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ZVEI exklusiv Hybrid-OP: „Es muss nicht immer High-end sein“

| Autor / Redakteur: Andreas Bätzel / Peter Reinhardt

Um auch künftig zu bestehen, sehen sich viele Kliniken gezwungen, hybride Interventionsmöglichkeiten anzubieten. Die Folge: Der Stellenwert hybrider Operationssäle als integrierte Funktionsräume steigt – und damit auch die Anforderungen an die Analyse des Zusammenspiels von chirurgischem Eingriff und medizinischer Bildgebung.

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„Hybride Operationsräume müssen nicht immer High-end-Lösungen sein. Stattdessen sollte der Beschaffungsentscheidung und der Ausstattung derartiger Funktionsräume eine sorgfältige Analyse vorausgehen“, Andreas Bätzel, Fachreferent Gesundheitsmarkt/Medizintechnik im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.
„Hybride Operationsräume müssen nicht immer High-end-Lösungen sein. Stattdessen sollte der Beschaffungsentscheidung und der Ausstattung derartiger Funktionsräume eine sorgfältige Analyse vorausgehen“, Andreas Bätzel, Fachreferent Gesundheitsmarkt/Medizintechnik im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.
(Bild: ZVEI)
  • Stellenwert hybrider Operationsräume in Kliniken steigt
  • Checkliste zur Erweiterung bestehender Räume sowie auch für neue Hybrid-Operationsräume
  • Auch die Intensivmedizin und Normalversorgung als denkbare räumliche Einheiten für hybride Planungskonzepte betrachten

Das fachübergreifende Arbeiten gewinnt in der Medizin erkennbar an Bedeutung. Gleichzeitig spielen minimal-invasive Eingriffe in verschiedenen medizinischen Disziplinen eine zunehmende Rolle. So ist bei solchen Operationen am Herzen oder am Gehirn oftmals ein Zusammenwirken von Endoskopie und Röntgen notwendig. Immer häufiger werden dabei neben der Endoskopie auch andere bildgebende Verfahren direkt im OP eingesetzt.

Hybride Interventionsmöglichkeiten planen und anbieten

Dadurch bekommen hybride Operationsräume in Kliniken einen deutlich höheren Stellenwert. Das hat auch wirtschaftliche Beweggründe: Für zahlreiche Krankenhäuser ist es aus Wettbewerbsgründen erforderlich, hybride Interventionsmöglichkeiten zu planen und anzubieten. Es muss allerdings nicht immer die High-end-Lösung sein. Stattdessen sollte der Beschaffungsentscheidung und der Ausstattung derartiger Funktionsräume eine sorgfältige Analyse vorausgehen.

Eine im ZVEI entwickelte Checkliste für die Einrichtung von Hybrid-Operationsräumen liefert dafür eine Planungshilfe – sowohl zur Erweiterung bestehender Räume als auch für neue Räume. Im Zentrum stehen die Aspekte medizinischer Workflow, Ausstattung, Sicherheit, Zukunftsausrichtung und Wettbewerbsfähigkeit. Bisher orientiert sich diese Checkliste stark an den beteiligten bildgebenden Systemen. Der generelle Trend der Produktintegration im OP macht jedoch heute den Blick über den Tellerrand notwendig. Weitere Produkt- und Fachbereiche wie Anästhesie-Systeme und die Chirurgie rücken in den Fokus.

Hybride Planungskonzepte konsequent zu Ende denken

Die Idee, den Planern, Betreibern und Ausschreibenden von OP-Räumen frühzeitig im Planungsprozess eine Hilfestellung zu geben, soll nun schrittweise vertieft und übergreifend ausgestaltet werden. Zusätzlich sollen neben dem OP als nächstes auch die Intensivmedizin und die Normalversorgung als denkbare räumliche Einheiten für solch ein Planungskonzept betrachtet werden. Der ZVEI wird nächste Schritte für die Ausweitung der aktuellen Checkliste noch in diesem Jahr in verschiedenen Fachgruppen diskutieren und vorbereiten. Um umfassende Lösungsansätze zu entwickeln, strebt der Verband eine verbändeübergreifende Zusammenarbeit an und ist für Gespräche mit allen Beteiligten offen.

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Andreas Bätzel ist Fachreferent Gesundheitsmarkt/Medizintechnik im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

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