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KNF Neuberger

Herstellern und Nutzern über die Schulter geschaut

| Redakteur: Peter Reinhardt

Will man mit einer neuen Pumpe wertschöpfende Vorteile für die Hersteller von Autoklaven erzielen, müssen alle bisherigen Ansätze hinterfragt und konsequent neu ausgerichtet werden. Genau das hat KNF getan und vor der Entwicklung seiner neuen Membranpumpe Herstellern und Nutzern über die Schulter geschaut.

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Das Entwickler-Team von KNF führte zahlreiche Gespräche mit Herstellern von Autoklaven und machte sich auch ein Bild von der Einsatzsituation dieser Geräte bei den Nutzern.
Das Entwickler-Team von KNF führte zahlreiche Gespräche mit Herstellern von Autoklaven und machte sich auch ein Bild von der Einsatzsituation dieser Geräte bei den Nutzern.
(Bild: Jasminko Ibrakovic/Shutterstock.com)

Nach der Reinigung im Autoklav darf es keine krankmachenden Keime mehr geben. Da gibt es keine Toleranz. Dennoch bleibt auch dieser Gerätebereich nicht verschont von zunehmendem Kostendruck. Das hat KNF zum Anlass genommen, bei Geräteherstellern und Nutzern intensiv zu recherchieren, um die Entwicklung einer neuen Gas-Membranpumpe zielgerichtet an deren Anforderungen auszurichten. KNF liefert seit über 20 Jahren Pumpen für Autoklaven.

Die Neuentwicklung basiert auf intensiven Marktrecherchen

Technisch gesehen verlangt die Dampfsterilisation der Gas-Membranpumpe Höchstleistung ab. Der mehrmalige Wechsel von Überdruck und Unterdruck, die Handhabung von Kondensat bei der Abkühlung von 134 °C heißem Dampf und das in der Trocknungsphase wiederholt tiefe Vakuum im Wechsel mit Atmosphärendruck – das lässt keinen Spielraum für konstruktive Abstriche bei der Pumpe.

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Für das Entwickler-Team bei KNF war somit klar: Will man mit einer neuen Pumpe wertschöpfende Vorteile für die Autoklavenhersteller erzielen, müssen alle bisherigen Ansätze hinterfragt werden. Den Startpunkt bildete eine intensive Marktrecherche. Das Entwickler-Team führte zahlreiche Gespräche mit europäischen Autoklavenherstellern und machte sich auch ein Bild davon, wie sich Autoklaven etwa in den Arbeitsablauf in Zahnarztpraxen einfügen. Diese Erkenntnisse mündeten in ein Pflichtenheft:

  • Die neue Gas-Membranpumpe muss sich ohne Änderungsaufwand für die Hersteller in bestehende Geräte-Designs einfügen und mit den vorhandenen Platzverhältnissen zurechtkommen.
  • Die Pumpenleistung muss den Ablauf positiv unterstützen, um die Prozessdauer zu verkürzen. Denn kürzere Durchlaufzeiten werden für Nutzer zunehmend wichtig. Dem Faktor Zeit kommt daher wachsende Bedeutung zu.
  • Das Membranmaterial muss unempfindlich gegen Öle sein, wie sie immer häufiger zur Pflege der zu sterilisierenden Instrumente eingesetzt werden. Denn diese können das Membranmaterial aufquellen lassen, was letztlich zum Ausfall des Autoklav führen kann.
  • Die veränderten Marktstrukturen wirken sich auf die Kalkulation der Autoklavenhersteller dergestalt aus, dass sich für die Membranpumpe als Komponente eine Preisobergrenze entwickelt hat.

Konstruktion und Fertigungsablauf kritisch betrachten

Insbesondere den Preis nahmen die Entwickler zum Anlass, Konstruktion und gesamten Fertigungsablauf kritisch zu betrachten. Das Team prüfte und bewertete Schritt für Schritt Alternativen. Dabei herausgekommen ist die neue Gas-Membranpumpe N 936.3, die erstmalig auf der Compamed 2016 vorgestellt wird. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sie nicht nur deutlich weniger Bauteile, wo immer möglich, sind funktionale Baugruppen entstanden. Diese Verschlankung wirkt sich positiv auf die Montagezeiten aus. Einschließlich neuer Montagemethoden summieren sich die Einsparungen auf einen zweistelligen Prozentwert. Zur Vereinfachung der Geräteintegration wurden die Außenmaße reduziert, um ein optimales Verhältnis zwischen Pumpleistung und Bauraum zu erzielen.

Alle Anschlüsse wurden überarbeitet

Überarbeitet wurden auch die mechanischen und elektronischen Anschlüsse. Diese sind bei jedem Hersteller verschieden. Daher bietet die N 936.3 universelle Geometrien für die Mechanik, Pneumatik und Elektrik. Das verringert den Integrationsaufwand der Hersteller. Die Pumpe lässt sich flexibel anpassen und in allen Lagen einbauen. Weiteres Einsparpotenzial wurde bei den Kosten ausgemacht, die weltweit agierenden Herstellern durch die erforderliche Variantenvielfalt entstehen. Die Lösung: KNF deckt mit nur zwei Weitspannungsmotoren alle Spannungsvarianten weltweit ab.

Rückmeldungen von Kunden nach ersten Tests der N 936.3 bestätigen die Wirksamkeit der angestrebten Verbesserungen. Die N 936.3 ist aus Sicht der Tester überzeugend in puncto Geräteintegration, Leistung und Wirtschaftlichkeit.

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