Additive Fertigung

Formnext auf Erfolgskurs: 50 Prozent mehr Anmeldungen als im Vorjahr

| Redakteur: Peter Reinhardt

Namhafte Aussteller, große Stände und volle Gänge auf der Formnext 2017. Die Messe hat sich binnen kurzer Zeit als bedeutender Branchentreffpunkt etabliert.
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Namhafte Aussteller, große Stände und volle Gänge auf der Formnext 2017. Die Messe hat sich binnen kurzer Zeit als bedeutender Branchentreffpunkt etabliert. (Bild: Mesago)

Seit ihrem Start vor gerade mal drei Jahren hat die Formnext als Messe für Additive Manufacturing (AM) und die nächste Generation intelligenter industrieller Fertigungs- und Herstellungsverfahren eine fulminante Entwicklung hingelegt. Und auch aktuell bricht die Veranstaltung schon wieder alle Rekorde.

  • Aussteller haben die Formnext fest im Terminkalender verankert
  • Weltweit bekanntes Start-up Carbon 3D aus dem Silicon Valley stellt in Frankfurt aus
  • Additive Fertigung ist in zahlreichen Branchen eines der wichtigsten Zukunftsthemen

Die Formnext ist weiterhin auf Erfolgskurs und zeigt eine höchst dynamische Entwicklung: Sie findet dieses Jahr vom 13. bis 16. November 2018 in Frankfurt am Main statt. Wie der Veranstalter meldet, konnte die Zahl der bereits angemeldeten Aussteller zum Stichtag 15. März im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gesteigert werden. Ebenso sei auch die Zahl der gebuchten Fläche um rund 50 Prozent gewachsen.

Reichen die Kapazitäten von Halle 3?

Jedoch sei es noch zu früh, um aus den aktuellen Anmeldezahlen eine Prognose für die Gesamtzahl der Aussteller und Fläche anzugeben. Das aktuelle Wachstum gegenüber dem Vorjahr spiegele vielmehr wieder, dass die Formnext mittlerweile als bedeutende Messeplattform etabliert sei und die Aussteller ihre Entscheidung für eine Messeteilnahme schon fest im Terminkalender verankert hätten. „Wir sind natürlich insgesamt sehr glücklich über diese Entwicklung und freuen uns, dass wir zusammen mit den beteiligten Branchen so eine erfolgreiche Messe entwickelt haben. Wenn sich dieser Trend übers Jahr fortsetzt, machen wir uns natürlich schon Gedanken, wie wir mit dem daraus entstehenden Flächenbedarf umgehen. Das wird sich in den nächsten Wochen weiter konkretisieren“, gibt Messemacher Sascha F. Wenzler die Marschrichtung für die kommenden Monate vor und beantwortet damit die Nachfrage von Devicemed nach ausreichenden Kapazitäten in der bisher auf zwei Geschossen genutzten Halle 3.

Additive Fertigung ist derzeit für Unternehmen in zahlreichen Branchen eines der wichtigsten Zukunftsthemen – allen voran in der Medizintechnik, wo patientenindividuelle „Ersatzteile für den Körper“ unaufhaltsam auf dem Vormarsch sind. Dies wird auch dadurch deutlich, dass sowohl junge Start-ups als auch innovative, traditionsreiche Konzerne das Thema und damit die Formnext für sich entdecken. So haben sich bis Mitte März 2018 bereits 88 Neuaussteller aus 19 Ländern für die Formnext 2018 angemeldet – darunter namhafte internationale Konzerne wie

  • Clariant
  • Mitsubishi Chemicals
  • und Solvay.

Auch das weltweit bekannte Start-up Carbon 3D aus dem Silicon Valley wird in Frankfurt seine Entwicklungen präsentieren.

Konferenz als Innovations- und Wissensbörse der AM-Branche

Parallel zur Messe wird erneut ein hochwertiges Konferenzprogramm vom Content Partner TCT organisiert, um Vordenker der AM-Branche mit Anwendern aus der Industrie zusammenzubringen. Die Konferenz thematisiere aktuelle und künftige Entwicklungen aus Industrie und Forschung und gebe wichtige Inspirationen für die Zukunft, erklärt der Messeveranstalter.

Konkretes Business rückt noch stärker in den Vordergrund

Derweil führt die Akzeptanz der additiven Fertigung zu einer steigenden Anzahl von Anwendungen, sodass branchenübergreifend immer stärker nach lohnenswerten Anwendungen und Business-Cases gesucht wird und der konkrete Geschäftsabschluss im Fokus steht. „Die AM-Branche und die Formnext als ihre Leitmesse sind erwachsen geworden und in der Industrie angekommen“, erklärt Wenzler. Diese Entwicklung habe sich bereits auf der Formnext 2017 gezeigt, auf der viele Unternehmen einen beträchtlichen Teil ihres Auftragsvolumens und zahlreiche konkrete Abschlüsse verzeichnen konnten.

Prozesskette wird weiter ausgebaut

In diesem Jahr soll nun die Formnext inhaltlich weiterentwickelt und das Messespektrum entlang der relevanten Prozessketten weiter ausgebaut werden. „Dazu zählt auch, dass wir die gesamte Prozesskette einer modernen industriellen Fertigung noch dichter und umfassender darstellen“, verspricht Wenzler. Neben den bisher schon sehr starken klassischen Bereichen der additiven Fertigung wie Hardware, Materialien usw. sollen auch die Bereiche Software und Postprocessing, zum Beispiel für die Pulverentfernung, Oberflächenbearbeitung oder Wärmebehandlung, sowie der komplexe Werkzeugbau noch weiter verstärkt werden. „Industrielle additive Fertigung benötigt ein großes Spektrum: vom Design über die Arbeitsvorbereitung und den formgebenden Prozessen bis zur Oberflächenbearbeitung und Qualitätssicherung“, erklärt Wenzler diese thematische Erweiterung.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre habe bestätigt, dass in diesen Pre- und Postprocessings ein beträchtlicher Teil der Wertschöpfung zu finden ist. „Für uns als Formnext-Veranstalter ist es deshalb umso wichtiger, diese Marktentwicklungen auf der Messe darzustellen, sowie den Messebesuchern künftige Trends und komplette Lösungen für ihre moderne Produktion zu zeigen“. so Wenzler.

Die erfolgreichen Resultate dieser Bemühungen zeigen sich bereits bei den Neuausstellern 2018: Neben Herstellern von Hardware wie 3D-Druckern stammen zahlreiche neue Aussteller aus den Bereichen Materialien und Dienstleistungen, zum Beispiel:

  • Solvay
  • Messer Group
  • Mitsubishi Chemical Europe

Auch im Bereich Postprocessing werden neue Lösungen gezeigt, zum Beispiel von:

  • MHG Strahlanlagen
  • Post Process Technologies
  • Leering Hengelo

Seminarreihe „Discover 3D-Printing“ wird ausgedehnt

Um Unternehmen aus möglichst vielen Industriebereichen die Möglichkeiten der additiven Fertigung aufzuzeigen und ihnen den Einstieg in diese Technologie zu erleichtern, ist im Rahmen der Formnext 2017 erfolgreich die Seminarreihe „Discover 3D-Printing“ ins Leben gerufen worden. In Kooperation mit dem aus dem Fraunhofer IPT entstandenen ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing wird die Reihe in 2018 ausgedehnt und findet in diesem Jahr mit zielgruppengerecht aufbereitetem Content im Rahmen weiterer Messeveranstaltungen, wie der PCIM Nürnberg, Achema Frankfurt und Automechanika Frankfurt statt. Damit erschließen sich der AM-Welt weitere hochinteressante Anwenderbranchen aus der Leistungselektronik, der chemischen Prozessindustrie und dem Automotivesektor. Ihren diesjährigen Abschluss findet die Seminarreihe dann wieder auf der Formnext in Frankfurt.

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Weitere Artikel über die additive Fertigung im Speziellen, die Auftragsfertigung im Allgemeinen und weitere Fertigungseinrichtungen finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

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