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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik BfArM lässt erste Infektionsschutzmaske für Kinder zu / Räume mithilfe von UV-Strahlen desinfizieren

| Aktualisiert am 31.05.2021Redakteur: Kristin Breunig

Das BfArM lässt erstmals eine Infektionsschutzmaske für Kinder in FFP2-Qualität als Medizinprodukt zu. Derweil hat die Hartmann GmbH einen HA-UV-3D-Raumdesinfektor auf den Markt gebracht. Die Desinfektion erfolgt unbeaufsichtigt und ohne Chemie.

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Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )
  • BfArM lässt erste Infektionsschutzmaske für Kinder zu
  • Räume mithilfe von UV-Strahlen desinfizieren
  • Europas erster Covid-Online-Test vom TÜV geprüft
  • Digitale Anwendungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie
  • Hohe Wirksamkeit des Airodoctor Luftreinigers bestätigt
  • Neuer Ansatz zur oralen Impfung gegen das Coronavirus
  • UV-Desinfektion von Heraeus in Impfzentrum eingesetzt
  • TEQ bringt IVD-Testkit-Schale auf den Markt
  • T4M 2021 abgesagt
  • Mondi startet Maskenproduktion in Deutschland
  • Corona-Schnelltest von Dräger
  • Start-up bringt selbstdesinfizierende Maske auf den Markt
  • Entkeimungsgeräte gegen Coronavirus
  • 30.000 OP-Masken täglich produziert

BfArM lässt erste Infektionsschutzmaske für Kinder zu

[Fr 28.05.2021, 11:43] Der Hersteller Sentias gibt bekannt, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstmals eine Kindermaske als Medizinprodukt der Klasse 1 zugelassen hat. Die Maske von Sentias entspricht FFP2-Qualität und darf im Rahmen der Covid-19-Pandemie als BfArM-geprüfte Infektionsschutzmaske für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Die Infektionsschutzmaske ist an mittlere Kopfgrößen von Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren angepasst.

Der FFP2-Standard ist ausschließlich auf Masken für Erwachsene ausgelegt. Kindermasken können selbst bei höchsten Qualitätsansprüchen nicht als FFP2-Maske zugelassen werden. Deshalb handelt es sich bei der nun deutschlandweit erstmals zugelassenen Infektionsschutzmaske für Kinder trotz einer Filterleistung über 94 Prozent auch nicht um eine FFP2-Maske. Einzigartig ist bei der Kindermaske von Sentias jedoch die Sonderzulassung als Medizinprodukt.

Apotheken, Arztpraxen und andere Gesundheitseinrichtungen können die Infektionsschutzmaske für Kinder ab sofort unter ffp2-masken.online beschaffen. Auch Bildungseinrichtungen können hier Bestellungen platzieren. Endverbraucher erhalten die Maske in Kürze über die Apotheke ihres Vertrauens oder über verschiedene Online-Shops.

Räume mithilfe von UV-Strahlen desinfizieren

[Do 27.05.2021, 17:02] Die Hartmann GmbH aus Hainichen hat ein Gerät entwickelt, welches komplette Räume mithilfe von UV-Strahlen desinfiziert und das auch gegen das Corona-Virus wirksam ist. Der HA-UV-3D-Raumdesinfektor ist als einfach bedienbares Standgerät ausgeführt. Der 360-Grad-Rundum-Strahler ergänzt die im Normalfall aufwändige und personalintensive Desinfektion von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen und sonstigen Räumlichkeiten, die potenziell mit Krankheitserregern belastet sind. Da die Desinfektion ohne Chemie erfolgt, kann der Raum unmittelbar nach dem Desinfektions-Vorgang wieder betreten werden. Das bei diesem Raumdesinfektions-Gerät zum Einsatz kommende Leuchtmittel sendet energiereiches UV-C-Licht der Wellenlänge 254 nm aus, welches sich als besonders effektiv im Einsatz gegen Viren, Bakterien und sonstige Krankheitserreger erwiesen hat.

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Europas erster Covid-Online-Test vom TÜV geprüft

[Fr 14.05.2021, 17:01] Europas erster Covid-Online-Test, der „Covidtestonline.de“, wurde erfolgreich vom TÜV Rheinland geprüft. Seit dem 10. Mai 2021 darf der Testprozess der Coteon GmbH das TÜV-Prüfsiegel tragen.

Der TÜV Rheinland führte an mehreren Tagen im April und im Mai 2021 ein Audit des Testprozesses durch, inklusive eines so genannten „Mystery Checks“, bei dem ein Mitarbeiter des TÜV sich unerkannt als Käufer und Kunde ausgibt, um unvoreingenommen das Produkt und den Ablauf zu testen.

Die Person die sich Testen lassen möchte meldet sich auf Covidtestonline.de an und identifiziert sich per Web-ID. Den Nasenflügel-Test führt die zu testende Person mit Videobegleitung selbst durch. Im Anschluss zertifiziert geschultes Personal den Test. Fällt der Test negativ aus, wird vom digitalen Testzentrum innerhalb von zwei Stunden das Zertifikat per Mail zugestellt, zum Ausdrucken oder Vorzeigen mit dem Handy. Das Zertifikat kostet 14,90 Euro und ist in zwölf Sprachen verfügbar. Bei einem positiven Testergebnis wird das Ergebnis an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt, wenn dies vom Gesundheitsamt so vorgegeben ist. Zusätzlich erhält die Testperson ein Informationsblatt mit wichtigen Hinweisen und Handlungsempfehlungen.

Digitale Anwendungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

[Do 15.04.2021, 09:11] Das Meinungsforschungsinstitut Civey führte im April im Auftrag des Eco-Verbands eine Umfrage zum Thema digitale Anwendungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie durch. Dieser Umfrage zufolge hält nur ein Drittel der Befragten Check-In-Lösungen wie die Luca-App für Restaurantbesuche für sinnvoll, 29,1 Prozent für Veranstaltungen. Knapp 70 Prozent würden aber grundsätzlich digitale Anwendungen nutzen, wenn diese zu weiteren Öffnungsschritten beitragen würden.

Die digital unterstützte Arbeit im Homeoffice befürworten 63,4 Prozent der Befragten, Apps zur Kontaktnachverfolgung gut die Hälfte (52,7 %), die Einführung eines digitalen Impfausweises knapp die Hälfte (47,3 %). 42 Prozent nutzen digitale Hilfsmittel beim Homeschooling. Die Nutzungsbereitschaft für digitale Lösungen ist bei den 18- bis 29-Jährigen mit rund 74 Prozent am höchsten. Dicht gefolgt von der Altersgruppe 65+ mit knapp 71 Prozent.

Zur kompletten Beendigung der Einschränkungen wird der Einsatz von Technologien und Anwendungen nicht führen. Dennoch meint knapp die Hälfte der Befragten, dass diese durch die flächendeckende Nutzung digitaler Technologien verkürzt werden könnten. Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des Eco-Verbands, appelliert darum an die Politik, im engen Schulterschluss mit der IT-Wirtschaft eine bundesweit geltende Strategie für den sinnvollen Einsatz digitaler Lösungen zu entwickeln. Nur so könnten weitere Folgen der Corona-Einschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft abgefedert sowie mögliche Öffnungsschritte realistisch geplant werden.

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von Eco am 8. und 9. April 2021 rund 2.500 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ. Bei der Frage „Welche digitalen Anwendungen und Lösungen halten Sie bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie für besonders sinnvoll?“ war eine Mehrfachantwort möglich.

Hohe Wirksamkeit des Airodoctor Luftreinigers bestätigt

[Fr 09.04.2021, 10:09] Ein wissenschaftliches Sachverständigengutachten der Berliner Charité bescheinigt dem Luftreiniger Airodoctor eine hohe Wirksamkeit bei der Raumluftreinigung von luftgetragenen Infektionserregern und Allergenen. Der bewertete Airodoctor Luftreiniger WAD-M20 beruht auf der so genannten UV-A-LED-Photokatalyse. Die luftgetragenen Schadstoffe werden dabei über eine Titandioxid-Oberfläche geleitet und durch eine durch UV-A Bestrahlung ausgelöste Reaktion unschädlich gemacht. Die Technologie filtert und zersetzt auch die kleinsten Fremdkörper aus der Atemluft – ohne Ozon und ohne Chemikalien. Hierzu gehören auch Viren wie Influenza oder Sars-Cov-2.

Der Luftreiniger ist außerdem nach ISO 16000-36 zertifiziert sowie von der Europäischen Allergie-Stiftung mit dem ECARF-Siegel für Allergikerfreundlichkeit ausgezeichnet.

Neuer Ansatz zur oralen Impfung gegen das Coronavirus

[Mi 24.03.2021, 08:30] Wissenschaftler*innen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg unter der Leitung von Professor Thomas Rudel und das biopharmazeutische Unternehmen Aeterna Zentaris GmbH arbeiten gemeinsam an einer Schluckimpfung gegen Covid-19. Die Impfung soll in Form einer Kapsel geschluckt werden und im Dünndarm des Menschen ihre Wirkung entfalten. Die präklinische Entwicklung, die den Weg zu ersten klinischen Studien an Menschen ebnen soll, hat bereits begonnen.

Thomas Rudel ist Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Vor gut einem Jahr hatte er die Idee für die orale Schutzimpfung. Sein Ansatz fußt auf einem oralen Typhus-Impfstoff, welcher auf dem Bakterienstamm Salmonella Typhi Ty21a basiert. Mit dem gleichen Bakterienstamm arbeiten jetzt auch Rudel und die Wissenschaftler*innen in seinem Labor. Allerdings mit der bedeutenden Modifikation, dass sie die Bakterien so programmiert haben, dass sie Sars-Cov-2-Antigene produzieren.

UV-Desinfektion von Heraeus in Impfzentrum eingesetzt

[Mo 22.03.2021, 11:08] Die Stadt Offenbach beauftragte die Herbert Wagner Haustechnik GmbH aus Biebergemünd mit dem Bau einer Luftentkeimungsanlage für ein Impfzentrum. Hierfür arbeitete Wagner mit Heraeus Noblelight zusammen. Die Lüftungsspezialisten bestimmten die optimale Auslegung der UV-Desinfektion mithilfe eines Berechnungstools und wählten daraufhin die Soluva-Air-D-Systeme. „Wir tauschen die Luft in der Halle mehr als fünfmal in der Stunde aus. Insgesamt sind das mehr als 50.000 m3 Luft, die dauerhaft desinfiziert werden“, erklärt Matthias Wagner, Spezialist für Lüftungs- und Klimasysteme bei Herbert Wagner Haustechnik.

UV-C-Licht ist energiereich und wirksam gegen Viren, Bakterien und Pilze. Das UV-C-Licht durchdringt ihre dünne Lipid-Schicht leicht und zerstört das Virus sofort. Die Soluva-Air-D-Module sind in vier Größen erhältlich und lassen sich so an die vorhandenen Luftkanäle und die benötigte Luftmenge anpassen. Das Fraunhofer Institut für Bauphysik hat die Wirksamkeit der Luftdesinfektion mittels geschlossenen UV-C-Luftreinigungsgeräten unter Realbedingungen bestätigt. Heraeus UV-C-Luftreinigungsgeräte können nach eigenen Angaben die Virenlast in geschlossenen Räumen über 99 Prozent reduzieren. In weiteren Tests mit dem Hygieneinstitut Biotec oder dem Universitätsklinikum Tübingen wurde die desinfizierende Wirkung des UV-C-Lichts bestätigt.

TEQ bringt IVD-Testkit-Schale auf den Markt

[Do 18.03.2021, 13:34] Der europäische Thermoformer TEQ bietet thermogeformte Testkit-Schalen an. Sie sind nicht nur als Covid-19-Testkit-Schale einsetzbar, sondern bieten auch die Möglichkeit, sie für andere IVD-Testkits zu verwenden, z. B. für DNA-Testkits, Screening-Testkits, Probenahme- und Überwachungskits. Die IVD (In Vitro Diagnostic)-Testkit-Schalen bieten eine gute Präsentation und einen verbesserten Schutz der Komponenten. So lassen sie sich in selbsterklärende Verpackungen für den Postversand integrieren. Die Schalen selbst können auch leicht mit Prägungen von Anleitungen, Produktreferenzen und Codes versehen werden.

Darüber hinaus sind die Testkit-Schalen sowohl aus recyceltem und wiederverwertbarem Kunststoff als auch aus FSC-zertifizierten Fasern erhältlich, die mit dem Papierstrom recycelt werden können.

T4M 2021 abgesagt

[Do 18.03.2021, 11:47] Die T4M – Technology for Medical Devices findet 2021 aufgrund der Pandemie-Situation nicht statt. In einer Pressemitteilung heißt es: Die Entscheidung wurde auf Wunsch der Branche gemeinsam mit dem Messebeirat und den ideellen Trägern Swiss Medtech und VDMA Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik getroffen. Nach eingehender Prüfung und Rücksprachen mit der Branche, habe sich die Messe Stuttgart gegen das digitale Abbilden einer physischen Fachmesse für Medizintechnik entschieden. 2022 plant der Veranstalter wieder eine Präsenzmesse vor Ort in Stuttgart durchzuführen. Mehr dazu hier.

Mondi startet Maskenproduktion in Deutschland

[Di 16.03.2021, 12:250] Mondi nimmt an seinem deutschen Standort in Gronau eine neue Produktionsanlage zur Fertigung von Filtervlies und medizinischen Gesichtsmasken in Betrieb. Das Produktionsvolumen umfasst 700 Masken pro Minute, das entspricht rund einer Million Masken pro Tag. Auch das Basismaterial, der Vlies-Filterstoff, wird vor Ort hergestellt.

Die Masken sind vom deutschen Johner Institut als Medizinprodukt sowie nach Oeko-Tex und Dermatest zertifiziert.

Corona-Schnelltest von Dräger

[Do 04.03.2021, 08:27] Dräger erweitert seine Lösungen gegen die Corona-Pandemie wie Intensivbeatmungsgeräte, FFP2-Atemschutzmasken und CO2-Sensoren mit einem weiteren Produkt, einem Antigen-Schnelltest. Mit seiner einfachen und hygienischen Probennahme und -auswertung eignet sich das Produkt besonders für den Selbsttest. Ein kurzer Abstrich im vorderen Nasenbereich genügt. Die Auswertung erfolgt ohne Kontakt des Anwenders zu Testflüssigkeiten. Das Ergebnis kann wenig später ohne Hilfsmittel abgelesen werden. Dadurch werden Tests überall dort möglich, wo Menschen enger zusammenkommen, beispielsweise im Familien- und Freundeskreis, in der Freizeit, bei Veranstaltungen, sowie im Arbeitsumfeld – ganz ohne professionelle Hilfe.

Das Testergebnis liegt nach 15 Minuten Wartezeit vor. Zur Zeit untersucht Dräger in mehreren klinischen Studien, unter anderem an der Charité in Berlin, die Genauigkeit des Dräger-Antigen-Schnelltests. Das Unternehmen plant die CE-Zulassung des Tests für die professionelle Anwendung sowie für die Eigenanwendung im Frühjahr 2021.

Start-up bringt selbstdesinfizierende Maske auf den Markt

[Di 02.03.2021, 09:56] Selbstständige Desinfizierung und Freies Atmen: Die Upper Hand Maske besteht sowohl auf der Außen- als auch auf der Innenseite aus Materialien, die sich ununterbrochen und dauerhaft selbst desinfizieren. Ganz ohne den Einsatz von Waschmitteln oder Desinfektionsmitteln. Die Wirkung liegt in der Faser selbst. Das Material ist wissenschaftlich zertifiziert und reduziert mehr als 99.9 Prozent an Covid-Viren auf der Oberfläche. Zudem hat die Maske in der Mitte einen feinen und effizienten Hochleistungs-Nanofilter. Dieser filtert Mikropartikel, etwa die Aerosole des Covid-19-Virus und andere Mikroben mit einem Durchmesser von 0,2 bis 2 µm. Dabei lässt das Material in etwa doppelt so viel Luft hindurchströmen wie Hochschutz-Masken der Klasse FFP2.

Die Upper Hand Maske wurde von Hygiene-Forschern der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit Textil-Spezialisten der RWTH Aachen entwickelt. Federführend verantwortlich für die Entwicklung der Upper Hand Maske ist Dr.-Ing. David Schmelzeisen, Mitgründer von Upper Hand. Die Entwicklung der Maske ist durch den europäischen Innovationsfonds Eit Health gefördert.

Entkeimungsgeräte gegen Coronavirus

[Mo 01.03.2021, 16:31] Wegen der weiter angespannten Corona-Situation bleiben wirksame Hygienemaßnahmen gegen die Pandemie ein wichtiges und alternativloses Thema. Dabei unverzichtbar für Klassenräume in Schulen, Altenheime, Hotels oder Fitnessstudios sind Entkeimungsgeräte, die in kurzer Zeit das SARS-Cov-2-Virus unschädlich machen. Sie nutzen die UV-C-Strahlung gegen die Bekämpfung von Viren. Wichtig hierbei ist, dass die Geräte die richtige Strahlendosis einsetzen. Nicht jedes Gerät ist dazu in der Lage. Als führendes Prüfhaus bietet das VDE Institut die Überprüfung der Entkeimungswirkung der Geräte und bietet Herstellern einen entsprechenden Service. Für UV-C-Geräte wird die Entkeimungswirkung mittelts normativer Licht-Messung und deterministischer Bewertungsverfahren auf Basis von Modellen der WHO überprüft. Der VDE ist mit diesem Konzept der einzige Anbieter weltweit, der Entkeimungsgeräte im Einsatz gegen Corona überprüfen kann.

30.000 OP-Masken täglich produziert

[Mo 01.03.2021, 07:38] Seit Beginn der Covid-19-Pandemie produzierte das Berliner Unternehmen Günter Zühlsdorf OP-Masken für den gewerblichen Bedarf und das mit Erfolg. Nun gründete Geschäftsführer Nico Feichtinger eigens für die Masken-Produktion das Unternehmen Typ IIR. Täglich werden hier 30.000 zertifizierte medizinische Masken des Typ IIR nach dem europäischen Standard im Berliner Werk produziert, verpackt und an Kunden aus den Bereichen Medizin, Pflege und Einzelhandel sowie Arbeits- und Betriebsstätten verschickt.

Mithilfe des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie und der Pia Automation GmbH wurde in nur sechs Monaten eine vollautomatische Produktion für medizinische OP-Masken geplant, zertifiziert und realisiert. Die große Herausforderung bestand neben der Suche nach einer geeigneten Maschine und den Vorprodukten aus deutscher Produktion, vor allem in der Zertifizierung der OP-Masken vom Typ IIR.

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Covid-19 Antigen Self-Test erhält Sonderzulassung für Laien in Deutschland

[Mi 24.02.2021, 13:09] Siemens Healthineers hat heute bekannt gegeben, dass der Clinitest Rapid Covid-19 Antigen Self-Test, der mit einer Abstrichprobe aus dem Nasenraum durchgeführt wird, die befristete Sonderzulassung durch das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für die Eigenanwendung durch Laien in Deutschland erhalten hat. Daneben wurde das reguläre Konformitätsbewertungsverfahren für die CE-Kennzeichnung zur Eigenanwendung durch Laien eingeleitet. Außer in Deutschland ist die Eigennutzung dieses Tests – derzeit bis 30. Juni 2021 zeitlich befristet – in Österreich zugelassen.

In einer Studie mit 50 Personen ohne medizinisches Training, die mithilfe der Gebrauchsanweisung den Test selbst durchgeführt haben, wurde die Praktikabilität durch Laien bestätigt. Der Test verfügt bereits über eine CE-Kennzeichnung für den Einsatz durch Fachkreise für die Probenentnahme in der Nase.

Der Covid-19 Antigen Self-Test liefert innerhalb von 15 Minuten Ergebnisse. Dazu werden mittels eines Abstrichstäbchens Proben aus beiden Nasenlöchern entnommen. Der Abstrich wird dann in einem Reagenz ausgewaschen, wobei ein spezifisches Protein aus der Oberfläche des Virus gelöst wird. Diese Flüssigkeit wird in eine Aussparung in der Testkassette getropft. Innerhalb von 15 min wandert die Testflüssigkeit in das Sichtfeld der Kassette und wird durch einen Strich sichtbar. An der Position und Anzahl der Striche wird erkennbar, ob ein positives oder negatives Testergebnis vorliegt oder ob etwas bei der Testdurchführung falsch gemacht wurde und der Test wiederholt werden muss.

BV-Med fordert die Einbeziehung von Sanitätshäusern bei Schnelltests

[Mi 17.02.2021, 12:15] Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, fordert, dass Point-of-Care-(PoC)-Antigen-Schnelltests auch in Sanitätshäusern und über Hilfsmittel-Versorger erfolgen können. Bisweilen sollen die kostenlosen Tests, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für März 2021 angekündigt hat, u.a. in den Testzentren des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD), in Arztpraxen und Apotheken sowie in den von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) betriebenen Testzentren durchgeführt werden können.

„Bei den Schnelltests handelt es sich um Medizinprodukte. Die Sanitätshäuser und Hilfsmittel- bzw. Homecare-Versorger verfügen aufgrund ihres Versorgungsschwerpunkts mit Medizinprodukten über die notwendigen Voraussetzungen. Das sollten wir bei der Anpassung der Teststrategie besser nutzen“, so BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Evonik und Biontech stärken Partnerschaft im Kampf gegen Covid-19

[Do 11.02.2021, 10:30] Evonik hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen kurzfristig in die Produktion von Lipiden für mRNA-basierte Impfstoffe an seinen Standorten Hanau und Dossenheim investiert. Bereits in der zweiten Jahreshälfte sollen dort im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Impfstoffhersteller Biontech kommerzielle Mengen produziert werden. Die Herstellung der Lipide leiste einen wichtigen Beitrag zur Liefersicherheit des Pfizer-Biontech-Impfstoffs gegen Covid-19.

Die Lipide sind für die Herstellung hoch wirksamer mRNA-basierter Impfstoffe zwingend erforderlich. Nur mit einer Steigerung der Lipid-Produktion lässt sich auch die Herstellung des Impfstoffs weiter erhöhen. Evonik und der Impfstoffhersteller Biontech bauen damit ihre strategische Partnerschaft weiter aus.

BV-Med begrüßt Klarstellungen zum priorisierten Personenkreis der Impfberechtigten

[Mi 10.02.2021, 08:48] Mitarbeiter von Medizintechnik-, Hilfsmittel- und Homecare-Unternehmen, Sanitätshäusern sowie Medizinprodukteberater bei der OP-Begleitung gehören nach der Begründung zur in dieser Woche veröffentlichten neuen Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) zum priorisierten Personenkreis. Darauf weist der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, hin. „Wir begrüßen diese Klarstellung in der offiziellen Begründung der Verordnung sehr. Damit ist sichergestellt, dass es bei diesen für die Patientenversorgung und die Produktion von relevanten Medizinprodukten so wichtigen Berufsgruppen keine Umsetzungsprobleme mit der Impfverordnung in der Praxis gibt“, kommentiert BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Nach der Begründung zur neuen Impfverordnung wurden folgende Gruppen neu priorisiert:

  • „Medizinprodukteberaterinnen und -berater bei der Operationsbegleitung, Personal von Hilfsmittel-/Homecare-Diensten und Sanitätshäusern“ fallen neu unter die höchste Impfpriorität (Gruppe 1). „Mitarbeitende in der Spezialpflege, z.B. Stoma- oder Wundversorgung“ sind ebenso explizit genannt.
  • „Außendienst-Technikerinnen und -Techniker (von z.B. Beatmungsgeräten)“ sowie „Medizintechnik (…) zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur“ fallen neu unter die hohe Priorität (Gruppe 2).
  • „Medizinprodukteindustrie“, „Großhandel für Medizinprodukte und Sanitätshausmitarbeitende“ fallen neu unter die erhöhte Priorität (Gruppe 3).

BMG ermöglicht die Abgabe von Selbsttests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus

[Mo 08.02.2021, 10:36] Am 3. Februar trat eine Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung in Kraft. Diese ermöglicht die Abgabe von Selbsttests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus Sars-CoV-2. Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) begrüßte die Änderung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). „Der Gesetzgeber hat anerkannt, dass Eigenanwendungstests eine bedeutende Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie, Dr. Martin Walger. Der VDGH weist aber darauf hin, dass ein positives Ergebnis eines Antigenschnelltests Konsequenzen mit sich bringt. In diesem Fall sollte eine Nachtestung mit einer PCR im ärztlichen Labor durchgeführt werden. So sieht es die nationale Teststrategie der Bundesregierung vor.

Für die Testhersteller bedeutet die Verordnung jetzt grünes Licht, um Eigenanwendungstests marktverfügbar zu machen. Nach Einschätzung des Verbandes wird es noch einige Zeit dauern, bis die Testhersteller CE-markierte Tests für die flächendeckende Versorgung in Deutschland bereitstellen können. Im Laufe des Februars ist mit den ersten Eigenanwendungstests zu rechnen. Die europäische IVD-Richtlinie schreibt für das Inverkehrbringen von Eigenanwendungstests vor, dass im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens eine externe Prüfinstitution (Benannte Stelle) eingeschaltet werden muss. Die Testhersteller müssen zudem durch Studien die Gebrauchstauglichkeit dieser Tests nachweisen. Der Laie muss die Anwendung des Tests beherrschen und das abgebildete Testresultat verstehen können.

Inzwischen liegen wissenschaftliche Studien vor, die nachweisen, dass Selbsttests durch Laien zuverlässig möglich sind. Mit Hochdruck evaluiert die Industrie praktikable Formen der Probenahme, die als Abstrich aus dem vorderen Nasenraum, Gurgel- oder Spucktest besonders einfach handhabbar sind und eine Alternative zum Abstrich aus dem tiefen Nasen-/Rachenraum darstellen.

EU lässt Antigen-Selbsttest für Zuhause von Boson zu

[Mi 03.02.2021, 16:00] Die EU hat die Zulassung des Covid-19-Antigen-Selbsttests vom chinesischen Hersteller Boson für Ende Februar in Aussicht gestellt. Die Antigen-Schnelltests sind nicht nur für den privaten Gebrauch geeignet und sollen in 15 Minuten ein zuverlässiges Testergebnis liefern. Der Test wurde von führenden Medizininstituten, darunter das Paul-Ehrlich-Institut, als sicher eingestuft. Zudem wurde das Testverfahren so weiterentwickelt, dass auch mit Proben aus dem vorderen Mund-Nase-und-Rachen-Raum zuverlässige Testergebnisse möglich sein sollen. Dadurch seien die Tests nicht nur weniger unangenehm, sie könnten auch von medizinischen Laien vorgenommen werden.

Um den Balanceakt zwischen Sicherheit und Normalität zu meistern, hat sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Zugriff auf bis zu 16 Millionen Testkits pro Monat gesichert. Den europaweiten Vertrieb der neuen Schnelltests übernehmen Löwe Medizintechnik aus Waltenhofen (Deutschland) und Technomed aus Graz (Österreich). Ab März sollen die Tests für Endverbraucher in Apotheken und Drogeriemärkten und an allen bekannten Bezugsstellen für Medizinprodukte erhältlich sein.

BMS baut neue Produktionsstätte für Covid-19-Impfstoff-Kühllösungen

[Mi 03.02.2021, 15:15] B Medical Systems (BMS) baut neben seinem Werk in Hosingen, Luxemburg, ein weiteres Werk mit neuen Produktionslinien. Ab Juli 2021 soll der Betrieb dort aufgenommen werden. Das Unternehmen reagiert damit auf die stark gestiegene Nachfrage nach seinen Kühllösungen für Corona-Impfstoffe.

BMS bietet mit seinen Transportboxen, Ultratiefkühlgeräten, Gefrierschränken und Kühlschränken Lösungen für Lagerung und Transport von Impfstoffen an, die den Temperaturbereich von -80 °C bis 4 °C abdecken. Damit stehen für alle aktuell zugelassenen Corona-Vakzine passende Lösungen bereit.

Universitätsklinikum Heidelberg sucht Plasmaspender für Covid-Studie

[Mi 03.02.2021, 13:02] Menschen die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, besitzen in ihrem Blutplasma Antikörper gegen Sars-CoV-2. Die Studie „Recover“ unter der Federführung des Universitätsklinikums Heidelberg untersucht, ob Hochrisikopatienten durch Gabe dieses Blutplasmas vor einem schweren Verlauf der Krankheit geschützt werden können. Hierzu sucht das Universitätsklinikum Heidelberg Antikörper Geneser. Teilnehmer sollten den Auswahlkriterien für Blutspender entsprechen, die Covid-19-Erkrankung sollte mindestens vier Wochen zurück liegen. Der Zeitaufwand beträgt in etwa 15 Minuten für die Blutentnahme und das Ausfüllen eines kurzen Fragebogens.

Die Studie Recover wird gemeinsam von Dr. Claudia Denkinger, Leiterin der Sektion Klinische Tropenmedizin, Zentrum für Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg, und Professor Dr. Carsten Müller-Tidow, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie, geleitet. Kooperationspartner am Universitätsklinikum Heidelberg sind das Transfusionszentrum IKTZ, die Virologie und auf der klinischen Seite die Gastroenterologie und Thoraxklinik sowie die Anästhesiologie.

Samedi entwickelt digitale Impfliste zur automatischen Terminkoordination

[Di 02.02.2021, 16:05] Die Impfungen gegen das Corona-Virus sind schleppend angelaufen und die Impfzentren stehen vor großen Herausforderungen, was die gerechte Verteilung von Impfressourcen angeht. Um diesen Herausforderungen bestmöglich entgegenzuwirken, hat das Unternehmen Samedi aus Berlin gemeinsam mit dem Saarland als Ergänzung zur digitalen Prozessorganisation die Impfliste entwickelt. Über die Impfliste können sich Impflinge der priorisierten Gruppen online oder telefonisch für einen Impftermin anmelden. Dabei lassen sich bevorzugte Standorte und Zeitfenster für den zukünftigen Impftermin berücksichtigen. Sobald der für den Termin notwendige Impfstoff verfügbar ist, werden automatisch freie Termine per rechtlich abgesichertem Zufallsprinzip “Principle of Randomization” an die Impflinge auf der Impfliste vergeben: Erst- und Zweitimpfung sowie variierende zeitliche Abstände zwischen den beiden Terminen werden eingeplant.

Die Prozesssicherheit der Terminvergabe werde durch eine DDoS-Software gewährleistet. Diese sorge dafür, dass Bots, die sich für einen Impftermin registrieren wollen, abgewehrt werden. Um die Überlastung der Server während des Vergabeprozesses zu vermeiden, kommen dynamisch skalierbare Serverkapazitäten zum Einsatz, die dem aktuellen Auslastungsgrad entsprechend automatisch angepasst werden.

Control 2021 abgesagt

[Mo 01.02.2021, 15:20] Die Entscheidung ist gefallen: Die 34. Control – Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung – kann auch in diesem Jahr nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Nach ausführlichen Rücksprachen mit Ausstellern und dem Messebeirat musste sich der Messeveranstalter P. E. Schall GmbH & Co. KG dazu entschließen, das Branchenhighlight, das für den 04. bis 07. Mai 2021 vorbereitet worden war, abzusagen.

Aussteller und Fachbesucher warten darauf, sich endlich wieder persönlich austauschen zu können. Doch die gegenwärtige Pandemielage erfordert anhaltende Geduld von allen Beteiligten. „Schweren Herzens haben wir die Entscheidung getroffen, die Control 2021 als Präsenzmesse abzusagen“, teilt Bettina Schall mit, Geschäftsführerin der P. E. Schall GmbH & Co. „Einmal mehr haben wir mit allen Beteiligten auf der Basis von Vernunft und Verantwortungsbewusstsein diesen Entschluss gefasst.“ Viele Unternehmen aus allen Branchen hätten die Control als wichtigste Fachveranstaltung rund um die Mess- und Prüftechnik, Visiontechnologie, Bildverarbeitung und Sensortechnik und somit wichtigste Plattform der industriellen Qualitätssicherung sehnlichst erwartet, bekräftigt Bettina Schall. „Daher bedauern wir die Absage ganz besonders.“ Die nächste Control als Präsenzveranstaltung findet vom 03. bis 06. Mai 2022 statt.

T4M: Messetermin verschoben

[Mo 01.02.2021, 12:01] Die Messe Stuttgart verlegt die T4M – Technology for Medical Devices auf den 8. bis 10. Juni 2021. Durch diese frühzeitige Verschiebung und den neuen Termin nach den Pfingstfeiertagen möchte der Veranstalter die Durchführungswahrscheinlichkeit der Fachmesse für Medizintechnik und damit die Planungssicherheit für Aussteller sowie Besucher steigern. Mehr dazu hier.

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Mit Blaulicht Viren und Bakterien im Mund-Rachenraum abtöten

[Mo 01.02.2021, 10:00] Der Medicsblu Oralightstick vom Hersteller RP Medics ist ein erprobtes Lichtgerät zur Reinigung des Mund- und Rachenraums und ist sowohl vorbeugend als auch intensiv, z.B. bei Verdacht auf Covid-19, bakterielle Entzündungen, Heiserkeit oder auch Pilzinfektionen, anwendbar. Das Gerät wurde auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Phototherapie entwickelt. Mittels innovativem LED-Licht werden Viren, Bakterien und Pilze im Mund- und Rachenraum reduziert, die Vermehrung von Krankheitserregern eingedämmt und Übertragungsrisiken potenziell gemindert, so der Hersteller.

Bei Verdacht auf akute Infektionen empfiehlt RP Medics die intensive Behandlung mit zwei bis vier Anwendungen à 15 Minuten täglich, um das ganze Potenzial einer Viren- und Bakterienlast-Reduktion im Hals-/Rachenraum auszuschöpfen. Laut Unternehmensangaben bestätigte ein kürzlich von einem renommierten Labor in Chile durchgeführter Test die Möglichkeiten bei präventiver Anwendung des Medicsblu Oralightsticks. Dort konnten Bakterien und Pilze durch die Anwendung um 99,9 Prozent reduziert werden. Die Anwendung des Licht-Sticks sei in der empfohlenen Dosierung vollkommen ungefährlich, frei von schädlichen UV-Strahlen und ohne Nebenwirkungen, so RP Medics weiter.

Impfgipfel: Medizinprodukte-Hersteller einbinden

[Mo 01.02.2021, 09:30] Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, begrüßt die Initiative von Bund und Ländern, schnellstmöglich einen Impfgipfel durchzuführen. Eine erfolgreiche Impfkampagne sei aktuell das wichtigste Projekt, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Wichtig sei dabei eine bessere Koordination aller Beteiligten. „Dazu gehören auf Industrieseite auch unbedingt die Hersteller von Medizinprodukten wie Spritzen oder Kanülen“, so BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. „Der BV-Med und die relevanten Hersteller stehen zur aktiven Mitarbeit bereit.“ Mehr dazu hier.

Medtec Live & Summit: zweite virtuelle Ausgabe

[Do 28.01.2021, 14:16] Die 2nd Virtual Edition Medtec Live & Summit ist der zentrale Frühjahrstreffpunkt der europäischen Medizintechnik-Szene für Zulieferer über Entwickler und Hersteller bis zu Forschung und Anwendung. 2021 findet das Event vom 20. bis 22. April erneut online statt.

Weiterentwickelte Features und eine neue Benutzeroberfläche sollen das Netzwerken von Zuhause noch intuitiver und zielgerichteter machen. Zu den Highlights zählen das Matchmaking-System mit 1:1 Videocalls, das umfangreiche Programm des Medtec Summit, bei dem ausgewählte Experten an drei Tagen in insgesamt neun Sessions exklusive Einblicke in die Leitthemen Digitalization, Technology und Market geben, und die Präsentationen zahlreicher Aussteller und Experten. Der Start-up-Contest und ein neu geschaffener Talent Award für Nachwuchsforscher bringen frische Ideen ein. Mehr dazu hier.

Die Rapid.Tech wird in den Juni verschoben

[Do 14.01.2021, 14:00] Die Messe Erfurt hat bekannt gegeben, dass die für Anfang Mai geplante Rapid.Tech 3D auf den 22. und 23. Juni 2021 verschoben wird. Das Event findet als Kongressveranstaltung mit begleitender Ausstellung statt. Die Besucher können den Rapid.Tech 3D-Fachkongress sowohl als Live-Event vor Ort im Congress Center der Messe Erfurt als auch per Online-Stream verfolgen. Die Entscheidung hat die Messe Erfurt in Abstimmung mit dem Fachbeirat getroffen.

Die Rapid.Tech 3D steht 2021 unter dem Leitmotto Nachhaltigkeit. Neben den bewährten Sessions AM Wissenschaft; Automobil & Mobilität; Luftfahrt; Medizin-, Zahn- & Orthopädietechnik; Software, Prozesse, Konstruktion sowie Werkzeug-, Modell- & Formenbau sind 2021 zwei neue Themenbereiche auf der Agenda zu finden. Das Forum AM in Bauwesen & Architektur adressiert insbesondere die Vorteile generativer Verfahren für das Realisieren komplexer Formen und das ressourcen- wie kostenschonende Bauen mit hoher Flexibilität. Einen Blick in die Zukunft der additiven Fertigung will das Forum „Neues aus AM“ bieten. Im Fokus werden Verfahren und Werkstoffe stehen, die über den Stand der aktuell genutzten Technik hinausreichen, aber bereits eine hohe Anwendungsreife besitzen.

Als virtuelles Event wird, wie im vergangenen Jahr, die 3D Pioneers Challenge ausgetragen. Der internationale Designwettbewerb für additive Fertigungsverfahren fordert erneut Pioniere im 3D-Druck auf, ihre zukunftsweisenden Produkte und Technologien vorzustellen. Zum wiederholten Male stiftet das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft das Preisgeld in Höhe von 35.000 Euro. Die 3D Pioneers Challenge ist damit einer der höchstdotierten Design-Awards für Innovationen im 3D-Druckbereich weltweit.

Antigen-Test erlangt CE-Zulassung für Probenentnahme aus dem vorderen Nasenbereich

[Di 12.01.2021, 14:01] Siemens Healthineers hat bekannt gegeben, dass der Clinitest Rapid Covid-19 Antigen-Test die CE-Zulassung für die Verwendung von Nasenabstrichproben auch aus dem vorderen (anterioren) Teil der Nase in Europa erhalten hat. Der Schnelltest ist ein Point-of-Care-Kassettentest, für dessen Durchführung weder Laborinstrumente noch spezialisiertes Laborpersonal erforderlich sind und der in 15 Minuten Ergebnisse liefert. Der Test hatte bereits im Oktober 2020 die CE-Zulassung für die nasopharyngeale Abstrichmethode erhalten. Die neue Probenentnahme kann mit bereits ausgelieferten Testkits genutzt werden.

Zur Bewertung der klinischen Leistungsfähigkeit unter Verwendung der vorderen Nasenabstrichmethode wurde in den USA eine Studie mit 237 Probanden durchgeführt, von denen 109 mit einem PCR-Test als positiv bestätigt wurden. Die Studienergebnisse bestätigten eine Sensitivität von 97,3 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent im Vergleich zu den Ergebnissen eines von der FDA für den Notfalleinsatz zugelassenen rt-PCR-Tests – letzterer mit Proben aus dem Nasopharynx.

Doctolib koordiniert die Impftermine in der Hauptstadt

[So 27.12.2020, 14:00] Doctolib wurde von der Berliner Senatsverwaltung für das Termin-Management und zur Dokumentation der Impfungen gegen das SARS-CoV-2-Virus ausgewählt. Das E-Health-Unternehmen betreibt seit Jahren eine intelligente Plattform und eine App, über die Vor-Ort-Termine und Videosprechstunden vereinbart und verwaltet werden können.

Impfberechtigte Personen können entweder über die Telefonhotline des Berliner Senats oder online über die Website der Behörde einen Termin vereinbaren. In beiden Fällen werden alle Termine über die intelligente Plattform von Doctolib in Echtzeit eingebucht. So seien Doppelbuchungen ausgeschlossen und die Kapazitäten der Impfzentren bestmöglich ausgelastet. Wer seinen Termin über die Webseite vereinbaren möchte, wird von der Internetseite des Senats auf das Online-Portal von Doctolib weitergeleitet, wo die Buchung abgeschlossen werden muss.

Die Dokumentation der Impfungen übernimmt ebenfalls Doctolib. Die Impfzentren können ihre Aktivitäten in Echtzeit nachverfolgen und so Impfstatistiken mit dem RKI teilen (z.B. Chargencode, die Indikation der Corona ImpfVO vom 18.12.2020, Impfstoff und Impfdaten).

Samedi unterstützt Impfzentren in zehn Bundesländern bei der Terminplanung

[Mi 23.12.2020, 14:50] Der E-Health-Anbieter Samedi vernetzt mit der gleichnamigen Softwarelösung Arztpraxen und Kliniken mit Lösungen entlang der digitalen Patient Journey wie Online-Terminvergabe, Patientenformulare, Videosprechstunden und papierloser Zuweisung. Nun unterstützt das Unternehmen auch Corona-Impfzentren in zehn der 16 Bundesländer bei der Terminplanung und -koordination.

Nach Eingabe eines Buchungscodes oder entsprechenden Vorabfragen können impfberechtigte Personen gemäß der Priorisierung online einen Termin für die Impfung gegen das Coronavirus buchen. Dabei wird auch die zweite notwendige Impfdosis berücksichtigt, für die automatisch ein Folgetermin vereinbart wird. Die Terminvergabe erfolge DSGVO-konform unter höchsten Datenschutzanforderungen, so Samedi. Individuelle Prozesse der Impfzentren können dank maßgeschneiderter Konfiguration berücksichtigt werden. Neben der Terminkoordination lassen sich die Impfdokumentation und ein digitales Patientenleitsystem über die Wartemonitore mithilfe von Samedi abbilden.

Inspekto-Lösung prüft die Qualität von FFP2-Masken

[Di 22.12.2020, 18:32] Ein Hersteller von Masken mit Sitz in Baden-Württemberg installierte kürzlich das autonome Machine Vision System Inspekto S70, um die Qualität von FFP2-Masken zu prüfen. Der Maskenhersteller betreibt bereits mehrere Linien, auf denen jeweils 30 Masken pro Minute produziert werden. Das Bildverarbeitungssystem Inspekto S70 ersetzt die bisherige manuelle Prüfung und ermögliche so eine wirtschaftlichere Qualitätskontrolle der FFP2-Masken, so der Hersteller.

Inspekto S70 überprüft nach den Anforderungen des Kunden automatisch folgende Merkmale:

  • Korrekte Platzierung der Nasenbrücke
  • Ultraschallschweißung der Vlies- und Filterschichten
  • Verschweißung der Maskenbänder
  • Vorhandensein und Qualität des gedruckten Textes

Das System ist in die SPS der Produktionslinie integriert, um die Inspektionsergebnisse zuverlässig zu übermitteln und das automatische Ausschleusen defekter Masken sicherzustellen.

Hannover Messe 2021 wird rein digital

[Do 18.12.2020, 15:38] Die Deutsche Messe gibt bekannt, dass die Hannover Messe auch 2021 nur digital stattfinden wird. Eine Präsenz-Messe ist unter den gegebenen Umständen nicht umsetzbar. Vorstandsvorsitzender Jochen Köckler erklärt: „In enger Abstimmung mit unserem wichtigsten Ausstellergremium haben wir entschieden, dass die Ausrichtung einer Präsenz-Messe unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht zu realisieren und auch nicht zu verantworten ist.“

Für die digitale Hannover Messe sind ein umfassendes Konferenzprogramm, die Digitalisierung von Produktpräsentationen sowie das Software-basierte Business-Dating geplant. „Der virtuelle Besucher wird sich schnell einen Überblick über Produktinnovationen verschaffen und über neue Tools direkten Kontakt zu den für ihn relevanten Unternehmen aufnehmen können“, ergänzt Köckler.

Doctorbox und Roche digitalisieren die Corona-Schnelltest-Befundübermittlung

[Mi 16.12.2020, 13:55] National und international steigt der Gebrauch von Covid-19-Schnelltests. Mit dem „SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test“ bietet Roche eine schnelle Lösung zum Nachweis einer möglichen Corona-Infektion. Roches Digital-Healthcare-Partner Doctorbox sorgt mit der Software „Schnelltest to go“ für die DSGVO-konforme digitale Befundübermittlung. Die Software kann auch mit Tests unterschiedlicher Hersteller genutzt werden. Innerhalb von 15 bis 30 Minuten lassen sich die Testergebnisse via Barcodescan in der Doctorbox-App oder über die Website abrufen. Das Warten vor Ort wird somit hinfällig.

Via Doctorbox lassen sich neben Schnelltestergebnissen auch Corona-Testbefunde und Covid-19-Antikörpertestbefunde abrufen. Jeder Datenaustausch erfolgt Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Dräger entwickelt Bevorratungskonzept für FFP-Masken

[Di 15.12.2020, 13:06] Um im Pandemiefall den Bedarf an FFP-Masken decken zu können, hat Dräger ein Bevorratungskonzept für FFP-Masken entwickelt. Dieses richtet sich an Industrie, Gesundheitswesen, Feuerwehren und Behörden. Montalich können FFP2- und FFP3-Masken-Kontingente bei Dräger vorbestellt werden. Der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller übernimmt das Lagern, Erneuern und Ausliefern der Masken. Produziert werden die Masken in Frankreich, Schweden oder Großbritannien. Kaufpreis und Lieferfristen werden im Vorfeld vereinbart. Bis zum Bedarfsfall zahlen die Kunden lediglich eine jährliche Bereitstellungsgebühr – eine verpflichtende Abnahme gibt es nicht.

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VDMA erhöht Prognose für 2021

[Di 08.12.2020, 13:43] Der Maschinen- und Anlagenbau wird das Krisenjahr 2020 mit deutlichen Minusraten abschließen. Diese werden laut VDMA aber nicht so heftig ausfallen, wie erwartet. Für 2021 gibt es Hoffnung. „Für nicht wenige Betriebe dürfte dieses Jahr im Schatten der Corona-Pandemie das schwierigste seit Jahrzehnten werden. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Betriebe ihre Produktion und ihren Service aufrechterhalten und den Personalabbau in engen Grenzen halten konnten“, resümierte VDMA-Präsident Karl Haeusgen auf der virtuellen Jahrespressekonferenz des Verbands. „Kreativität, Loyalität und Zusammenhalt in den Unternehmen waren intensive positive Erfahrungen. Damit hat der Maschinen- und Anlagenbau einen wichtigen Part gespielt, die Wirtschaft am Laufen zu halten und so in Deutschland und Europa weiterhin für ein stabiles wirtschaftliches Fundament zu sorgen.“

Angesichts eines besser als erwartet verlaufenen dritten Quartals korrigiert der VDMA seine Produktionsprognose 2020 leicht nach oben. Statt eines Rückgangs der realen Produktion von 17 Prozent rechnen die VDMA-Volkswirte nur mit einem Minus von 14 Prozent. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres um 13,1 Prozent. Die sich leicht aufhellende Konjunktur wirkt sich auch auf die Prognose für 2021 aus. „Wir rechnen jetzt mit einem realen Produktionszuwachs von 4 Prozent, statt der bisher erwarteten plus 2 Prozent“, sagte Haeusgen. Allerdings sei diese Prognose mehr als sonst unsicher, warnte er. Das hohe Maß an Unsicherheit in der globalen Wirtschaft treffe den Maschinen- und Anlagenbau in besonderer Weise, „es ist Gift für die Investitionsgüterkonjunktur“.

Dräger öffnet eigenen Online-Shop für FFP-Masken

[Di 08.12.2020, 11:01] Um neben medizinischem Fachpersonal auch die Verbraucher mit FFP-Masken versorgen zu können, öffnet Dräger seinen ersten eigenen Online-Shop für Atemschutzmasken für den deutschen Markt. Zunächst kann dort die FFP2-Maske Dräger X-plore 1720 C ohne Ventil erworben werden. Es sollen in Zukunft aber auch FFP3-Masken folgen. „Wir wollen uns mit dem neuen FFP-Shop insbesondere an Menschen mit Kontakt zu Risikogruppen, Dienstleister mit Kunden- oder Kollegenkontakt und Menschen, die regelmäßig reisen, richten und diesen helfen, sich und andere zu schützen“, erläutert Rainer Klug, Vorstand des Unternehmensbereichs Sicherheitstechnik bei Dräger, den Hintergrund des Online-Shops. „Seit Beginn der Pandemie sehen wir bei Dräger eine weltweit stark erhöhte Nachfrage nach Atemschutzmasken. Dank der ausgeweiteten Kapazitäten können wir nun eine größere Zielgruppe versorgen und schützen.“ FFP2-Masken schützen zu 94 Prozent vor festen und flüssigen Partikeln und Aerosolen, FFP3-Masken sogar zu 99 Prozent. Sie können luftgetragene biologische Stoffe wie SARS-CoV-2 filtern. „Mit einem eigenen Online-Shop für FFP-Masken im Konsumentenbereich schlagen wir bei Dräger einen neuen Vertriebsweg ein“, betont Thomas Teckentrup, Leiter Marketing Region Deutschland. Bisher vertreibt das Unternehmen neben den klassischen Vertriebswegen Teile seines Portfolios wie Schutzmasken oder -brillen auf Amazon.

TÜV Rheinland zertifiziert Atemschutzmasken

[Di 08.12.2020, 09:06] TÜV Rheinland Intercert ist Benannte Stelle für die Zertifizierung von partikelfiltrierenden Masken. Hersteller können ihre umgangssprachlich auch Atemschutzmasken genannten Produkte nun in den Laboren von TÜV Rheinland prüfen und zertifizieren lassen. Für die Zertifizierung durch die Fachleute des internationalen Prüfdienstleisters müssen die Produkte den Vorgaben der maßgeblichen Verordnung 2016/425 für Persönliche Schutzausrüstung sowie der Norm EN 149 entsprechen. Anschließend dürfen Hersteller die Masken mit einer CE-Kennzeichnung versehen und als persönliche Schutzausrüstung auf den europäischen Markt bringen. Durch den Status als Benannte Stelle und das weltweite Labornetzwerk ist TÜV Rheinland ein wichtiger Anlaufpunkt für alle Unternehmen, die partikelfiltrierende Masken herstellen oder vertreiben. Weitere Informationen zur Benennung sind verfügbar auf der NANDO-Internetseite der Europäischen Union. NANDO steht für „New Approach Notified and Designated Organisations“.

DMEA auf Juni 2021 verschoben

[Mo 07.12.2020, 12:01] Angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie haben sich der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. und die Messe Berlin dazu entschlossen, die DMEA – Connecting Digital Health auf den 8. bis 10. Juni 2021 zu verschieben. „Die Corona-Lage in Deutschland bleibt weiterhin ernst, dies zeigt auch die kürzlich beschlossene Verlängerung des Teil-Lockdowns bis Anfang Januar“, sagt bvitg-Geschäftsführer Sebastian Zilch. „Um unseren Ausstellern, Partnern, Besucherinnen und Besuchern größtmögliche Planungssicherheit zu bieten, haben wir uns daher schon jetzt – rund vier Monate vor Veranstaltungstermin – für eine Verschiebung entschieden. Wir sind zuversichtlich, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Frühsommer entspannt und wir die DMEA wie geplant als Präsenzveranstaltung hier in Berlin durchführen können.“

Vom 8. bis 10. Juni 2021 wird die DMEA auf dem Berliner Messegelände stattfinden. Vor Ort gewähren umfangreiche Hygienemaßnahmen die Sicherheit von Ausstellern sowie Fachbesucherinnen und -besuchern gleichermaßen. Die Präsenzveranstaltung wird durch digitale Elemente ergänzt, wie beispielsweise digitale Messerundgänge. Da die Vernetzung und Kontaktpflege zur DNA der DMEA gehören, soll dies live vor Ort möglich sein. Der neue Termin im Frühsommer wird dabei eine Verlagerung einzelner Netzwerk-Formate ins Freie ermöglichen.

Dräger sagt Danke

[Mo 07.12.2020, 10:48] Ein außergewöhnliches Jahr 2020 neigt sich für Dräger dem Ende zu. Die Mitarbeiter waren besonders gefordert. „Unsere Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten alle ihr Bestes gegeben. Viele von ihnen haben dafür private Belange hintenangestellt. Sie sind mit dem Herzen dabei“, sagt Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Der Vorstand hat deswegen entschieden, den Mitarbeitern noch in diesem Jahr einen einmaligen „Danke-Bonus“ auszuzahlen.“

In Deutschland besteht der Danke-Bonus aus zwei Teilen: Der erste Teil besteht aus fünf Dräger-Vorzugsaktien, die die Mitarbeiter bereits im November bestellen konnten. Fast 7.000 Mitarbeiter haben teilgenommen und sind jetzt Aktionäre. „Ihnen gehört nun ein Teil des Unternehmens, für das sie sich täglich einsetzen. Das eröffnet eine neue, ganzheitliche Sicht auf das Unternehmen. Darüber freue ich mich sehr“, führt Stefan Dräger weiter aus. Als zweiten Teil des Danke-Bonus werden die Mitarbeiter Ende Dezember zusammen mit der Gehaltsabrechnung einen zusätzlichen Geldbetrag ausgezahlt bekommen. Die Höhe des Bar-Betrags beträgt grundsätzlich mindestens 300 Euro und höchstens 1.000 Euro und richtet sich individuell nach der wöchentlichen Arbeitszeit und der Anwesenheit im Jahr 2020.

Lungengeräusche als Früherkennung für Covid-19-Infektionen

[Fr 04.12.2020, 11:45] Am Beispiel der Lunge hat sich ein Forschungsteam der TU Graz intensiv mit der Geräuschaufzeichnung und der Entwicklung von computergestützten Analysemethoden als Ergänzung für die medizinische Diagnose befasst. Die Arbeiten mündeten vor einigen Monaten in einem Prototypen eines Mehrkanal-Aufnahmegeräts und der laufenden Entwicklung eines dazugehörigen computergestützten Diagnosesystems. Die Gruppe rund um Franz Pernkopf vom Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation will das System nun für das Screening von Covid-19-Erkrankten weiterentwickeln. Pernkopf erklärt die Technik dahinter: „Das Lungengeräusch-Aufzeichnungssystem (lung sound recording system; LSRS) ist mehrkanalig und mit sehr leistungsstarken mikro-elektromechanischen Mikrofonen (MEMS) ausgestattet. Die Aufzeichnung der Lungengeräusche erfolgt nicht-invasiv: Der Patient oder die Patientin legt sich einfach in Rückenlage auf das Gerät.“ Dieses zeichnet in insgesamt 16 Kanälen die Lungengeräusche während der Atmung auf. Ganz entscheidend sind die Dämpfung von Umgebungs- und anderweitiger Körpergeräuschen und die Qualität der aufgezeichneten Lungensignale.

Filter für Arburg-Maske rundet Corona-Projekt ab

[Di 01.12.2020, 13:31] Seit Beginn der Pandemie ist Arburg im Kampf gegen Corona sehr aktiv. Ein Beispiel ist die multifunktionale Mund- und Nasenmaske. In 41 Tagen wurde diese zusammen mit Partnern entwickelt und zur Serienreife gebracht. Im Mai fiel der Startschuss für die Produktion der Mund- und Nasenmasken aus LSR (Liquid Silicone Rubber) und PP (Polypropylen) – zunächst als Version für den alltäglichen Gebrauch. Um sowohl den Träger der Maske als auch dessen Umfeld vor dem Virus zu schützen, folgte der nächste Schritt: Die Konzeptionierung und Herstellung eines ergänzenden Einwegfilters, der sich einfach auf die Maskenöffnung aufstecken lässt.

„Uns war wichtig, mit der Maske nicht nur ein Produkt für den Alltag zu entwickeln, sondern durch den zusätzlichen Filter auch den persönlichen Schutz in den Vordergrund zu stellen“, sagt Gerhard Böhm, Arburg-Geschäftsführer Vertrieb. Als weitere Anforderungen nannte er einen hohen Tragekomfort, die Sterilisierbarkeit und die Mehrfachverwendung im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Der Filter wurde zusammen mit der Firma Karl Küfner entwickelt. Die Experten für die Herstellung von Filtern setzen seit Jahrzehnten Arburg-Maschinen in der Spritzgießfertigung ein. Die Herstellung des Maskenfilters erläutert der Projektverantwortliche Manuel Frick, der als Arburg Sales Manager LSR die Mund- und Nasenmaske konzipiert hat: „Für die Herstellung der dünnwandigen Filtergehäuse aus PP haben wir einen Allrounder 470 H mit 1.000 kN Schließkraft und 4-fach-Werkzeug eingesetzt. Da diese hybride Hochleistungsmaschine für schnelllaufende Anwendungen konzipiert ist, können wir die Teile in einer Zykluszeit von rund 5,5 Sekunden fertigen“. So sei es möglich, effizient circa 2.500 Gehäuse pro Stunde zu produzieren, die dann mittels Ultraschall mit einem Hochleistungsvlies zum fertigen Filter verschweißt werden.

Wie SARS-CoV-2 in das Gehirn gelangt

[Mo 30.11.2020, 16:06] Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat anhand von Gewebeproben verstorbener COVID-19-Patienten analysiert, auf welche Weise das neuartige Coronavirus ins Gehirn eindringen kann und wie das Immunsystem dort auf das Virus reagiert. Die jetzt in Nature Neuroscience veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass SARS-CoV-2 über die Nervenzellen der Riechschleimhaut in das Gehirn übertritt. Den Forschenden ist es dabei erstmals gelungen, elektronenmikroskopische Aufnahmen intakter Coronaviruspartikel in der Riechschleimhaut anzufertigen.

Unter Leitung von Dr. Helena Radbruch vom Institut für Neuropathologie der Charité und Prof. Dr. Frank Heppner, Direktor desselben Instituts, hat ein multidisziplinäres Forschungsteam den Eintritt des Virus in das Nervensystem und seinen weiteren Weg im Gehirn jetzt nachgezeichnet. Dazu untersuchten Experten aus Neuropathologie, Pathologie, Rechtsmedizin, Virologie und der klinischen Versorgung die Gewebeproben von 33 Menschen, die an der Charité oder der Universitätsmedizin Göttingen infolge einer COVID-19-Infektion verstorben waren – im Schnitt in einem Alter von knapp 72 Jahren. Mit modernsten Methoden analysierten die Forschenden Proben aus der Riechschleimhaut sowie vier verschiedenen Hirnregionen: Sowohl im Gewebeverbund als auch in einzelnen Zellen fahndeten sie nach dem Erbgut von SARS-CoV-2 sowie einem Protein der Virushülle – dem sogenannten Spike-Protein. Dem Team gelang es so, das Virus in verschiedenen neuroanatomischen Strukturen nachzuweisen, die Auge, Mund und Nase mit dem Hirnstamm verbinden. Die höchste Viruslast zeigte sich dabei in der Riechschleimhaut. Dort konnte das Forschungsteam mithilfe von Spezialfärbungen und elektronenmikroskopischen Aufnahmen auch erstmals intakte Coronaviruspartikel sichtbar machen: Sie fanden sich sowohl im Inneren von Nervenzellen als auch auf den Fortsätzen der dort ansässigen Deckzellen. Für diese Analysen elementar war eine ausgezeichnete Gewebequalität, die die Forschungsgruppe durch eine enge Abstimmung zwischen krankenversorgenden und pathologischen Bereichen und eine ausgefeilte Infrastruktur erreichte.

„Auf Basis dieser Daten gehen wir davon aus, dass SARS-CoV-2 die Riechschleimhaut als Eintrittspforte ins Gehirn benutzen kann“, sagt Prof. Heppner. Das ist anatomisch auch naheliegend: Hier befinden sich Schleimhautzellen, Blutgefäße und Nervenzellen sehr nah beieinander. „Von der Riechschleimhaut aus nutzt das Virus offenbar neuroanatomische Verbindungen wie beispielsweise den Riechnerv, um das Gehirn zu erreichen“, ergänzt der Neuropathologe. „Wichtig zu betonen ist aber, dass die von uns untersuchten COVID-19-Betroffenen per Definition – sie gehören zu der kleinen Gruppe von Patientinnen und Patienten, die letztlich daran versterben – einen schweren Verlauf gezeigt hatten. Die Ergebnisse unserer Studie können deshalb nicht zwangsläufig auf leichte oder mittelschwere Fälle übertragen werden.“

Mehrzonen-Lösung für Impfstoff-Kühlung

[Mo 30.11.2020, 13:22] Sicherheit und Energieeffizienz miteinander vereint: Die Technotrans SE hat mit dem Ecotec Cold Storage eine neue Tieftemperatur-Containerlösung für die Impfstofflagerung entwickelt. Die Besonderheit liegt in einem effizienten Mehrzonen-System, bestehend aus einem Tieftemperaturlagerraum mit minus 80 Grad Celsius und einer Zone mit individuell gestaltbarer minus Temperatur – zum Beispiel minus 20 Grad Celsius. Da es sich bei diesen Räumen jeweils um isolierte Zellen handelt, verhindert das Konzept so einen unerwünschten Feuchteeintrag in die Tiefkühlzelle und spart dank geringerer Temperaturunterschiede deutlich Energie ein. Der wesentliche Vorteil dieses Konzeptes liegt jedoch in der Individualität: In einem einzigen Lagerraum können Impfstoffe unterschiedlichster Hersteller mit den jeweils für dieses Mittel optimalen Temperaturen sicher und stabil gelagert werden.

Corona-Impfstoff Logistik sichern

[Fr 27.11.2020, 11:18] Die Entwicklung von Corona-Impfstoffen schreitet mit Riesenschritten voran, jetzt muss die sichere Verteilung der Impfdosen realisiert werden. Der neue BionNTech Impfstoff muss bei -70 °C transportiert und gelagert werden und benötigt daher eine ununterbrochene Kühlkette. Als langjähriger Partner der Pharmabranche und Spezialist für extreme Temperaturen bietet Weisstechnik dafür passende Lagerlösungen.

Bei der Impfstoff-Logistik werden an verschiedenen Stationen der Lieferkette unterschiedliche Kühlkapazitäten benötigt. Viele der von Weisstechnik angebotenen Klima- und Temperaturprüfschränke erreichen schnell und sicher -70 °C. Damit eignen sie sich zur Zwischenlagerung kleinerer Impfstoffmengen in Impfzentren, Krankenhäusern oder Arztpraxen und bei kurzfristigen Kapazitäts-Engpässen. Große Chargen an Flughäfen und in Verteilzentren benötigen begeh- oder befahrbaren Temperaturkammern. Hier bietet das Unternehmen schnell betriebsbereite Container inklusive Schleusensystemen zur Vermeidung von Vereisung, ausfallsicher ausgelegten Kältekreisen und Zugangskontrollen.

Antimikrobielles Schutzschild

[Do 26.11.2020, 13:27] Mitten in der Corona-Pandemie setzt Heraeus im Kampf gegen Viren und Keime auf eine völlig neuartige umweltfreundliche Technologie. So hat der Hanauer Technologiekonzern von dem Berliner Start-up Largentec die Exklusiv-Lizenz für AGXX-Partikel, ein katalytisch wirkendes antimikrobielles Schutzschild, erworben. Heraeus wird nun das volle Potenzial der Technologie für diverse Anwendungsfelder zur Marktreife führen.

AGXX-Partikel haben eine hervorragende antimikrobielle Wirkung, die bereits erfolgreich gegen mehr als 130 Mikroorganismen getestet wurde, darunter auch Sars-CoV-2 Viren. Darüber hinaus bietet AGXX viele weitere Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen antimikrobiellen Lösungen: Die AGXX-Partikel enthalten weder Pharmazeutika noch schädliche Biozide und sind daher - im Gegensatz zu vielen anderen antimikrobiellen Technologien - nicht schädlich für Menschen, Tiere und die Umwelt. Die möglichen Anwendungsbereiche von AGXX sind vielfältig: Getestet wird der Einsatz in Gesichtsmasken, Medizinprodukten, Farben, Lacken, Textilien, Klimaanlagen oder auch auf Oberflächen und Haltegriffen in Bus oder Bahn.

Maschinenbauer im Anti-Corona-Einsatz

[Do 26.11.2020, 10:16] Seit Anfang 2020 stemmen sich Ärzte und Pflegekräfte auf der ganzen Welt gegen COVID-19. Dafür, dass sie dabei gut geschützt sind, tragen nicht zuletzt Maschinenbauer wie MBL Solutions Sorge: Innerhalb von nur vier Monaten entwickelte das Unternehmen aus Apulien eine der ersten italienischen Maschinen für die Herstellung medizinischer Gesichtsmasken. Das gelang auch dank des Supports durch den Bauteilexperten Misumi. Mehr dazu hier.

Wie SARS-CoV-2 die Medizintechnikbranche verändert

[Mi 25.11.2020, 16:09] Anlässlich der virtual.Medica haben Spectaris und Roland Berger in Kooperation mit der Medical Mountains GmbH den Trendreport „Wie SARS-CoV-2 die Medizintechnikbranche verändert“ veröffentlicht. Die Ergebnisse: der Wettbewerb verschärft sich, kleinere Unternehmen sind bedroht. Digitale Exzellenz und Vertriebsstrategien sind wichtiger denn je. Mehr dazu hier.

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Forschungsprojekts für antimikrobielle und viruzide Beschichtungen

[Mi 25.11.2020 11:50] Viren wie SARS-CoV-2 können auf Kunststoffen, die aufgrund des Gewichts insbesondere in Flugzeugen weit verbreitet sind, lange überleben. Die PVD-Beschichtungslösungen von Oerlikon Balzers schützen nicht nur Werkzeuge und Komponenten: Die Ingenieure des Unternehmens verfügen auch über langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how bei der Entwicklung von Lösungen für spezifische Anwendungen in der Medizinbranche. Als Partner eines internationalen Forschungsprojekts nutzt Oerlikon Balzers nun dieses Fachwissen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal, Universitäten und Universitätskliniken, um antimikrobielle und viruzide Beschichtungen für Komponenten aus Kunststoff zu entwickeln.

Fraunhofer IPA vs. Corona

[Di 24.11.2020, 13:46] Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen, denn es gilt, die Bevölkerung und den Wohlstand optimal zu schützen. Expertinnen und Experten von Fraunhofer wirken mit dem Aktionsprogramm „Fraunhofer vs. Corona“ bei der Bekämpfung an vorderster Front mit und unterstützen Wirtschaft und Gesellschaft dabei, direkte Auswirkungen und längerfristige Folgen zu bewältigen.

Das Fraunhofer IPA arbeitet mit Partnern an verschiedensten Technologien im Umfeld der Produktion und Automatisierung und koppelt so seine Kompetenz auf diesem Gebiet mit neuesten Entwicklungen im Kontext der Pandemie. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten gibt es hier.

Medizinische Gesichtsmaske mit CE-Zeichen

[Di 24.11.2020, 10:03] Die Fetter und Spiritini Gruppe hat die erfolgreiche CE-Zertifizierung ihrer neuen medizinischen Gesichtsmaske bekanntgegeben. Die Maske des Typs IIR entspricht der Norm DIN EN 14683:2019 und ist somit auch für medizinisches Fachpersonal geeignet.

Der Dienstleister aus Salzweg legt dabei Wert auf „Qualität Made in Germany“ – nicht nur die Herstellung erfolgt in Deutschland, auch die Materialien werden von deutschen Anbietern bezogen. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, ein Medizinprodukt auf den Markt zu bringen. Die Produktqualität und natürlich die Sicherheit der Menschen steht dabei für uns im Mittelpunkt.“, sagte Frank Gollwitzer, Geschäftsführer der F+S Produktion und Service GmbH, dem Produzenten der Masken. Für die Herstellung wurde eine Halle am Standort Salzweg neu hergerichtet und klimatisiert. Eine hochautomatisierte Fertigungslinie garantiert eine gleichbleibende Qualität. 60.000 Masken können hier täglich hergestellt werden.

Bei der Entwicklung, Industrialisierung, Prüfung und CE-Zertifizierung wurde die F+S durch die Activoris Medizintechnik beraten, die den gesamten Prozess begleitete. Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurden Anforderungen dokumentiert, Risiken analysiert, Anlagen qualifiziert, um die Technische Dokumentation für ein Medizinprodukt zu erstellen. Grünes Licht für das Produkt aus dem Hause Fetter + Spiritini gab es dann vor kurzem vom Institut Hohenstein, welches als Prüflabor die notwendigen Tests nach der Prüfnorm DIN EN 14683:2919 Typ IIR durchführte.

Transportdrohnen für Laborproben

[Mi 18.11.2020, 07:00] In Berlin sind ab dem 17. November Drohnen im Einsatz, um Laborproben schneller bearbeiten zu können.

Durch den Einsatz von Drohnen soll die Transportzeit für besonders zeitkritische Proben zwischen einzelnen Klinikstandorten und dem Zentrallabor von Labor Berlin, dem ersten Gemeinschaftsunternehmen von Charité und Vivantes, deutlich verkürzt werden. Labor Berlin und Matternet bereiten sich daher seit längerem intensiv darauf vor, Laborproben per Drohnen zu transportieren. Die Initiatoren setzen damit den Grundstein für das erste innerstädtische BVLOS-Netzwerk (beyond visual line of sight) zur Lieferung medizinischer Materialien durch die Luft.

„Die Corona-Pandemie macht einmal mehr deutlich, dass Zeit Leben retten kann. Wir sind davon überzeugt, dass Drohnen eine wichtige Rolle spielen werden bei unserem Ziel, die Behandlung von Patienten bestmöglich zu unterstützen.“, so Klaus Tenning, Projektleiter Labor Berlin.

Sanner steigert Gesamtproduktion um mehr als zehn Prozent

[Di 17.11.2020, 14:13] Die Sanner GmbH ist bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Die Nachfrage nach Lösungen des internationalen Herstellers von pharmazeutischen Primärverpackungen und Medizintechnikprodukten ist sogar um mehr als zehn Prozent gestiegen. Besonders gefragt sind Verpackungslösungen für Brausetabletten. Darüber hinaus sind auch Medical Devices wie Komponenten für Corona- und andere Schnelltests sowie Inhalatoren stärker gefragt. Um diese Nachfrage zu erfüllen, hat das Unternehmen Kapazitäten aufgestockt – und tut alles, um die Kunden mit der gewohnt hohen Liefertreue und Qualität zu versorgen.

Aerobuster jagt herumfliegende Corona-Viren

[Do 12.11.2020, 09:02] Aerosole spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Covid-19. Beim Atmen, Sprechen oder Husten verbreiten sich die winzigen mit Corona-Viren beladenen Tröpfchen in Innenräumen. Besonders betroffen sind Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Uni-Hörsäle, Arztpraxen oder Restaurants. Eine effektive, sichere und vor allem schnell verfügbare Lösung haben jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Der Aerobuster ist einfach, kompakt, und kann sehr effektiv Viren und andere Krankheitserreger aus der Raumluft inaktivieren.

„Erste Ergebnisse zeigen, dass mit unserem Aerobuster luftgetragene Modell-Viren zu fast 100 Prozent inaktiviert werden können. Dabei ist der Aerobuster mit einem hohen Luftdurchsatz extrem leistungsstark und hat deutlich niedrigere Anschaffungskosten als handelsübliche Luftreinigungsgeräte“, sagt Professor Horst Hahn, Leiter des Instituts für Nanotechnologie des KIT und einer der Erfinder des Aerobusters. Simulationen der Aerosolbewegungen in einem durchschnittlichen Klassenzimmer mit 20 Schülern belegen, dass durch den Aerobuster die Konzentration aktiver Viren in der Raumluft drastisch gesenkt und so die Ansteckungsgefahr dauerhaft erheblich vermindert werden kann.

Durchführung von standortübergreifenden klinischen Studien und Patientenscreenings

[Di 10.11.2020, 10:48] Kontaktsperren, Mobilitäts- und Reisebeschränkungen – die Coronavirus-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Restriktionen belasten die Gesundheitssysteme weltweit. So können sich u.a. Experten aus Industrie und Medizin nicht mehr persönlich treffen, um Patientenfälle gemeinsam zu erörtern und Behandlungspläne zu beschließen. Hier setzt das deutsche Unternehmen Clin-Flows an: Speziell entwickelte Online-Tools ermöglichen es medizinischen Spezialisten, sich auch auf Distanz auszutauschen, Fälle gemeinsam zu diskutieren und Daten auszuwerten.

Auszeichnung für Beatmungssystem

[Fr 06.11.2020, 07:25] Demcon hat den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2020 gewonnen. Das niederländische Hightech-Unternehmen entwickelte im Frühjahr in nur drei Wochen ein neues Beatmungssystem für Corona-Patienten und setzte sich mit dieser grenzüberschreitenden Kooperation gegen 28 weitere Kandidaten durch.

„Wir vergeben den Wirtschaftspreis dieses Jahr zum 13. Mal, doch noch nie in so herausfordernden Zeiten wie jetzt“, sagt DNHK-Geschäftsführer Günter Gülker mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Demcon ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und dank binationalem Ansatz in Rekordzeit Lösungen anbieten können.“ An der Entwicklung des Beatmungssystems Demcair waren Partner aus beiden Ländern beteiligt. Auch eine Maschine für die Produktion medizinischer Masken entwickelte Demcon während der Krise in deutsch-niederländischer Zusammenarbeit. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagt Eric Tielemans, Managing Director von Demcon Advanced Mechatronics. „Eine wirklich schöne Anerkennung der harten Arbeit unserer Kollegen.“

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Aus Fehlern des ersten Lockdowns lernen

[Mi 04.11.2020, 08:27] Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, drängt auf intelligente Lösungen, um auch während der Corona-Pandemie die medizinische Gesamtversorgung der Menschen in Deutschland sicherzustellen. „Wir müssen aus den Fehlern des ersten Lockdowns lernen und vor dem Hintergrund, dass die Pandemie über den Winter andauern wird, die medizinische Gesamtversorgung sicherstellen“, so BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. „Alle Patientengruppen, die notwendige stationäre Versorgung und insbesondere Operationen brauchen, benötigen den zeitnahen Zugang zu stationären Leistungen.“ Mehr dazu hier.

Hygienearmband für die Handdesinfektion

[Fr 30.10.2020, 14:19] Design und Funktionalität vereint: Das ist das Ziel der Gründer von Cleanbrace, einem Hygienearmband, das jederzeit die Handdesinfektion ermöglicht. Gemeinsam mit dem Spritzgussspezialisten Protolabs sind sie jetzt bereit für die Serienproduktion. Mehr dazu hier.

Pfaff und Sonotronic bündeln Know-how für Maschinenkonzept

[Do 29.10.2020, 10:03] Als Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Schutzmasken in der aktuellen Corona-Pandemie, haben Ingenieure und Techniker reagiert und gemeinsam ein Maschinenkonzept entwickelt. In dem Produkt stecken 150 Jahre Kompetenz beim Verbinden von textilen Materialien und geballtes Know-how der Marken Pfaff Industrial, KSL und Sonotronic in den Bereichen Prozesssteuerung, Automatisierung und Robotik. Die Konfiguration erfolgt über eine Siemens-Steuerung mit 3 HMIs / Bedienfelder. Die Maskenanlage ist mit Ultraschall-Komponenten von Sonotronic für das kontinuierliche und getaktete Schweißen ausgestattet. Diese gewährleisten eine schnelle und zuverlässige Verarbeitung von Nonwoven, Nasenbügeln und Ohrbändern zur Herstellung von Masken. Alle Antriebe sind synchronisiert über Servomotoren gesteuert. Ein besonderes Merkmal bei diesem Anlagentyp ist die optimierte Prozessführung, die neben der sicheren Arbeitsweise auch eine sehr geringe Geräuschentwicklung erzielt.

Verschiebung nicht dringlicher Operationen

[Di 27.10.2020, 15:55] Angesichts steigender SARS-CoV-2-Infektionszahlen stellen sich die Krankenhäuser in Deutschland darauf ein, vielerorts planbare Operationen zu verschieben, so das Ärzteblatt. Es sei damit zu rechnen, dass „nicht notfallmäßige Eingriffe in besonders belasteten Regionen und Krankenhäusern wieder verschoben werden müssen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der Augsburger Allgemeinen.

Baum nannte die stark steigende Zahl der Neuinfektionen „besorgniserregend“. „Wir wissen aus dem Frühjahr, dass aus diesen Neuinfektionen zwangsläufig stationäre Behandlungsfälle folgen.“ Damals habe jeder siebte Coronainfizierte mit einem zeitlich verzögertem Abstand im Verlauf der Krankheit stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. Zudem müsse damit gerechnet werden, dass eine bestimmte Zahl von Betten freigehalten werden müsse. „Anders als im Frühjahr wird es aber keinen flächendeckenden und unkoordinierten Lockdown geben“, fügte Baum hinzu.

Insbesondere die überregionale Versorgung großer Kliniken für wichtige Eingriffe solle gewährleistet bleiben. Baum zufolge hat sich die Zahl der Coronapatienten auf den Intensivstationen seit Anfang Oktober von 373 auf 1.296 mehr als verdreifacht.

Rundumhygiene in Orthopädiewerkstätten

[Di 27.10.2020, 10:33] In der Medizintechnikbranche ist die richtige Hygiene entscheidend. Insbesondere die aktuellen Umstände während der Coronavirus-Krise stellen Orthopädietechniker vor eine essenzielle Frage: Wie schütze ich mich und meine Patienten vor einer Ansteckung? Die Antwort darauf gibt das niedersächsische Medizintechnikunternehmen Ottobock mit einem Hygieneportfolio für Orthopädiebetriebe, das sie auf dem Weg in die nächste Normalität begleiten soll. Die Initiative trägt den Namen #backtotreatment.

Ganz neu: Ein Plasma Generator desinfiziert die Raumluft im laufenden Betrieb. Davon profitieren insbesondere Mitarbeiter in Orthopädiewerkstätten. Und mit Calistair C300 kommt noch ein spezielles Dekontaminationsgerät mit Krankenhaus-Technologie auf den Markt – als optimale Ergänzung für bestehende Lüftungssysteme in der Patientenversorgung. Hinter Calistair steht ein französisches Unternehmen, eine Beteiligung des HGN Incubator Startup Portfolios. Calistair ist auf den Bereich der Luftdekontamination für ultrasaubere Umfelder, wie u. a. Reinräume, Labore oder Krankenhäuser spezialisiert.

„Beim Sprechen entstehen winzige unsichtbare Aerosole. Diese mikroskopisch kleinen Tröpfchen schweben in der Raumluft und können Viren und Bakterien enthalten, die sich von Mensch zu Mensch übertragen“, erklärt Produktmanager Sebastian Hoch. Um diese Gefahr zu bannen, hat Ottobock Equipment das Portfolio exklusiv um den Plasma Generator erweitert. Das Desinfektionsgerät erzeugt kaltes Plasma, das Viren und Bakterien in der Luft und auf Oberflächen effektiv angreift und innerhalb von 30 Minuten inaktiviert. In Form von Hydroxylradikalen löst das kalte Plasma eine chemische Kettenreaktion aus, bei der unter definierten Prüfbedingungen der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie bis zu 99,99 Prozent der Keime beseitigt werden.

Rapid Tech 3D wird 2021 hybrid

[Di 20.10.2020, 13:16] Nachdem die Rapid Tech 3D aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 eine Zwangspause eingelegt hat, kehrt die älteste deutsche Kongressmesse für additive Fertigung im Jahr 2021 mit einem neuen Konzept zurück: Vom 4. bis 6. Juni wird die Rapid Tech 3D als Hybrid-Event mit Live- und Digital-Formaten stattfinden. Wie die Veranstalter betonen, haben Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer oberste Priorität. Daher gibt es eine umfassendes Hygieneprotokoll und ein flexibles Raumnutzungskonzept.

Für viele Teilnehmer der Rapid Tech 3D ist der Fachkongress das Herzstück der Veranstaltung und das soll auch 2021 so bleiben. Daher wurde das hybride Eventkonzept um den Kongress gestaltet. Zunächst kann die Messe Erfurt ihre Räumlichkeiten flexibel den Teilnehmerzahlen anpassen und ein sicheres Tagen vor Ort ermöglichen. Darüber hinaus wird es erstmals das Angebot geben, alle Sessions des dreitägigen Kongresses online zu verfolgen und mit den Vortragenden zu interagieren. Neben dem Fachkongress wird die 3D-Ausstellung in den Messehallen stattfinden. Laut Veranstalter haben sich schon erste Aussteller aus Mittel- und Süddeutschland angemeldet. Um wem es sich genau handelt, wurde noch nicht kommuniziert.

VDGH begrüßt erweiterte Teststrategie

[Mo 19.10.2020, 11:33] Der VDGH begrüßt die erweiterte Teststrategie der Bundesregierung in Bezug auf das Coronavirus. Die Verordnung zum Anspruch auf Testung auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung) ist am 15. Oktober in Kraft getreten. Sie definiert den Testanspruch für bestimmte Personengruppen. „Zielgerichtete Testungen sind von entscheidender Bedeutung für die Eindämmung von Corona-Infektionsketten und die Verhinderung unkontrollierter Ausbrüche“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH), Ulrich Schmid. Der Herstellerverband unterstützt das in der Verordnung formulierte Ziel, nicht nur umfassender, sondern auch einfacher Personengruppen zu testen, bei denen noch keine Symptome vorliegen, aber eine Infektion naheliegt oder eine besondere Gefährdung darstellen kann. Durch die neue Testverordnung werden Antigentests jetzt als wichtige Ergänzung der diagnostischen Optionen anerkannt. Schmid sagt: „Antigentests tragen zum weiteren Ausbau von Testkapazitäten bei. Als Point-of-care-Anwendung stellen Antigentests ein niedrigschwelliges Testangebot dar und liefern schnelle Ergebnisse vor Ort.“

Test-Ergebnis in 15 Minuten

[Do 15.10.2020, 08:01] Siemens Healthineers hat einen schnellen und einfach anzuwendenden Antigentest auf den Markt gebracht, der das Covid-19 verursachende SARS-CoV-2 Virus nachweist. Der Clinitest Covid-19-Schnelltest ist ein Kassetten-Test für den Point-of-Care, der keine Laborgeräte oder spezialisiertes Laborpersonal zur Durchführung erfordert und Ergebnisse in 15 Minuten liefert.

Der CE-zertifizierte Test, der vom einem Partner von Siemens Healthineers entwickelt und getestet wurde, wies eine 96,72 prozentige Sensitivität und eine 99,22 prozentige Spezifität auf der Grundlage einer klinischen Studie mit 317 Probanden auf. Die Studie wurde mit Anwendern unterschiedlicher Qualifikationen an sechs verschiedenen Orten durchgeführt, unter anderem einem Krankenhaus, einer Gemeindeklinik, einem College-Campus und einer onkologischen Abteilung. Siemens Healthineers plant, den Testbedarf je nach Verlauf der Pandemie abzudecken. Es ist auch vorgesehen, die FDA-Notfallzulassung zu beantragen.

Professionelle Luftreinigung bei Medtech-Dienstleister

[Mi 14.10.2020, 13:28] Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, besuchte die Notrufeinsatzzentrale von „Offshore Response and Safety“ in Rastede. Bei dem norddeutschen Dienstleister rund um Medizintechnik und Arbeitsschutz kommt ein einzigartiges Luft-, Raum- und Oberflächendesinfektionsgerät im Kampf gegen Corona-Viren zum Einsatz. Der Minister informierte sich über die besonderen Technologien, die in diesem erstmals in Deutschland verfügbaren Plasmadesinfektionsgerät „Plaze Safe W“ verbaut sind. „Es freut mich, dass neben Abstand, Hygiene und Alltagsmasken nun auch medizintechnische Innovationen im Kampf gegen Corona in Deutschland zum Einsatz kommen. Die Luft- und Raumdesinfektion ist als ergänzende Maßnahme ein sehr gutes Mittel um Leben und Arbeiten in geschlossen Räumen wieder sicherer zu machen“ sagte Björn Thümler.

Mit Plaze Safe W können bis zu 99,9 Prozent aller Viren sowie Bakterien, Milben, Feinstaub, Pilze, Pollen, Kleinpartikel und Gerüche unschädlich gemacht werden. Sieben Technologien leisten hier eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung. „Unabhängige Forschungsinstitute in den USA und in Südkorea haben die Wirkung insbesondere gegen humane Corona-Viren und Bakterien erfolgreich getestet und nachgewiesen“ erklärte Jutta Haupt-Szyza, Geschäftsführerin Apo-Care Pharma.

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Schnelltest-Fertigung zum Nachweis von SARS-CoV-2

[Mo 12.10.2020, 11:09] Durch die Corona-Pandemie wurden von einigen Kunden neue Lieferketten erforderlich und schlagkräftige Lieferanten mit schneller, flexibler Entwicklung und Produktion gefordert. Die Wirthwein Medical GmbH & Co. KG hat diese Herausforderungen am Beispiel einer Corona-Schnelltest-Produktion mit dem gesamten Team in kurzer Zeit unter kontrollierten Fertigungsbedingungen und zusätzlichen Hygienemaßnahmen umgesetzt. Mehr dazu hier.

Datenspende für das RKI

[Do 08.10.2020, 15:20] 529.281 Menschen haben die Datenspende-App bisher heruntergeladen, mehr als 111 Mio. Datensätze zu Vitalwerten wurden an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Die App könnte damit zur Blaupause für die wissenschaftliche Kooperation zwischen Bürgern und Forschern werden. Seit Anfang April ist die Corona-Datenspende-App erhältlich. Die App, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelt wurde, erfasst vom Nutzer freigegebene Vitaldaten wie Ruhepuls, Schlaf und Aktivitätsniveau via Fitnessarmband oder Smartwatch. Bei einer akuten Atemwegserkrankung ändern sich diese Vitalzeichen in den meisten Fällen deutlich, typische Covid-19-Symptome wie Fieber können durch die App also erkannt werden. Dadurch soll beispielsweise eine Fieberkarte berechnet werden. Auf Landkreisebene und täglich aktualisiert soll dann laut RKI abgeschätzt werden, ob in einer Region überdurchschnittlich viele Menschen Fieber haben. Dies könne indirekt helfen, die Zahl der an Covid-19 Erkrankten zu schätzen und so zeitnah die Entstehung neuer Covid-19-Hotspots sichtbar machen.

Nach Auffassung der Bundesregierung ist es „mit der Corona-Datenspende-App gelungen, ein Instrument zu programmieren, das es erlaubt, bevölkerungsweit verschiedenste Gesundheitsdaten und Vitalwerte unter datenschutzrechtlich guten Bedingungen zusammenzutragen“. Der Datenschutz ist bei den sensiblen Daten von besonderer Bedeutung, die Daten werden in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland gespeichert, und der Server wird in der Open Telecom Cloud („OTC“) der Deutschen Telekom gehostet. Bei der automatisierten Fieberdetektion und dem daraus entwickelten Fiebermonitor soll es nicht bleiben. Das Monitor-System soll weiterentwickelt werden, zudem werden momentan neben den statistischen Verfahren, auf denen der Detektionsprozess beruht, Methoden aus dem Bereich der Mustererkennung und des maschinellen Lernens implementiert.

Eine wesentliche Erweiterung der Corona-Datenspende-App sei die Verbindung mit anderen am RKI verankerten Surveillance-Systemen, wie der „GrippeWebPlattform“. „Ganz allgemein werden wissenschaftliche Pläne für Citizen-ScienceProjekte in der Gesundheitsforschung entworfen, für die die Corona-Datenspende-App als Schablone dienen kann“, betont die Regierung. Mehr dazu hier.

Medizinische Ausbildung durch lebensechte Dummys in Zeiten von Covid-19

[Mi 07.10.2020, 13:35] In den letzten Monaten hat Covid-19 die Gesundheitssysteme vieler Länder auf den Kopf gestellt und es wurde mehr denn je deutlich, dass eine gute und umfassende Ausbildung von medizinischem Personal essentiell ist. Lebensechte Dummys, die mithilfe eines hochmodernen 3D-Scanners von Artec 3D, einem Entwickler und Hersteller von professionellen 3D-Scannern und Software, angefertigt werden, bieten Notärzten und Medizinern dabei eine einmalige Möglichkeit den Ernstfall an Silikonkörpern zu üben. In Zeiten der Pandemie wurden 2.000 medizinische Fachkräfte an diesen Dummys von Lifecast Body Simulation in zwei provisorischen Krankenhäusern für die Intensivpflege geschult, die in Großbritannien als Reaktion auf Covid-19 eingerichtet worden waren. Ziel der Ausbildung war und ist es, durch Covid-19 hervorgerufene Symptome, etwa Atemwegskomplikationen und Atembeschwerden, besser erkennen und behandeln zu können.

Während die verblüffend realen Dummys beweisen, dass die Technologie zum 3D-Scan fortgeschrittener ist als viele Menschen erahnen und zugleich für ein breites Anwendungsspektrum geeignet ist, sind die Nachbildungen mehr als nur schlichte Faksimile: Atemfähigkeit und Vitalzeichen, wie beispielsweise ein messbarer Puls, runden ihr Auftreten zusätzlich ab. Um sicherzustellen, dass die Dummys möglichst realistisch wirken, muss der Prozess der Herstellung detailliert und gründlich sein. Für die Erfassung und Nachbildung der Einzelheiten eines menschlichen Kopfes wurde der 3D-Scanner Artec Eva für die Detailarbeit genutzt. Als 3D-Scanner mit Strukturlicht, der auf die Erstellung präziser texturierter 3D-Modelle spezialisiert ist, eignet er sich ideal für mittelgroße Objekte wie den menschlichen Körper. Dabei erfasst Artec Eva jede Oberfläche sicher, schnell und hochpräzise. Dabei ist vor allem der Vergleich zu herkömmlichen Körperabformungsmethoden wichtig, um die Vorteile der modernen 3D-Scantechnologie zu erkennen. Im Gegensatz zu einem mehrstündigen, aufwändigen Prozess können so digitale Abbilde in wenigen Minuten entstehen.

Corona macht Medtech-Branche zu schaffen

[Fr 02.10.2020, 10:04] Die Covid-19-Pandemie hat auch auf die Medizintechnik-Branche dramatische Auswirkungen. Die Unternehmen, die im Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, organisiert sind, erwarten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 4,9 Prozent – nach einem Umsatzplus von 3,3 Prozent im Vorjahr. Der Absturz betrifft vor allem kleinere und mittlere Unternehmen. Bei einem Drittel der Unternehmen sind die Umsatzrückgänge sogar im zweistelligen Bereich. Das zeigt, wie dramatisch die Medtech-Branche von der Verschiebung elektiver Eingriffe und den rückgängigen Arztbesuchen betroffen ist. Diese Auswirkungen können auch bei weitem nicht durch den Mehrbedarf an medizinischer Schutzausrüstung und Hygieneprodukten kompensiert werden. Mehr zu den Ergebnissen der diesjährigen BV-Med-Herbstumfrage gibt es hier.

Fraunhofer IPA präsentiert Desinfektionsroboter

[Do 01.10.2020, 13:16] Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat das Fraunhofer IPA in kurzer Zeit den Prototyp eines mobilen Reinigungs- und Desinfektionsroboters, „DeKonBot“, entwickelt. Er fährt selbstständig zu potenziell kontaminierten Objekten wie Türgriffen, desinfiziert sie gründlich und ist dabei ressourcenschonend sowie zeiteffizient. Gegenüber verfügbaren Roboterlösungen am Markt unterscheidet sich DeKonBot in mehrerlei Hinsicht. Zum einen reinigt er relevante Oberflächen gezielt und direkt und versprüht die einzusetzenden Mittel nicht wie verschiedene andere Roboter großflächig im Raum. Zum anderen kann DeKonBot sicher unter Menschen eingesetzt werden. Desinfektionsroboter, die beispielsweise UV-Strahlen für das Abtöten von Viren nutzen, bedürfen aus Sicherheitsgründen einer menschenleeren Umgebung.

Damit DeKonBot erfolgreich arbeiten kann, wird er anfangs mithilfe eines Tablets, das auch ohne Robotik-Expertise zu bedienen ist, in seiner neuen Einsatzumgebung eingelernt. Im ersten Schritt fährt das Bedienpersonal den Roboter einmal durch die Umgebung, wobei dieser eigenständig eine Karte seiner Einsatzumgebung erstellt. Zudem »zeigt« der Anwender dem Roboter die zu reinigenden Objekte und die durchzuführende Reinigungsbewegung: Zu diesem Zweck führt der Anwender den Roboterarm mit dem Desinfektionswerkzeug zum Beispiel zum Türgriff und bewegt das Werkzeug, wie es für die Reinigung erforderlich ist. Der Roboter speichert die Bahn ab und kann sie im Folgenden selbstständig wiederholen. Das Erkennen der zu reinigenden Objekte erfolgt aktuell noch mithilfe sogenannter »Tags«, also kleiner, schwarzweißer Schilder. Relativ zu diesen positioniert sich der Roboter. Künftig werden keine Tags mehr gebraucht. Vielmehr werden neu am Fraunhofer IPA entwickelte Methoden zum Einsatz kommen, die zum einen die automatische Erkennung dieser Objekte in Kameradaten ermöglichen. Zum anderen wurde im Projekt ein neuer 3D-Sensor entwickelt, der die zu reinigenden Objekte und ihre Lage im Raum besser als verfügbare Sensoren erkennt.

Der Prototyp ist das Ergebnis einer gemeinschaftlichen IPA-Entwicklung der Abteilungen Roboter- und Assistenzsysteme, Laborautomatisierung und Bioproduktionstechnik sowie Reinst- und Mikroproduktion. DeKonBot erhielt dabei Förderungen aus dem internen Programm der Fraunhofer-Gesellschaft „Anti-Corona“, mit dem diese umfassende Forschungs- und Innovationsaktivitäten zur Bekämpfung der Pandemie realisiert.

Automatica abgesagt

[Di 29.09.2020, 11:44] Eine Durchführung der Automatica in diesem Dezember würde die Messe den Veranstaltern zufolge auf Dauer nachhaltig beschädigen. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurden in den letzten Wochen für immer mehr europäische Länder und Regionen Reisebeschränkungen verfügt. Auch die Reisesituation außerhalb Europas hat sich praktisch nicht verbessert. Zudem haben viele nationale und internationale Konzerne interne Reiseverbote ausgesprochen. Deshalb befürchten die meisten Aussteller, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden. Aus diesem Grund kommt für sie die Teilnahme an der Automatica 2020 nicht mehr in Betracht.

„Eine Messe lebt von ihren Teilnehmern. Doch zu viele unserer Aussteller und Besucher hätten wegen der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, zu der Entscheidung. „Deshalb mussten wir uns letztendlich für eine Absage der Automatica 2020 entscheiden. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Mit Nachdruck arbeiten wir an neuen Angeboten, um die Branche zusammen- und voranzubringen.“ Gemeinsam mit den Ausstellern entwickelt die Messe München ein neues, an die Rahmenbedingungen der Corona-Zeit angepasstes Präsenzformat mit digitalen Elementen. Das neue Event ist als kompakte ‚Messe vor der Messe‘ für den Frühsommer 2021 angedacht und soll ein Add-on zur Automatica werden. Ausführliche Informationen dazu folgen zeitnah.

Beatmungssystem für Wirtschaftspreis nominiert

[Di 29.09.2020, 11:09] Der niederländische Hightech-Konzern Demcon hat in der Corona-Pandemie echten Pioniergeist beweisen. In kürzester Zeit entwickelten die Medizintechnik-Ingenieure des Familienunternehmens ein Beatmungssystem für Corona-Patienten – gemeinsam mit niederländischen und deutschen Partnern. Damit ist das Unternehmen Unternehmen nun im Rennen um den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2020. Nach nur vier Wochen konnten der niederländischen Regierung 500 Exemplare für die Notversorgung zur Verfügung gestellt werden. In Zusammenarbeit mit der deutschen Demcon-Niederlassung in Münster entstand während der Krise außerdem eine Anlage für die Produktion medizinischer Mundschutzmasken.

BMBF fördert Entwicklung von Corona-Schnelltest

[Fr 25.09.2020, 14:53] Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert einen neuen PCR-basierten Corona-Schnelltest, den Bosch entwickelt hat und bei dem das Ergebnis in 39 Minuten vorliegt. An einer weiteren Beschleunigung des neuen Tests wird bereits gearbeitet. Der Test ermöglicht den dezentralen Einsatz vor Ort, ohne Probentransport zu Speziallabors. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Mir ist wichtig, dass Menschen so schnell wie möglich Klarheit über ihren Gesundheitszustand haben. Hierbei können Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung dem Menschen große Dienste erweisen. Die rasante Weiterentwicklung unserer technologischen Möglichkeiten zeigt, zu welchen innovativen Leistungen deutsche Unternehmen gerade in Krisenzeiten fähig sind. Die Zeitersparnis und die vereinfachte Logistik gegenüber herkömmlichen PCR-Tests ist für Labore und andere Anwender sicherlich von großem Nutzen. Wir werden gerade in den nächsten Monaten vor der besonderen Herausforderung stehen, Menschen vermehrt testen zu müssen. Bei dieser komplexen Aufgabe kann das von Bosch mit Unterstützung des BMBF weiterentwickelte Testverfahren eine große Hilfe sein.“

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Antigentests für schnelle Entscheidungen

[Do 24.09.2020, 09:42] Der VDGH begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, die nationale Teststrategie zum 15. Oktober anzupassen und dabei die Nutzung von Antigentests einzubeziehen. „Angesichts wieder steigender Infektionszahlen gibt es keine Alternative zu einem umfassenden und zielgerichteten Testen. Für die Akutdiagnostik stellen Antigentests eine wichtige Ergänzung zu den PCR-Tests dar“, sagt der VDGH-Vorsitzende Ulrich Schmid. „Wo schnelle Entscheidungen vor Ort zu treffen sind, können Antigen-Schnelltests eine wertvolle Entscheidungshilfe darstellen“, so Schmid. Der VDGH verweist auf die breiten Einsatzmöglichkeiten, etwa in der hausärztlichen Praxis, beim Kinderarzt oder zum Schutz vulnerabler Gruppen in Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und Krankenhäusern.

Derzeit sind bereits ein Dutzend verschiedener CE-markierter Antigentests als Schnelltests oder für das Zentrallabor in Deutschland verfügbar. In den nächsten Monaten werden weitere Hersteller die rechtlichen Voraussetzungen zum Inverkehrbringen der Tests erfüllen. Nach Einschätzung des VDGH wird spätestens Ende des Jahres die Verfügbarkeit von Antigentests stark angewachsen sein. Kleine und mittelständische Unternehmen sowie große Konzerne stehen parat. „Die Diagnostika-Industrie ist gerüstet, den politisch zu definierenden Bedarf an Antigentests zu decken“, unterstreicht Schmid.

Metav 2020 reloaded im März 2021

[Mi 23.09.2020, 11:48] „Nach der erfolgreichen Durchführung des Caravan Salons in Düsseldorf mit einem gut durchdachten und funktionierenden Hygienekonzept – Chapeau an die Kolleginnen und Kollegen – sind wir sehr zuversichtlich, auch die Metav 2020 reloaded an den Start bringen zu können“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim Metav-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. Die Messe musste aufgrund der Corona-Pandemie vom März 2020 auf den März 2021 verschoben werden. Sie findet nunmehr vom 23. bis 26. März in den Hallen 5, 6 und 7a statt.

„Die Hallen sind ausgebucht, denn die Metav 2020 reloaded wird dann die erste bedeutende Messe für die Zerspanung seit über einem Jahr in Deutschland sein. Die Aussteller fiebern darauf, endlich wieder mit Kunden in den persönlichen Kontakt zu treten“, so Schäfer weiter. Für eine erfolgreiche Durchführung der Metav 2020 reloaded spricht zum jetzigen Zeitpunkt, dass sie schwerpunktmäßig auf den deutschen Markt abzielt. „90 Prozent der Besucher kamen bei der letzten Veranstaltung aus dem Inland“, sagt Schäfer. „Sie können, ähnlich wie beim Caravan Salon, ihren Messebesuch sehr gut planen, können die Situation vor Ort gut einschätzen und sind nicht von Reisewarnungen betroffen.“

Über 400 Aussteller der Metav 2020 aus 25 Ländern sind der Veranstaltung treu geblieben und werden auch 2021 dabei sein. Allerdings müssen sie in andere Hallen auf dem Düsseldorfer Messegelände einziehen als ursprünglich geplant. „Das hat jetzt den großen Vorteil, dass wir die Messe komplett neu aufplanen müssen und dabei allen behördlichen Anforderungen mit unserem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept nachkommen können“, sagt Martin Göbel, Leiter Messen im VDW.

Cleanzone nun doch digital

[Di 22.09.2020, 10:00] Die Cleanzone findet am 18. und 19. November 2020 als rein virtuelle Veranstaltung statt. Die Messe Frankfurt hat sich im engen Schulterschluss mit der Strategiekommission der Cleanzone und der Branche zu diesem Schritt entschieden. Steigende Fallzahlen der Covid-19 Pandemie sowie verschärfte Reiserestriktionen machen es Ausstellern und Besuchern, vor allem auch aus dem Ausland, schwer bis unmöglich, physisch an der Cleanzone teilzunehmen. Kerstin Horaczek, Group Show Director Technology bei der Messe Frankfurt, führt aus: „Aufgrund dieser Umstände kann die Cleanzone am Standort in Frankfurt im November ihrem Anspruch als internationalem Branchentreff nicht gerecht werden. Die Reinraum-Community und ihre Anwenderindustrien jedoch brauchen im Herbst einen internationalen Treffpunkt, um sich über die aktuellen Entwicklungen in der Kontaminationskontrolle auszutauschen. Daher haben wir uns in enger Absprache mit der Branche und der Strategiekommission dazu entschlossen, diesen digital anzubieten.“

Die virtuelle Cleanzone bietet Ausstellern neue Businessfunktionen, die Gelegenheit ihre Produkte multimedial zu präsentieren und sich mit ihren Kunden durch KI-gestütztes Matchmaking aktiv zu vernetzen. Die Besucher können sich neben dem Austausch mit Ausstellern und anderen Besuchern Produktvorführungen ansehen und interaktiv an aktuellen Fachvorträgen teilnehmen. Darüber hinaus haben sie die Gelegenheit, den diesjährigen Preisträger des Cleanzone Awards zu wählen sowie die Preisverleihung live zu verfolgen.

Compamed und Medica werden virtuell

[Mi 16.09.2020, 07:12] Die Medica 2020 und die Compamed 2020 werden als die internationalen Informations- und Kommunikationsplattformen für die Medizintechnik-Branche und den Zuliefererbereich der Medizintechnik-Industrie vom 16. bis 19. November komplett im virtuellen Format stattfinden. Mehr dazu hier.

Antikörpertest-Partnerschaft

[Di 15.09.2020, Siemens Healthineers arbeitet mit den amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und der GFS (Gemeinsame Forschungsstelle) der Europäischen Kommission bei einem Forschungsprojekt zur Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Standardisierung von SARS-CoV-2-Tests zusammen. Die Tests sollen standardisiert werden, indem Konzentrationen von Antikörpern gegen spezifische virale Proteine definiert werden, die eine Neutralisierung des Virus bewirken. Diese könnten zukünftig auf Schwellenwerte extrapoliert werden, die als ausreichend angesehen werden, um Immunität zu verleihen. Die Standardisierung über Hersteller hinweg soll zudem die Patientenversorgung verbessern, indem ein langfristiger Vergleich des Levels an Antikörpern ermöglicht wird.

Pilotprojekt: „Würzburg Care“

[Di 15.09.2020, 13:43] Das Schweizer Hygienetechnologie-Unternehmen Livinguard mit deutschem Sitz in Karlstadt hat gemeinsam mit dem Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“ die Kampagne „Würzburg Care. Wir tragen Verantwortung“ ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt verfolgt ein konkretes Ziel: Trotz Corona sichere Begegnungen im Alltag ermöglichen und so den lokalen Handel stützen. „Würzburg zählt zu den derzeit besonders stark betroffenen Regionen Deutschlands. Mit unserem Pilotprojekt möchten wir den Würzburgern wie auch lokalen Unternehmen und Einrichtungen in diesen herausfordernden Zeiten ein Stück Sicherheit zurückgeben“, so Sanjeev Swamy, Gründer und CEO von Livinguard. Im Rahmen der Kampagne stattet Livinguard 50 Würzburger Unternehmen mit Care Kits und Desinfektionsspendern im Wert von rund 150.000 Euro aus. Der größte Einzelposten an Care Kits geht an das Juliusspital Seniorenstift, das insgesamt 135 Pakete erhält. Die Care Kits enthalten Gesichtsmasken, Handschuhe, T-Shirts und Schürzen, die mit der antiviralen Technologie von Livinguard ausgestattet sind. Angewandt auf Oberflächen und Textilien wie Gesichtsmasken, zerstört diese Technologie Krankheitserreger, beispielsweise Influenza- oder Gelbfieberviren. Auch das Coronavirus wird dauerhaft zerstört.

Covid-19-Schnelltest: Maschinenkombination stellt bereit, beschriftet und verpackt

[Di 15.09.2020, 11:59] Corona stellt das Land vor Herausforderungen. Um mittels einer Blutprobe innerhalb weniger Minuten Antikörper nachzuweisen, werden Testkassetten benötigt. Die Nachfrage nach den Kassetten ist hoch, gefertigt werden sie vollautomatisiert in Anlagen. Die Kraus Maschinenbau GmbH versteht sich auf die hierfür benötigten Zuführsysteme. Im Auftrag der Senova Gesellschaft für Biowissenschaft und -technik projektiert, entwickelt und produziert das Team komplexe Packmaschinen. Diese übernehmen aus vorgeschalteten Prozessen Testkassetten und -streifen und verpacken sie gemeinsam in Beutel. Für die eindeutige Beschriftung der Beutel konform nach Pharmaregularien werden in enger Zusammenarbeit mit Cab das Druckmodul PX Q und das Etikettiergerät IXOR integriert.

Virtuelle Kooperationsbörse auf der Medica

[Mo 14.09.2020, 08:26] Die Medica ist für die Medizinbranche seit vielen Jahren eine feste Größe im Kalender aller Experten rund um das Thema Medizin. Das Jahr 2020 ist ein ganz besonderes Jahr. Aufgrund der Covid-19-Beschränkungen wird die vom NRW Europa-Team bei Zenit in Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern des Enterprise Europe Network seit mehr als 20 Jahren dazu organisierte Kooperationsbörse nicht auf der Messe, sondern virtuell stattfinden. Teilnehmern wird weiterhin die Möglichkeit geboten, aus allen Bereichen der Medizintechnik Vertriebs-, Technologie- und Forschungspartner zu finden. Zusätzlich werden weitere Meetingtage und Online-Veranstaltungen angeboten. Mehr Informationen zur virtuellen Kooperationsbörse, zu den bereits bestätigten Zusatzevents und der Registrierung gibt es hier.

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Mit 20 Mio. Euro gegen Corona

[Fr 11.09.2020, 11:22] Die aktuelle Corona-Krise zeigt eindrücklich, wie sehr Gesundheitssysteme im Kampf gegen pandemische Infektionskrankheiten auf effektive Maßnahmen angewiesen sind. Das gilt insbesondere, wenn Erreger mit hohem Ansteckungspotenzial wie SarsCov2 im Spiel sind. In der aktuellen Corona-Pandemie spielen Medizinprodukte eine wesentliche Rolle. Um aktuellen Herausforderungen - etwa in der Diagnostik, der Prävention oder der mobilen Versorgung - besser begegnen zu können, soll die angewandte Forschung und Entwicklung gestärkt werden. Dafür will Bundesforschungsministerin Anja Karliczek 20 Mio. Euro investieren. Mehr dazu hier.

Lee liefert Miniaturventile und -drosseln

[Fr 11.09.2020, 09:37] Corona bestimmt momentan das Weltgeschehen. Bei besonders schweren Verläufen der Krankheit ist eine professionelle Versorgung und Atemwegstherapie unumgänglich, um Leben zu retten. In Sauerstoffkonzentratoren, Beatmungs- oder auch Analysegeräten leisten Miniaturkomponenten von Lee ihren Beitrag, damit Patienten schnell wieder durchatmen können. Insbesondere Magnetventile und Drosseln kommen in diesen medizinischen Geräten zum Einsatz, um den Luft- oder Sauerstoffdurchfluss zu überwachen und zu steuern.

Drosseln der Lee IMH-Gruppe etwa sorgen für eine fixe Reduktion des maximalen Volumenstroms. Zu den besagten Magnetventilen, die in Beatmungsgeräten und Sauerstoffkonzentratoren zum Einsatz kommen, gehören hauptsächlich die Lee-Baureihen LHD, LHL und LHQ. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Kompaktheit, ihren minimalen Stromverbrauch und ihr sehr geringes Gewicht aus. Spezielle Ausführungen mit sehr geringen Schallemissionen sind zusätzlich verfügbar.

Ottobock unterstützt Studierende finanziell

[Do 10.09.2020, 12:09] Im Winter- und Sommersemester 2020/2021 unterstützt das Medizintechnikunternehmen Ottobock mit Sitz in Duderstadt elf Studierende in der Region Südniedersachsen mit einem Deutschlandstipendium. „Medizintechnik braucht Talente – und Talente brauchen Förderung“, begründet CEO Philipp Schulte-Noelle das Engagement. Nicht zuletzt Studierende seien von der Corona-Pandemie stark betroffen, Verdienste durch Nebenjobs beispielsweise in der Gastronomie fielen weg. „Deswegen stiften wir dieses Jahr mehr Deutschlandstipendien, als in den Vorjahren. Die finanzielle Unterstützung soll Nachwuchskräften durch die Krise helfen.“

Gefördert werden herausragendes soziales Engagement sowie hervorragende Studienleistungen im Bereich Medizintechnik und Humanmedizin an drei Talentschmieden in der Stadt Göttingen: Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) und Private Fachhochschule Göttingen (PFH).

Paket mit Intensivbett-Komponenten

[Mi 09.09.2020, 13:55] Der Tuttlinger Medizintechnikhersteller Simeon Medical unterstützt Kliniken im Kampf gegen Corona mit dem einfach zu installierenden, sofort einsatzbereiten und kosteneffizienten „Simeon-Intensivpaket“. Das Paket enthält alle Komponenten, die für ein Intensivbett benötigt werden. Dadurch können die neu geschaffenen Kapazitäten auch nach Corona problemlos weiter genutzt werden. Die Versorgungskonsolen sind als wand- oder als deckeninstallierte Lösung verfügbar, dadurch haben die Krankenhäuser maximale Flexibilität hinsichtlich der räumlichen Anordnung sowie der Anpassung an lokale bauliche Gegebenheiten.

Strategiekommission steht hinter der Cleanzone

[Mo 07.09.2020, 10:59] Die Cleanzone Strategiekommission steht geschlossen hinter dem Konzept der internationalen Fachmesse für Kontaminationskontrolle und Reinraumtechnologie und erwartet am 18. und 19. November einen intensiven Austausch zu aktuellen Themen. Das ist das Ergebnis der Sitzung der Strategiekommission Anfang August. Kerstin Horaczek, Group Show Director Technology der Messe Frankfurt, freut sich über dieses Resultat: „Auch in Coronazeiten sind Fachmessen möglich. Wir erleben das gerade in China, wo das Messegeschäft wieder anläuft. In Frankfurt finden im Herbst unter Hygiene- und Schutzauflagen wieder Messen statt. Wir haben dazu ein mit den Behörden abgestimmtes Konzept entwickelt, das wir dem aktuellen Stand der Corona-Pandemie anpassen.“

Kommentar von VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann

[Mo 31.08.2020, 07:52] VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann äußert sich zur Maskenpflicht am Arbeitsplatz: „Eine zweite Corona-Welle würde sich auf die Wirtschaft, ja auf unser gesamtes gesellschaftliches Leben verheerend auswirken. Deshalb muss der Staat die bestehenden Hygienevorschriften durchsetzen und, wo nötig, nachbessern. Je geschlossener das Bild ist, welches Bund und Länder dabei der Öffentlichkeit vermitteln, desto größer wird auch die Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen sein. Da es im Maschinenbau keinen regen Publikumsverkehr gibt, wie beispielsweise in Geschäften oder Restaurants, ist aus unserer Sicht eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz nicht sinnvoll. In unseren Betrieben gelten wie überall die üblichen Abstandsregeln, und dort, wo sie mal nicht eingehalten werden können, selbstverständlich auch die Maskenpflicht. Unsere Unternehmen achten auf die Einhaltung der Regeln schon deshalb, da auch für sie eine neue Ansteckungswelle ein schwerer Rückschlag wäre.“

Inhouse-Schulungen als Alternative in Corona-Zeiten

[Do 27.08.2020, 11:52] Das Weiterbildungsprogramm der Medical Mountains GmbH ist vom Grunde her auf Präsenzveranstaltungen ausgelegt. Der Kontakt zu und der fachliche Austausch mit den weiteren Teilnehmern und Referenten gibt den Inhalten zusätzliche Tiefe. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, die Seminare im eigenen Unternehmen abzubilden. „Es ist nachvollziehbar, dass man auf Nummer sicher gehen möchte und die Reisetätigkeit noch eingeschränkt. Gerade vor diesem Hintergrund sind Inhouse-Schulungen eine Alternative“, sagt Alwin Reger, bei der Medical Mountains GmbH verantwortlich für den Bereich Weiterbildung. Eine Vielzahl der angebotenen Seminare kann auch direkt bei den Kunden realisiert werden. Sie melden Thema und Anzahl der Teilnehmer – die Medical Mountains GmbH erstellt ein entsprechendes Angebot und übernimmt die weitere Organisation. Abgesehen von wegfallenden Wegstrecken, hat dieses Format weitere Vorzüge: Der Ablauf kann individueller auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten, vorab Schwerpunkte besprochen und weitere Themen hinzugenommen werden. Und indem man in den eigenen vier Wänden bleibt, ist auch die Frage nach dem Hygienekonzept bereits beantwortet. Weitere Informationen zu Inhouse-Schulungen erteilt Alwin Reger, reger@medicalmountains.de, Telefon 07461 969721-60.

VDGH: Überprüfung der Corona-Teststrategie

[Do 27.08.2020, 09:34] Angesichts der sprunghaft gestiegenen Auslastung der medizinischen Labore bei der Testung auf das Coronavirus hält der Verband der Diagnostica-Industrie eine Überprüfung der Teststrategie von Bund und Ländern für nachvollziehbar. Hierzu erklärt VDGH-Vorstandsvorsitzender Ulrich Schmid: „In der Pandemie ist ein umfassendes und zielgerichtetes Testen auf das Coronavirus unverzichtbar. Es liegt in der Verantwortung der Politik, die Teststrategie im Bedarfsfall neu zu justieren. Neue Testtechnologien können die bisherige Diagnostik ergänzen und Engpässe abmildern.“ Die Diagnostika-Industrie hat ihre Kapazitäten allein von Februar bis Juni 2020 um 1800 Prozent gesteigert. Trotz eines weltweit explodierenden Bedarfs können die Hersteller von Reagenzien, Testkits und Geräten die Belieferung in Deutschland sicherstellen. Die in den letzten Wochen nochmals deutlich gestiegene Zahl der in den ärztlichen Laboren durchgeführten Akutdiagnostik (PCR-Tests) und die hohe Kapazitätsauslastung auf allen Seiten zeigen aber Handlungsbedarf an.

Die Diagnostika-Industrie kann weitere Testtechnologien zur Verfügung stellen, die als Ergänzung für den direkten Erregernachweis geeignet sind. Knappheiten in der Akutdiagnostik kann damit entgegengetreten werden. „Die Hersteller entwickeln mit Hochdruck Testmöglichkeiten, die sowohl im fachärztlichen Labor als auch patientennah einsetzbar sind“, sagt Verbandschef Schmid. Insbesondere Antigentests bieten ein großes Potenzial. Sie ermöglichen schnelle Testergebnisse und sind breit anwendbar. Des Weiteren stellen patientennahe PCR-Test-Applikationen (Point-of-Care-Tests) sowie Multiplex-Tests, die z. B. Coronaviren und Influenzaviren in einem Schritt detektieren und unterscheiden, eine sinnvolle Ergänzung für den Erregernachweis dar.

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