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Supply Chain Management Healthcare-Unternehmen zieht es nach China – Logistiker müssen mit

| Redakteur: Robert Weber

Neue Kundeanforderungen, ein sich verändertes regulatorisches Umfeld, Produktsicherheit und neue Märkte fordern die Healthcare-Unternehmen weltweit heraus. Die Antwort: Investitionen in die Lieferkette und Logistikprozesse.

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Viel zu tun: Die UPS Healthcare Facility in Roermond, Niederlande, wird in Zukunft noch mehr Logistikleistung liefern müssen.
Viel zu tun: Die UPS Healthcare Facility in Roermond, Niederlande, wird in Zukunft noch mehr Logistikleistung liefern müssen.
(Bild: UPS)

Innerhalb der kommenden fünf Jahre planen 84 % der Unternehmen Investitionen in neuen Technologien in der Logistikkette. Das ist ein Ergebnis einer TNS-Studie im Auftragt des KEP-Dienstes UPS. Weiter heißt es: 78 % wollen neue Märkte erschließen und 70 % planen die Nutzung neuer Vertriebskanäle, wie beispielsweise den Direktkontakt mit Anbietern, Einzelhändlern oder dem Patienten. Weitere 59 % wollen die Verlässlichkeit ihrer externen Logistikpartner steigern. Die Autoren der Studie prophezeien einen Wandel in den Lieferketten. Die geplanten Investitionen vieler Unternehmen in neue Technologien sind ein Indiz für die zunehmenden Bedenken bezüglich des Produktschutzes. Besondere Befürchtungen bestehen bei Sendungen mit hohem Warenwert und eventuellen Produktbeschädigungen. Dies erklärt ebenfalls den starken Anstieg der Anzahl von Unternehmen, die innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre in ePedigree-/ Serialisierungssysteme, Temperaturüberwachung und Produktsicherheit investieren wollen.

China rückt in den Fokus

In den Mittelpunkt des Interesses stößt bei den Unternehmen zunehmend auch die Expansion nach China. Knapp 30 % wollen ihre geschäftlichen Aktivitäten in China ausweiten, was das Reich der Mitte zum Hauptexpansionsmarkt macht.

Die Hauptsorge der Unternehmen ist mit 63 % weiterhin die Einhaltung gesetzlicher Auflagen. Nationale Vorschriften sind für 47 % der Befragten die größte Expansionsbremse. Den zweiten Platz der Bedenken bezüglich der Lieferkette nimmt, wie oben ausgeführt, die Produktsicherheit (53 %) ein, gefolgt vom Kostenmanagement (51 %).

„Im Jahresvergleich kann man bei den Hauptbedenken bezüglich der Lieferkette eine gewisse Konstanz feststellen. Die Kategorien Einhaltung gesetzlicher Auflagen und Produktsicherheit werden in den kommenden Jahren durch immer komplexere und längere Lieferketten sicherlich noch an Bedeutung gewinnen“, so Robin Hooker, Director, Global Strategy von UPS Healthcare Logistics. „Dieser Entwicklung können Unternehmen durch Investitionen in moderne Technologielösungen, regulatorisches Know-How und strategische Partnerschaften mit externen Logistikdienstleistern allerdings erfolgreich entgegenwirken. Die Ergebnisse der Studie konnten wir übrigens auch in der Praxis durch unser weltweites Geschäftsmodell beobachten.“

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