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Gesundheits-Cluster Oberösterreich Heute schon geclustert?

| Autor / Redakteur: Michaela Scheweder und Philipp Wittmann / Peter Reinhardt

Der Begriff „Cluster“ ist in aller Munde und wird auch in der Medizintechnik eifrig verwendet. Doch was bedeutet er eigentlich konkret und welche Vorteile hat es, einer Clustervereinigung wie zum Beispiel dem Gesundheits-Cluster Oberösterreich anzugehören?

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Bild 1 | Philipp Wittmann: „Seit zehn Jahren vernetzen wir erfolgreich unsere Partner und forcieren damit Kooperationen zwischen Wirtschaft, Gesundheitswesen und Wissenschaft“
Bild 1 | Philipp Wittmann: „Seit zehn Jahren vernetzen wir erfolgreich unsere Partner und forcieren damit Kooperationen zwischen Wirtschaft, Gesundheitswesen und Wissenschaft“
(Bild: Clusterland Oberösterreich)

Clusterinitiativen haben zur Aufgabe, Unternehmen und Institutionen verschiedenster Branchen und Bereiche zu vernetzen. Ziel ist, Wettbewerbsvorteile zu generieren. Mit seinem Diamanten-Modell für Netzwerke verdeutlicht der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Michael E. Porter, dass Clusterinitiativen besonders im internationalen Umfeld erheblich zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und Innovationskraft beitragen. Die Säulen der Netzwerkarbeit sind Wissenstransfer und Wissensaustausch. Wie erfolgreich ein Cluster mit seiner Netzwerkarbeit letztendlich ist, hängt stark von Dichte, Beziehungsstatus und Reichweite des Tätigkeitsbereiches ab.

Vorteile für Netzwerker

Je engmaschiger die Struktur, je mehr Player involviert sind und je weiter sich der Radius der beteiligten Akteure zieht, umso höher ist das Bestreben, Informationen und Wissen auszutauschen und weiterzugeben. Auch die 225 Partner im Gesundheits-Cluster profitieren von solch einem intensiven Kontaktenetzwerk. Schnell und unkompliziert können konkrete Informationen abgerufen und die richtigen Kooperationspartner, Lieferanten oder Dienstleister gefunden werden.

Innovationen sind das A & O für eine gute Differenzierung vom Mitbewerb. Zur langfristigen Umsetzung neuer Produkte oder Weiterentwicklungen bedarf es Kooperationen, um Ressourcen wie Zeit, Know-how oder Kosten bereitstellen zu können. Der große Vorteil: Kooperationsprojekte werden durch die Förderung von Land und Bund kräftig forciert. Zudem können Projektpartner Bereiche wie Projektbegleitung, Recherchen, Marketingmaßnahmen oder das gesamte Projektmanagement an Clusterinitiativen auslagern.

Cross-Industry-Innovation als Schnittmenge zu anderen Branchen

Ein erfolgreiches Beispiel ist das GC-Kooperationsprojekt „Auto-Poct“, in dem drei Partnerunternehmen noch bis Mitte 2013 an einer Produktoptimierung arbeiten. Das Ergebnis ist ein vollautomatisiertes Schnelltestsystem zur Detektion bakterieller und viraler Krankheiten. Wo bisher langwierige Labortests nötig waren, kann nun direkt in Arztpraxen innerhalb von 20 Minuten eine sichere und verlässliche Diagnose gestellt werden.

Neben der klassischen Kooperation steht oft auch die sogenannte Cross-Industry-Innovation als Schnittmenge zu anderen Branchen zur Diskussion. Netzwerke können auch hier eingreifen und einen systematischen Wissenstransfer mit Vertretern anderer Branchen herstellen.

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