Telemedizin

Frühjahrstagung zur Finanzierung telemedizinischer Leistungen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers: „Nur bei Erreichung gewisser Fallzahlen tragen sich die telemedizinischen Versorgungsprogramme langfristig. Durch Ressourcensharing und die Nutzung netzübergreifender Synergien können schneller die Fallvolumina erreicht werden, die nötig sind, um die kritische Schwelle des Return on Investment (ROI) zu erreichen.“
ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers: „Nur bei Erreichung gewisser Fallzahlen tragen sich die telemedizinischen Versorgungsprogramme langfristig. Durch Ressourcensharing und die Nutzung netzübergreifender Synergien können schneller die Fallvolumina erreicht werden, die nötig sind, um die kritische Schwelle des Return on Investment (ROI) zu erreichen.“ (Bild: ZTG)

Die Tatsache, dass der Bewertungsausschuss trotz gesetzlicher Vorgaben bis zum 31. März 2013 keine Entscheidung über die Finanzierung ambulanter telemedizinischer Leistungen getroffen hat, wirft Fragen auf. Die 2. Frühjahrstagung Telemedizin greift die Thematik auf und beschäftigt sich insbesondere mit der Frage nach einer für alle Beteiligten fairen Finanzierung telemedizinischer Leistungen.

Am 15. Mai eröffnet Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, in Düsseldorf die zweite Frühjahrstagung Telemedizin mit dem Titel „Telemedizin lohnt sich – Nutzenaspekte pragmatisch quantifizieren“. Nach den Diskussionen der letzten Wochen rund um das Thema „EBM-Ziffer für die Telemedizin“ diskutieren das Zentrum für Telematik und Telemedizin ZTG und die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) mit Expertinnen und Experten aus der Gesundheits- IT-Branche dort die Frage nach einer fairen Finanzierung telemedizinischer Leistungen. Wurde mit der fehlenden Entscheidung des Bewertungsausschusses eine Chance für die Telemedizin vertan? Gibt es alternative Möglichkeiten einer Finanzierung telemedizinisch unterstützter Versorgung? Darüber hinaus wird die Frage gestellt, ob die integrierte Versorgung den geeigneten Rahmen für telemedizinische Angebote darstellt oder ob es adäquate Alternativmodelle gibt.

Telemedizin auf eine wirtschaftliche Basis stellen

Nach den aktuellen Verzögerungen bei der Entscheidungsfindung im allgemeinen Bewertungsausschuss fand die Frage nach der Zukunft der Telemedizin bereits bei den Besucherinnen und Besuchern des 3. Messekongresses „Gesundheit und Versorgung“ vom 16. bis 17. April in Leipzig großen Anklang. ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers war als Referent vor Ort und informierte über das Thema „Telemedizin auf eine wirtschaftliche Basis stellen“.

Die Telemedizin zählt zur Kernkompetenz des Zentrums für Telematik und Telemedizin, welches unter anderem Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Medizinerinnen und Mediziner in diesem Bereich anbietet. Beckers stellte die These auf, dass Telemedizin nur durch Kooperationen und intelligentes Ressourcensharing auf eine solide, tragfähige Basis gestellt werden kann. Es ist zeit- und kostenintensiv, telemedizinische Infrastrukturen zu entwickeln, die erforderlichen Prozesse umzusetzen und ein Netzwerk auf- und auszubauen. Nur bei Erreichung gewisser Fallzahlen tragen sich die telemedizinischen Versorgungsprogramme langfristig. Durch Ressourcensharing und die Nutzung netzübergreifender Synergien können schneller die Fallvolumina erreicht werden, die nötig sind, um die kritische Schwelle des Return on Investment (ROI) zu erreichen. Der ZTG-Geschäftsführer konnte deutlich machen, welche Potenziale im Bereich Telemedizin schlummern, und dass das Gesundheitswesen auf zukünftige Entwicklungen gespannt sein darf.

Zum Veranstaltungsflyer

Kontakt:

ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH

D-44799 Bochum

www.ztg-nrw.de

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