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Ganze Prozesskette der Dentaltechnik im Fokus

Redakteur: Peter Reinhardt

Die Dentaltechnik steht vor einem tiefschürfenden Wandel. Immer öfter werden handwerklich geprägte Zahnlabore durch Fräszentren mit industriellen Fertigungsstrukturen abgelöst. Hierfür brauchen Zahntechniker kompetente Partner, die in der Lage sind, die gesamte Prozesskette vom Scannen bis zum Sintern abzudecken. »DeviceMed« hat sich vor Ort angesehen, wie die Sauer GmbH in Stipshausen als Unternehmen des Gildemeisterkonzerns am 3. März 2010 mit der Eröffnung eines »Dental Center of Excellence« auf die gestiegenen Anforderungen der Anwender reagiert hat.

»Wenn wir etwas machen, dann machen wir das auch exzellent.« Mit diesen vollmundigen Worten begrüßte Vertriebsleiter Benedikt Brocks die rund 50 angereisten Gäste. Er schöpft seine Überzeugung aus der Gewissheit, mit der Dauerausstellung genau den Wünschen der Betreiber von den vielerorts entstehenden Fräszentren zu entsprechen und verspricht künftigen Besuchern: »Wer morgens um 9:00 Uhr mit einem Modell zu uns kommt, kann um 16:00 Uhr mit der fertigen Indikation wieder abreisen.« Hierfür hat Sauer einiges aufgeboten. Es beginnt mit der Expertise von Andreas Geier, der als Geschäftsführer der Denttec KG-SAS dafür sorgt, dass der Werkzeugmaschinenbauer vom Know-how erfahrener Zahntechniker profitiert und endet bei den Fünf-Achs-Bearbeitungszentren der Baureihen »Dental« und »Ultrasonic«.

Ursprünglich für die Bearbeitung von Edelsteinen im nahe gelegenen Idar-Oberstein entwickelt, kombinieren letztere das High-Speed-Cutting (HSC) mit der, so Benedikt Brocks, »weltweit einzigartigen Ultrasonic-Technologie« in einer Maschine. Deren Besonderheit sei die Überlagerung der Rotation des Schleifwerkzeuges mit einer oszilierenden Auf- und Abbewegung. Das reduziere die Prozesskräfte und ermögliche die höchstproduktive Fertigung von Zahnersatz aus hartspröden Metallen. Herzstück ist eine speziell entwickelte Spindel mit sogenanntem »HSK-Aktorsystem«. Sie überträgt Hochfrequenzen von 20.000 bis 50.000 Hertz induktiv auf das Diamantwerkzeug, sodass dieses bis zu 50.000 Mal pro Sekunde den Kontakt zum Werkstück unterbricht. Durch diese Form der Zerspanung werden von der Werkstückoberfläche nur Kleinstpartikel abgenommen. Komplexe Bauteile können so in einem Durchgang der Hartbearbeitung vom Schruppen bis zum Schlichten gefertigt werden.

Als kostengünstiges Einstiegsmodel stehe mit der »Ultrasonic 10« eine Lösung zur Verfügung, die sich dank ihrer kompakten Maße wie kaum eine zweite für den Einsatz in kleinen Räumlichkeiten eigne. Dank ihrer Baubreite von gerade mal 800 mm bei 1.800 mm Höhe passt sie bereits durch gewöhnliche Zimmertüren und bietet doch die volle Produktionsvielfalt. Nichtsdestotrotz hat Benedikt Brock in Aussicht gestellt, das Programm bis zur Dentalleitmesse »IDS« im März 2011 in Köln noch weiter nach unten abzurunden.

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DMG Vertriebs- und Service GmbH D-33689 Bielefeld http://www.gildemeister.com/de,plant,sauer