Suchen

Forschungsoffensive gegen Produktpiraterie

| Redakteur: Peter Reinhardt

Firmen zum Thema

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): fördert im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Innovationen gegen Produktpiraterie“ zehn neue Forschungsprojekte gegen Produktpiraterie und -fälschung. Ziel der Forschungsarbeiten ist die Entwicklung eines „eingebauten“ Kopierschutzes, der technische und organisatorische Maßnahmen vereint und die Nachahmung von Maschinen, Dienstleistungen und Ersatzteilen künftig nahezu unmöglich macht. Die Forschungsoffensive, die 15 Millionen Euro für drei Jahre bereitstellt, soll insbesondere produzierenden mittelständischen Unternehmen helfen, sich besser gegen Fälscher und Kopierer zu schützen.

Ein schwerwiegendes Problem ist die Fälschung von Medikamenten. Neben dem wirtschaftlichen Schaden für die Hersteller der Originalpräparate kann die Nachahmung von Arzneimitteln zu gravierenden medizinischen Sicherheitsrisiken für die Patienten führen. Im Rahmen des neuen Forschungsprojektes „EZPharm“ unterstützt das BMBF deshalb die Entwicklung einer durchgängig kontrollierten und geschützten Prozesskette für den Pharmabereich. Medikamente sollen künftig auf allen Stufen der pharmazeutischen Versorgungskette fälschungssicher transportiert und verteilt werden können.

Der Schutz vor Produktpiraterie gewinnt in nahezu allen Industriebereichen an Bedeutung. So sind nach einer Umfrage des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) mittlerweile zwei Drittel der Unternehmen aus diesem Bereich Opfer von Plagiaten. Dies schwächt die innovative und exportorientierte Industrie und kostet Umfragen zufolge jährlich rund 70.000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Kontakt::

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) D-10115 Berlin www.bmbf.de