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Statistisches Bundesamt Gesundheitsausgaben im Jahr 2011 bei rund 294 Milliarden Euro

Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Ausgaben für Gesundheit lagen in Deutschland im Jahr 2011 bei insgesamt 293,8 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltgesundheitstages mitteilt, waren das 5,5 Milliarden Euro oder 1,9 Prozent mehr als 2010. Auf jeden Einwohner entfielen gut 3.590 Euro – 2010 waren es noch 3.530 Euro gewesen.

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Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war die gesetzliche Krankenversicherung. Ihre Ausgaben erreichten im Jahr 2011 den Wert von 168,5 Milliarden Euro.
Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war die gesetzliche Krankenversicherung. Ihre Ausgaben erreichten im Jahr 2011 den Wert von 168,5 Milliarden Euro.
(Bild: Fotolia/Marco2811)

Die Gesundheitsausgaben betrugen damit 11,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. In den beiden Vorjahren lag dieser Wert noch bei 11,5 Prozent (2010) beziehungsweise 11,8 Prozent (2009). Der fortgesetzte Rückgang ist auf die anhaltend starke Wirtschaftleistung zurückzuführen, während sich das Wachstum der Gesundheitsausgaben in den beiden letzten Jahren stetig abschwächte.

Gesetzliche Krankenversicherung als größter Ausgabenträger

Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war die gesetzliche Krankenversicherung. Ihre Ausgaben erreichten im Jahr 2011 den Wert von 168,5 Milliarden Euro. Sie lagen somit um 2,6 Milliarden Euro oder 1,6 Prozent über denen des Vorjahres. Der von der gesetzlichen Krankenversicherung getragene Ausgabenanteil ist 2011 leicht auf 57 Prozent gesunken. Der Ausgabenanteil der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck betrug 14 Prozent. Sie zahlten mit 40,1 Milliarden Euro rund 1,1 Milliarden Euro oder 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. 27,7 Milliarden Euro oder 9 Prozent der Gesundheitsaus-gaben entfielen auf die private Krankenversicherung. Ihre Ausgaben stiegen mit + 0,9 Milliarden Euro oder + 3,5 Prozent am deutlichsten.

Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes zeigt Wirkung

Fast die Hälfte der Ausgaben für Güter und Dienstleistungen im Gesundheitswesen wurde in ambulanten Einrichtungen erbracht, und zwar 144,1 Milliarden Euro beziehungsweise 49 Prozent. Die Ausgaben in diesen Einrichtungen sind mit + 1,4 Prozent jedoch nur unterdurchschnittlich gestiegen. Zurückzuführen ist dies auf einen starken Rückgang der Ausgaben in Apotheken. Die Ausgaben sanken hier um 1,1 Milliarden Euro oder 2,7 Prozent auf 39,8 Milliarden Euro. Hintergrund sind die Maßnahmen zur Begrenzung der Gesundheitsausgaben im Arzneimittelbereich, die Anfang 2011 mit dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft traten.

Die vom Ausgabenvolumen her bedeutsamsten ambulanten Einrichtungen vor den Apotheken blieben die Arztpraxen mit 44,4 Milliarden Euro. Starke prozentuale Anstiege im Vergleich zum Jahr 2010 gab es bei den ambulanten Pflegeeinrichtungen mit + 5,5 Prozent, dies entspricht einem Plus von 0,6 Milliarden Euro auf 10,6 Milliarden Euro, und den Praxen sonstiger medizinischer Berufe wie zum Beispiel physio-, sprach- oder ergotherapeutische Praxen mit + 5,1 Prozent, dies bedeutet ein Plus von 0,5 Milliarden Euro auf 9,6 Milliarden.

Auf den (teil-)stationären Sektor entfielen im Jahr 2011 rund 37 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben. Hier wurden mit 107,4 Milliarden Euro 3,2 Prozent mehr aufgewendet als im Jahr 2010. Die wichtigsten (teil-)stationären Einrichtungen waren die Krankenhäuser (+ 3,3 Prozent auf 76,8 Milliarden Euro). Es folgten die Einrichtungen der (teil-)stationären Pflege (+ 3,1 Prozent auf 22,2 Milliarden Euro) sowie die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, auf die 8,4 Milliarden Euro (+ 2,3 Prozent) entfielen.

Kontakt:

Statistisches Bundesamt

D-65180 Wiesbaden

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