässt sich so ein großes Spektrum unterschiedlicher Abmessungen realisieren – vom flachen Modemgehäuse bis zum großen Tischgerät.

Variable Anordnung

Zusätzlich steht ein Erweiterungssatz zur Verfügung, um die Gehäusehöhe aufzustocken. Dessen Komponenten sind so konstruiert, dass die fertigen Gehäuse dank der speziellen Gestaltung der Kappensätze sowohl horizontal als auch vertikal genutzt werden können. Die Gehäusehalbschalen verfügen zudem über große abgesetzte Flächen, die sich für Folientastaturen eignen. Sie können aber auch mit ausgefallenen Designfolien versehen werden, die für eine hochwertige Geräteoptik sorgen. Für eine stabile Verbindung bei kleinem Montageaufwand sorgt die Rastverschlusstechnik.

Das Gehäusesystem ermöglicht die variable Anordnung der Lüftung. Die Montage direkt übereinander eignet sich beispielsweise im Bereich eines Trafos. Eine versetzte Anordnung erlaubt dagegen die diagonale Durchlüftung des gesamten Gehäuses. „Das ist besonders von Vorteil, wenn Geräte gestapelt werden und die austretende warme Luft nicht direkt in das darüber liegende Gerät eindringen soll“, erläutert Bünte. Darüber hinaus sind sämtliche Gehäusekomponenten sortenrein recyclebar.

Mechanische Stabilität

Med-Serv wählte für das Panib-Gehäuse eine lichtgraue Ausführung, kombinierte sie mit einer Aluminiumfrontplatte und dem Botego-Kappensatz 3 mit Aufstellklappfuß sowie einer kundenspezifischen Folientastatur in Profiline-Technologie. „Die Eingabeeinheit des Druckkalibriergeräts muss sich im Prüfalltag bewähren. Dafür sind hohe mechanische Stabilität und langlebige Tasten mit gutem Druckpunkt erforderlich“, erklärt Gräfe. „Außerdem werden unsere Geräte häufig in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit gelagert. Die Kontaktflächen müssen also korrosionsfest sein.“

All diese Anforderungen erfüllt die Profiline-Folientastatur. Die fühlbaren und robusten Tastenelemente liegen zwischen den vergoldeten Edelstahlschnappscheiben und der Frontfolie und geben eine sehr gute taktile Rückmeldung. Ein integriertes Acryl-Inlay schützt die Tastatur vor Staub und Feuchtigkeit und bewahrt die Schnappscheiben vor Deformationen. Selbst große, punktuelle Krafteinwirkungen beschädigen die Tastenflächen nicht. Das gibt Anwendern völlige Gestaltungsfreiheit bei der Tastenform. Spezielle Wünsche können durch angepasste Inlays realisiert werden.

Nicht nur bei der Ausführung von Folientastaturen ist eine kundenspezifische Modifikation der Gehäuse und Frontplatten möglich. Gefräste Aussparungen, applikationsspezifische Bohrungen oder die Ausstattung mit verschließbaren Frontklappen sowie eine individuelle Bedruckung im Sieb- oder Tampondruck sind jederzeit auf Kundenwunsch machbar.

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