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Siemens Healthcare Geschäft für Krankenhausinformationssysteme geht für 1,3 Mrd. US-Dollar an Cerner Corp.

Redakteur: Kathrin Schäfer

Siemens Healthcare plant sein Geschäft mit Krankenhausinformationssystemen (HS) für 1,3 Mrd. US-Dollar (zirka 963 Mio. Euro) an das US-amerikanische Unternehmen Cerner Corporation zu verkaufen. Das HS-Geschäft fokussiert sich auf administrative Krankenhausinformationssysteme und elektronische Patientenakten; damit unterscheidet es sich grundsätzlich von Laborinformationssystemen sowie von klinischer Software, die eng mit den bildgebenden Verfahren verbunden ist.

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„Zukünftig konzentrieren wir uns auf den Ausbau von Informationssystemen, die unser Labor-, Bildgebungs- und Therapiegeschäft stützen“, so Prof. Hermann Requardt, CEO Siemens Healthcare.
„Zukünftig konzentrieren wir uns auf den Ausbau von Informationssystemen, die unser Labor-, Bildgebungs- und Therapiegeschäft stützen“, so Prof. Hermann Requardt, CEO Siemens Healthcare.
(Bild: Siemens)

Die Zentrale des Geschäfts ist im US-amerikanischen Malvern (Pennsylvania). Weltweit arbeiten rund 6.000 Mitarbeiter in den USA, in Europa (mit Schwerpunkt in Deutschland) und in Asien.

Das Closing ist für das erste Quartal 2015 geplant

Die Transaktion ist vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden; das Closing soll im Verlauf des ersten Kalenderquartals 2015 sein. Die Transaktion steht im Zusammenhang mit der Strategie Siemens – Vision 2020. „In den vergangenen Jahren haben wir kontinuierlich in den Ausbau unseres HS-Portfolios investiert und haben technologisch große Fortschritte gemacht. Gleichzeitig mussten wir feststellen, dass der Geschäftserfolg unserer Krankenhausinformationssysteme nicht immer mit dem der Wettbewerber Schritt halten konnte“, sagt Prof. Hermann Requardt, CEO Siemens Healthcare. „Darüber hinaus erschweren immer mehr landesspezifische Anforderungen, die sich zum Beispiel aus der Gesundheitsreform in den USA ergeben, ausreichende Skaleneffekte. Zukünftig konzentrieren wir uns auf den Ausbau von Informationssystemen, die unser Labor-, Bildgebungs- und Therapiegeschäft stützen.“

Strategische Partnerschaft im Bereich Next Generation Healthcare IT

Mit der Übernahme des Geschäfts durch die Cerner Corp., die über eine ausgewiesene Expertise verfüge und eines der führenden Unternehmen auf diesem Gebiet sei, verbinde sich eine positive Perspektive für Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen, so lässt Siemens verlauten. Für die Mitarbeiter in Deutschland, die an den Standorten Berlin, Erlangen und St. Wolfgang arbeiten, wurden für die kommenden drei Jahre Vereinbarungen zur Beschäftigungs- und Standortsicherung getroffen.

Zeitgleich mit dem Verkauf beginnen Siemens Healthcare und Cerner eine strategische Partnerschaft im Bereich der Next Generation Healthcare IT. Next Generation Healthcare IT ist eines der Zukunftsfelder, auf dem Siemens Healthcare verstärkt aktiv werden will.

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