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eCommerce Geschäftsprozesse im Gesundheitsmarkt effizienter gestalten

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Bundesverband Medizintechnologie unterstützt das neue Forschungsprojekt „Standards zur Unterstützung von E-Commerce im Gesundheitswesen“, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, IT-Standards für eCommerce im Gesundheitsmarkt zu etablieren und damit Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten. Profitieren sollen davon auch Hersteller von Medizinprodukten.

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„Der deutsche Gesundheitsmarkt hinkt bei der elektronischen Vernetzung von Versorgungs- und Geschäftsdaten hinter anderen Branchen und Ländern hinterher“, Joachim M. Schmitt, BVMed.
„Der deutsche Gesundheitsmarkt hinkt bei der elektronischen Vernetzung von Versorgungs- und Geschäftsdaten hinter anderen Branchen und Ländern hinterher“, Joachim M. Schmitt, BVMed.
(Bild: BVMed)

„Der deutsche Gesundheitsmarkt hinkt bei der elektronischen Vernetzung von Versorgungs- und Geschäftsdaten hinter anderen Branchen und Ländern hinterher. Dabei sind die Vorteile elektronischer Kommunikation unbestritten: Fehler werden reduziert, Kosten gesenkt, die Patientensicherheit erhöht, Prozesse optimiert und die Informationsqualität verbessert“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt. „Um diese Vorteile auszuschöpfen, müssen zahlreiche Hausaufgaben gemacht werden. Dazu gehört die Etablierung von eStandards. Deshalb unterstützen wir das BMWi-Projekt und die Experten der Hochschule Niederrhein.“

Einheitlichen Standards für KMU der Medizintechnik

Eine Herausforderung ist dies vor allem für die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Einheitliche Standards könnten vor allem den KMU in der MedTech-Branche zugute kommen und den Weg zu mehr Qualität und Sicherheit für den Patienten ebnen, so Prof. Dr. Sylvia Thun. Sylvia Thun, Professorin für Informations- und Kommunikationstechnologie im Gesundheitswesen an der Hochschule Niederrhein in Krefeld, leitet das für drei Jahre angelegte Projekt. „Das eCommerce-Projekt ermöglicht die sektorenübergreifende Kommunikation zwischen den Institutionen und Unternehmen sowie den entsprechenden Personen, Systemen und Geräten des Gesundheitswesens. Bei dem Forschungsprojekt wirken neben dem Universitätsklinikum Heidelberg auch der Bundesverband Medizintechnologie und der IHE Deutschland, ein Verband für die Anwendung der bestehenden Standards im Gesundheitswesen mit“, so Thun.

Ein Leitfaden hilft am Markt zu bestehen

Im Rahmen des Projekts soll ein Leitfaden für die kleinen und mittelständischen Unternehmen erstellt werden. Dieser soll den Unternehmen beschreiben, was ihr Produkt können muss, um auf dem Markt bestehen zu können. Ein weiteres Projektziel ist ein Demozentrum am Fachbereich Gesundheitswesen der Hochschule Niederrhein. Dort soll eine Infrastruktur aufgebaut werden, mit der sich interessierte Unternehmen mit dem Workflow eines Krankenhauses vernetzen können. Für die Prozessanalyse suchen die Wissenschaftler noch Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte in der Region, die an dem Projekt mitwirken möchten.

Konferenz gewährt Einblicke in das Projekt

Das Projekt wird von Prof. Thun und dem BVMed-Vertreter im Leitungsgremium, dem Berater Alfons Rathmer, auf der 15. „eHealth“-Konferenz am 26. Februar 2013 in Düsseldorf im Detail vorgestellt. Das BMWi-Projekt ist Teil der Förderinitiative „Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“.

Kontakt:

BVMed - Bundesverband Medizintechnologie

D-10117 Berlin

www.bvmed.de

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