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Lindor-Übernahme Hartmann erobert die iberische Halbinsel

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Hartmann Gruppe, Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten, gab heute bekannt, dass die Übernahme von Lindor (P&G), einer der bekanntesten Inkontinenzmarken für Erwachsene in Spanien und Portugal, am 1. Juli erfolgreich abgeschlossen wurde.

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Bereits installiert: das Hartmann-Logo läutet eine neue Ära für die Inkontinenzmarke Lindor auf der iberischen Halbinsel ein.
Bereits installiert: das Hartmann-Logo läutet eine neue Ära für die Inkontinenzmarke Lindor auf der iberischen Halbinsel ein.
(Bild: obs/Paul Hartmann AG)
  • Produktionsstandort im spanischen Montornés
  • Markt für Inkontinenzprodukte in Spanien und Portugal anführen
  • 25,6 Prozent über 65-Jährige im Jahr 2031

Mit dieser Transaktion verwirklicht Hartmann sein Ziel, einer der führenden Anbieter von Inkontinenzprodukten für Erwachsene auf der iberischen Halbinsel zu werden. Hartmann besitzt nun alle P&G-Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Lindor-Produktsortiment, das heißt Lindor, Salvacamas, Lindor Care und Lindor Pants, darunter auch geistiges Eigentum, Mitarbeiterverträge sowie einen 25.000 m2 großen Produktionsstandort im spanischen Montornés.

Markt für Inkontinenzprodukte in Spanien und Portugal anführen

„Hartmann ist jetzt gut aufgestellt, um eine führende Position auf dem Markt für Inkontinenzprodukte in Spanien und Portugal einzunehmen“, so Andreas Joehle Vorstandsvorsitzender der Hartmann Paul Hartmann AG. „Durch diesen Schritt bauen wir unsere lokale Kompetenz in diesem Sektor aus und haben gleichzeitig die Möglichkeit, im Hinblick auf den operativen Betrieb, Synergien für Produktion und Lieferkette auf Konzernebene zu nutzen.“

Angesichts des demographischen Wandels und der steigenden Zahl chronischer Erkrankungen in der Region sei die Transaktion für Hartmann zu diesem Zeitpunkt der richtige Schritt, heißt es von Unternehmensseite. Eine aktuelle Studie des spanischen Statistikamts habe ergeben, dass der Anteil der über 65-Jährigen in der Bevölkerung gegenwärtig 18,7 Prozent beträgt. In Prognosen wird davon ausgegangen, dass die Werte bis 2031 auf 25,6 Prozent steigen.

Im Geschäftsjahr 2015/ 016 erzielte Lindor einen Umsatz von 75 Mio. Euro. Der Großteil des Umsatzes kommt aus dem Apothekengeschäft, der kleinere Anteil hingegen von öffentlichen Institutionen wie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

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