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Industrielle Fertigung in der Dentaltechnik Großer Erfolg mit kleinen Werkzeugen

Autor / Redakteur: Lothar Scheidtweiler / Anne Richter

Elaboro ist ein Hersteller von hochpräzisem und individuellem Zahnersatz mit Firmensitz in Schwerin. Mit Ingersoll-Plendur Vollhartmetall Fräsern hat das Unternehmen eine professionelle Werkzeugserie gefunden, die in vollem Umfang ihren Ansprüchen gerecht wird und kontinuierliche Qualität bietet.

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Verschiedene Greifer für Handling-Systeme, die nach Kundenspezifikation gefertigt wurden.
Verschiedene Greifer für Handling-Systeme, die nach Kundenspezifikation gefertigt wurden.
(Bild: Ingersoll Werkzeuge)

Die Elaboro GmbH in Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, ist ein junges, sehr dynamisches Unternehmen. Es wurde im Jahr 2010 von ihrem Geschäftsführer Dipl.-Ing. Michael Schmidt gegründet und produziert im Schweriner Technologie- und Gewerbezentrum in erster Linie hochpräzisen, individuellen Zahnersatz. Die selbst entwickelte 3D-Scantechnik sowie die moderne Frästechnologie und das vorhandene Know-how bieten aber wesentlich mehr Potential. Vor allem die selbst entwickelte Scantechnologie ist nicht daraufhin optimiert, in erster Linie Zähne zu erkennen, sondern scannt hochpräzise, dreidimensionale Objekte jeglicher Geometrie.

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Industriestandard auch für Einzelteile

”Dank unserer industriellen Produktion fertigen wir auch das Einzelteil nach hohem Industriestandard wie in einer Serienfertigung, immer getreu unserer Firmenbezeichnung Elaboro, das bedeutet auf Lateinisch sorgfältig ausarbeiten“, erläutert Geschäftsführer Michael Schmidt die Fertigungsphilosophie seines Unternehmens.Die Fähigkeit, über den reinen Zahnersatz auch weitere Produkte in hoher Qualität zu produzieren, wird auch durch die erlangte Zertifizierung nach EN ISO 13485 dokumentiert. Dieses Zertifikat hat den Geltungsbereich: ”Herstellung von kundenspezifischen Modellen, Unikaten, Prototypen und Kleinserien aus Metall, Kunststoff und Keramik für die Dental- und Medizintechnik, Herstellung von Dentalkeramik.“

Industrielle Qualitätsansprüche an die Dentalwerkzeuge

In dem Bestreben, ihre leistungsfähige Scan- und Fertigungstechnik auch über den Dentalbereich hinaus anzubieten, hat man bei Elaboro schon die ersten Erfolge erzielt. So hat man beispielsweise Greifer für ein Handlingssystem zur vollsten Zufriedenheit des Kunden produziert. Es ist naheliegend, dass man bei Elaboro an alle Zulieferer die gleichen professionellen Ansprüche stellt wie an die eigene Produktion. Diesem Anspruch wurden aber alle bis vor kurzem eingesetzten Werkzeuge nicht gerecht. Viele Werkzeuglieferanten, die man für die unterschiedlichen Bearbeitungen einsetzte, kamen aus der Dentaltechnik und konnten industrielle Qualitätsansprüche nicht erfüllen. Sowohl in Bezug auf die Anwendungsberatung wie auch auf die kontinuierliche Qualität der gelieferten Werkzeuge konnte kein Lieferant überzeugen.

”Wir bekamen häufig Testwerkzeuge, die uns durchaus zufriedenstellten. Die anschliessenden Lieferungen konnten dann aber wiederum nicht überzeugen. Mit diesen grossen Qualitätsschwankungen kann man in der Produktion nicht leben“, erklärte Rocco Rott, Leiter Zerspanung.

Zusammenarbeit von Elaboro mit Ingersoll

Auf der Suche nach einem leistungsfähigen Werkzeuglieferanten wurde M. Schmidt auf das neue Plendur-Werkzeugprogramm von Ingersoll aufmerksam. Im Sommer 2015 wurde das erste Gespräch mit Steffen Möller, Beratung und Verkauf bei Ingersoll, geführt. Schon während dieses ersten Gespräches wurde schnell klar, dass die Mitarbeiter der Elaboro GmbH bei einer Zusammenarbeit mit Ingersoll durch S. Möller, eine wesentlich bessere anwendungstechnische Unterstützung erwarten können, als sie bisher erhalten haben. Positiv überrascht wurde zur Kenntnis genommen, dass Ingersoll Schnittwerte für ihre Zirkon-Dentalfräser mitliefert. Diesen – in der Industrie selbstverständlichen Service – hatte die Elaboro GmbH von ihren bisherigen Lieferanten nicht erhalten.Um diesen positiven Eindrücken auch gute Ergebnisse folgen zu lassen, wurden kurzfristig Testbearbeitungen in Schwerin verabredet.

Testbearbeitung mit Ingersoll- Plendur-Werkzeugen

Mitte Oktober 2015 fand bei Elaboro in Schwerin die erste Testbearbeitung mit Werkzeugen der Ingersoll-Plendur-Serie statt. Als Testwerkstück wurde eine Zahnbrücke aus Material PEEK gewählt.

Der Torusfräser wurde mit hoher Zustelltiefe und Bahnüberlappung eingesetzt. Die Spannung des Bauteiles war sehr labil, der Ingersoll-Torusfräser lief jedoch vibrationsfrei und kaum hörbar. Die Gratbildung war sehr gering. Die Schnittgeschwindigkeit kann durchaus noch bis 500 mm/min erhöht werden. Die Tests mit dem Ingersoll-Werkzeug waren so überzeugend, dass die Fertigungsverantwortlichen von Elaboro spontan die Entscheidung trafen, den getesteten Torusfräser als Standardfräser für das Vorschruppen der Formen einzusetzen.

Bei den weiteren Testfräseinsätzen an der Zahnbrücke kam ein Ingersoll-Kugelfräser zur 3-D-Bearbeitung der Zahnprofile zum Einsatz. Beim 1. Einsatz mit diesem Werkzeug führt die sehr labile Spannung des Werkstückes zu Vibrationen. Eine deutliche Erhöhung der Drehzahl in weiteren Einsätzen konnte dieses Problem jedoch lösen. Mit 500-mm-Schnittgeschwindigkeit lief der Ingersoll-Kugelfräser fast geräuschlos, ohne Gratbildung und sehr guter Oberfläche. Nach diesen sehr positiven Resultaten mit den Ingersoll Plendur-Fräsern wurde ein weiterer Test kurzfristig für Ende Oktober 2015 beschlossen.

Für den weiteren Test wurde die Bearbeitung von Zahnkappen aus Zirkon gewählt.

Die Ingersoll-Kugelfräser wurden zum Schlichten und Vorschlichten von gebranntem Zirkon eingesetzt, einem äusserst abrasiven Material. Doch auch diese Fräser konnten den Kunden voll überzeugen. Eine sichere Produktion von 200 Einheiten konnte regelmässig erreicht werden. Dies ist eine Standmenge, die von allen bisher verwendeten Werkzeugen nicht annähernd geschafft wurde.

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Das Ingersoll Plendur-Programm

Mit dem neuen Plendur-Programm hat Ingersoll eine komplette Werkzeugserie für die Feinbearbeitung im Werkzeug- und Formenbau und für die Dentaltechnik entwickelt. Um speziell jeden Anwendungsbereich optimal abzudecken, wurden 17 verschiedene Werkzeugtypen vorgestellt. Die verschiedensten Geometrien – von Kugelfräser über Torusfräser und Schaftfräser bis Hochvorschubfräser – werden mit dem neuen Programm angeboten. Je nach Ausführung und Bearbeitungsaufgabe erstrecken sich die Fräsdurchmesser von 0,3 mm bis 32 mm. Auch die Schneidstoffpalette wurde auf die verschiedenen Bearbeitungsaufgaben optimal angepasst. Sie reicht von unbeschichteten Hochleistungshartmetallen über TiAlN-beschichtete Werkzeuge bis zu Vollkeramik- und diamantbeschichteten Fräsern.

Selbstverständlich werden auch Werkzeuge mit innerer Kühlmittelzufuhr und Überlängen angeboten. Die lieferbare Palette der Werkzeugaufnahmen deckt sowohl die Standardaufnahmen nach DIN 6535 HA und DIN 1835 A wie auch alle auf dem Markt befindlichen Sonderaufnahmen der Maschinenhersteller ab. Mit den neuen Plendur-Fräsern bietet Ingersoll ein komplettes Programm für die Feinbearbeitung sowohl im Werkzeug- und Formenbau wie auch in der Dentaltechnik an, das die Handschrift eines erfahrenen Werkzeugherstellers trägt. Dies sowohl in der Konstruktion (ungleiche Teilung und Drallwinkel) wie auch in der Schneidstoffauswahl und präzisen Ausführung.

Für die Elaboro GmbH ist die Ingersoll Werkzeuge GmbH genau der professionelle Partner, den sie bisher gesucht hat. Mit S. Möller steht ihnen nun ein ausgewiesener Fachmann zur Seite, der sie in allen anwendungstechnischen Fragen kompetent berät. Ein weiterer Ansprechpartner zur Unterstützung ist Suvat Yildirim, Ingersoll-Produktmanager Mold and Die. Weiterhin hat das Plendur-Werkzeugprogramm bewiesen, dass es kontinuierliche und verlässliche Qualität bietet. Die Werkzeuge aller Lieferungen haben die gleiche Ausführung wie die beim Test eingesetzten. So ist es nicht verwunderlich, dass die Elaboro GmbH ihren Werkzeugbedarf nahezu komplett auf Ingersoll umgestellt hat, und sie kann ihr Ziel – die Erweiterung der Produktionspalette mit einem kompetenten Partner – weiterverfolgen.

Dieser Artikel ist erschienen auf www.maschinenmarkt.ch.

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