France

Fräsmaschinen für die Medizintechnik

Redakteur: Peter Reinhardt

Einkaufsführer 2009 Update: Produktionsausrüstung: Die GF AgieCharmilles Gruppe: bietet zu ihren ProdMed-Bearbeitungszentren zur Herstellung von Implantaten oder medizinischen Geräten Dienstleistungen wie die Beratung für eine passende Prozesskette an. Applikationsbezogen wird dem Kunden auch zu einer Zertifizierung gemäß dem Qualitätsmanagement-System DIN EN ISO 13485 verholfen.

Die Maschinen Mikron HSM 400U ProdMed und Mikron HSM 400U ProdMed Dental unterscheiden sich durch die Größe des Spannsystems und die Art des Spänemanagements. Im Dentalbereich sind die Werkstücke nicht größer als ein Würfel mit der Kantenlänge von 10 cm. Deshalb wird ein entsprechend kleines Spannsystem (System 3R Macro) verwendet, dessen wichtiger Vorteil in kleineren „Störkonturen“ liegt. Titan spielt bei Implantaten eine Hauptrolle. Beim Schruppen dieses metallischen Werkstoffs kann es zur Aufbauschneidenbildung am Werkzeug kommen. Niedrige Spindeldrehzahlen und größere Zustellungen sind der Schlüssel zur Problemlösung. Zugleich werden aber für die Schlichtbearbeitung desselben Werkstücks Spindeldrehzahlen bis 30000 min -1 oder höher gebraucht. Die Motorspindeln des Schweizer Herstellers Step-Tec bieten die gewünschte Bandbreite. Hinzu kommt die „stimmige“ Dynamik der beteiligten Maschinenelemente. Diese Flexibilität bringt kurze Taktzeiten und im Fertigungsergebnis hohe Oberflächengüte.

Andere Anforderungen an das Maschinenkonzept stellen hoch legierte Stähle wie etwa X10CrNiS 18-9. Hier soll die Spindel ein besonders starkes Drehmoment zur Verfügung stellen. Natürlich muss das gesamte Maschinensystem dementsprechend konzipiert werden. Beim Bearbeitungszentrum Mikron UCP 600 Vario ProdMed handelt es sich um eine solche Maschine, auf der mit angestellten und geklemmten Achsen „Fünfachsteile“ bei hohem Materialabtrag effizient bearbeitet werden. Leistungsfähige Werkzeug- und Palettenwechsler verhelfen zu flexiblen Automationslösungen.

Die Fräsmaschinen (Bearbeitungszentren) können auch für den Betrieb mit Schneidöl vorgesehen werden. Das ist zwar aus hygienischen Gründen nicht zwingend notwendig, wird aber – ähnlich wie in der Uhrenindustrie – gelegentlich anstelle der Emulsion bevorzugt. Oberste Priorität hat ein sauberes Endprodukt. So darf es an den „Werkstücken“ keine sichtbaren Mängel wie Rückstände von Bearbeitungsstoffen oder Grate geben. Auch Reinraumtechnik und Sterilisation können Anforderungen an die Prozessabläufe sein.

Mit den von GF AgieCharmilles entwickelten „smart machine“ Modulen wird der Fräsprozess „intelligent“. Eine umfassende Kommunikation zwischen Mensch und Maschine verschafft dem Bediener genau die Information, die er zur Beurteilung des Fräsprozesses braucht. Das setzt ihn in die Lage, die Prozesssicherheit zu verbessern und die Werkstückqualität zu erhöhen – vor allem für den mannlosen Betrieb. Insgesamt ist der so optimierte Fräsprozess leistungsstärker als ohne „smart machine“ Module.

Kontakt::

Agie Charmilles GmbH D-73614 Schorndorf www.gfac.com

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung